Neuigkeiten

Rund um das Thema Geschichte in Wolfsburg

Eine Zeitung mit der Überschrift Aktuelles; Foto: Zerbor/Fotolia.com © Zerbor/Fotolia.com Meldung vom 28.11.2017

Konzeption „Gedenk- und Bildungsort KZ-Außenlager Laagberg“

Themenworkshop 3: Ideenwerkstatt „Raum der Möglichkeiten für Wolfsburg“ 

Zur Ideenwerkstatt "Raum der Möglichkeiten für Wolfsburg" lädt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation am Freitag, 8.12. zwischen 14 und 18 Uhr, ins obere Foyer, Alvar-Aalto-Kulturhaus ein. Hier wird es um die nächsten Schritte zur Konzeptionalisierung des angedachten Gedenk- und Bildungsortes KZ-Außenlager Laagberg gehen. Schülerinnen und Schüler aus zwei Schulprojekten sowie die Auszubildenden des Volkswagenwerks wie der Stadt Wolfsburg zeigen die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema. Als ein weiterer externer Partner wird sich die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung vorstellen und sich aktiv in die Ideenwerkstatt einbringen.

Dann werden in einem Erzählcafé einzelne Aspekte, die für die Konzeption des Gedenk- und Lernorts von zentraler Bedeutung erscheinen, miteinander erarbeitet. Dazu zählen Kunst gegen Vergessen, Gedenkstättenpädagogik und -didaktik, Ausstellungsgestaltung und -architektur, Möglichkeiten aktueller politischer Bildungsarbeit sowie die unterschiedlichen Zeitschichten des historischen Orts des ehemaligen KZ-Außenlagers Laagberg.
Anmeldung per E-Mail bis Donnerstag, 07.12. an alexander.kraus@stadt.wolfsburg.de.


Meldung vom 20.10.2017

Konzeption „Gedenk- und Bildungsort KZ-Außenlager Laagberg“ 

Themenworkshop 2: „Gedenkstättenpädagogik, Vermittlungskonzepte und die Frage der Authentizität ehemaliger KZ-Standorte“

Im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung des Gedenk- und Bildungsortes KZ-Außenlager Laagberg veranstaltet die Stadt Wolfsburg – anknüpfend an den Themenworkshop 1: „Den Blick öffnen“ (http://www.hsozkult.de/event/id/termine-35253) – am Freitag, 10. November, zwischen 13 bis 17 Uhr einen zweiten Themenworkshop zum Thema „Gedenkstättenpädagogik, Vermittlungskonzepte und die Frage der Authentizität ehemaliger KZ-Standorte“. Veranstaltungsort: Raum 111 der Goetheschule, Goethestraße 10a, Eingang A, 38440 Wolfsburg.
Zu diesem Workshop sind vier externe FachreferentInnen für zwei Sektionen eingeladen:

Sektion 1: Dr. Achim Saupe, Koordinator des Leibniz-Forschungsverbunds „Historische Authentizität“ am Zentrum für Zeithistorische Forschung (Potsdam) führt mit seinem Vortrag den Begriff „Historische Authentizität als problematische Kategorie von NS-Erinnerungsorten“ in die Materie ein und fragt nach Erwartungen der Besucherinnen und Besucher, nach möglichen Effekten wie auch Enttäuschungen. Auch Dr. Verena Haug, Projektleiterin in der Geschäftsstelle Evangelische Akademien in Deutschland e. V. (Berlin), hat sich in ihrer Dissertation Am „authentischen“ Ort. Paradoxien der Gedenkstättenpädagogik intensiv mit eben dieser Thematik beschäftigt und wird in ihrem Vortrag „Die unmittelbare Begegnung mit dem authentischen Ort. Integration der Aufarbeitungs- und Aushandlungsgeschichte vor Ort“ weitere Perspektiven eröffnen.

Sektion 2: Dr. Steffi de Jong, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Universität zu Köln, nimmt in ihrem Vortrag „Die Musealisierung der Zeitzeugen. Zur Repräsentation von Interviews mit Überlebenden in Ausstellungen“ ein zentrales Vermittlungselement von Gedenkstätten in den Blick. Dr. Oliver von Wrochem, Leitung des Studienzentrums der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, wiederum wird uns am Beispiel „denk.mal Hannoverscher Bahnhof in Hamburg“ Einblicke in die Vermittlungskonzepte, das Ausstellungskonzept und die aktuellen Planungen für die Gestaltung des Dokumentationszentrums gewähren.
Anmeldung bis zum 8. November an Dr. Alexander Kraus (alexander.kraus@stadt.wolfsburg.de)


Meldung vom 17.10.2017

Erster öffentlicher Themenworkshop

Planungen zum Gedenk- und Bildungsort KZ-Außenlager Laagberg haben begonnen

Das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) lädt zum ersten Themenworkshop „Den Blick öffnen – Welche Lösungen haben andere Gedenkstätten gefunden?“ ein, der im Rahmen des anvisierten Gestaltungswettbewerbs Gedenk- und Lernort KZ-Außenlager Laagberg durchgeführt wird. Die Veranstaltung findet am Freitag, 20. Oktober, von 15 bis 18.30 Uhr im Raum 111 der Goetheschule (Goethestraße 10a, Eingang A, 38440 Wolfsburg) statt.

Drei geladene externe Fachreferenten/Fachreferentinnen sprechen zu folgenden Themen: Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten (Celle), gibt einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen in der Gedenkstättenpraxis.

Die Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin Dr. Andrea Hauser (Bremen) nimmt in ihrem Vortrag „Ein schwieriges Exponat? Zur Lesbarkeit von materiellen Zeugnissen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ die Fundamentreste der ehemaligen Gefangenenbaracke 4 des KZ-Außenlagers Laagberg in den Blick.

Andreas Ehresmann wiederum, Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel, wird den Weg zur Gedenkstätte Lager Sandbostel aufzeigen und dabei auch auf den ausgerichteten Ausstellungswettbewerb und die finale Umsetzung eingehen.
Der Workshop ist öffentlich.


Meldung vom 21.09.2017:

Archivalie des Monats September

Der Besuch des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker

Zu den profiliertesten und in der Bürgerschaft beliebtesten Bundespräsidenten zählt unzweifelhaft der CDU-Politiker Richard von Weizsäcker, der am 15. September 1986 zu einem zweiten Besuch in die Volkswagenstadt kommen sollte. Bereits im April 1986 nahm das Bundespräsidialamt Kontakt mit dem Volkswagenwerk und der Stadt auf, um das entsprechende Programm abzustimmen. Von vornherein wurde festgelegt, einerseits städtische Einrichtungen und das Volkswagenwerk zu besichtigen, andererseits auch zu einem Meinungsaustausch mit führenden Repräsentanten von Werk und Stadt zusammenzukommen. Der Bundespräsident wollte sich bei seinem Besuch ein Bild vom Leben in der jungen Industriestadt machen, die geografisch durch eine einmalige Randlage an der Grenze zur DDR gekennzeichnet war. Außerdem beabsichtigte er, die Abläufe der Automobilfertigung bei der Volkswagen AG kennenzulernen. Die Stadt Wolfsburg hatte Weizsäcker allerdings bereits vor Jahren in seinem Amt als Regierender Bürgermeister von Berlin kennengelernt.
Im Laufe der folgenden Monate wurde das Besuchsprogramm des Bundespräsidenten immer mehr konkretisiert. In einem Gespräch mit den Ratsfraktionen am 16. Juni 1986 empfahl der Oberstadtdirektor Prof. Lamberg, die Besichtigung einer Einrichtung stets mit einem Thema zu verbinden, das eine Besonderheit Wolfsburgs herausstellte. Lamberg selbst beabsichtigte, ein Statement gegenüber dem Bundespräsidenten abzugeben, das auf besondere Aspekte der Stadtentwicklung einging. Zudem sollte mit Blick auf das Stadtimage und in kultureller Hinsicht das Kulturzentrum (heute Alvar-Aalto-Kulturhaus) Treffpunkt sein. Die Gesprächsteilnehmer verständigten sich darauf, dass Bundespräsident von Weizsäcker im Kulturzentrum mit Bürgern zusammentreffen sollte. Als Schwerpunkte des Besuchs legten sie die Themen „Spätaussiedlerkurse“ und „Jugendbücherei“ fest. Als Archivalie des Monats dient das ausgearbeitete und mit dem Bundespräsidialamt abgestimmte Besuchsprogramm des Bundespräsidenten (HA 10298).
Anfang August des Jahres wurden von der Stadt mit Pastor Arnulf Baumann, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises für Spätaussiedlerfragen und Direktor des Diakonischen Werkes, Verabredungen über die Ausgestaltung des anvisierten Treffens Weizsäckers mit Spätaussiedlern getroffen. Danach sollte dieser Personenkreis aus 30 bis 40 Teilnehmern bestehen, davon je ein Drittel aus Kursen der Volkshochschule, aus der Altersgruppe der älteren sowie schließlich der jüngeren Generation. Diese Personen waren Deutsche aus Polen, Russland und Rumänien. Repräsentiert wurden die genannten Gruppen auch durch teilnehmende Funktionäre der Landsmannschaften. Zur damaligen Zeit war die Stadt Wolfsburg ein Schwerpunkt der Zuwanderung von Spätaussiedlern in Westdeutschland. Ihr Anteil an der Stadtbevölkerung betrug drei Prozent. Die Spätaussiedlerintegration befand sich am Puls der Zeit und wurde deutschlandweit diskutiert und in durchaus unterschiedlicher Weise und Intensität umgesetzt. Bei der Ankunft Weizsäckers vor dem Rathaus am besagten 15. September wurde er von 1.000 Wolfsburgern begeistert umjubelt. Angesichts des engmaschigen Programms konnten er und seine Frau allerdings nur für kurze Zeit das „Bad in der Menge“ genießen. Vom Treffen des Bundespräsidenten mit den Spätaussiedlern blieb die Presse ausgeschlossen – wie auch während des Gesprächs mit dem VW-Betriebsrat. Es drang allerdings an die Öffentlichkeit, das Weizsäcker am Ende des 40-minütigen Gesprächs mit den Spätaussiedlern durch diese ein ganzer Stapel von Briefen übergeben wurde – mit der Bitte um Einzelfallhilfe bei der Familienzusammenführung. In einem eigenständigen Teil des Besuchsprogramms traf Marianne von Weizsäcker in der „Arche“ mit Eltern drogengefährdeter Jugendlicher zusammen und verschaffte sich einen Überblick über die Wolfsburger Verhältnisse in diesem sozialen Problemfeld.
Im Volkswagenwerk wurde der Bundespräsident vom VW-Vorstandsvorsitzenden Dr. Carl H. Hahn begrüßt und bei der Rundfahrt durch die technologisch auf dem neuesten Stand befindlichen Montagelinien in Halle 54 begleitet. Inmitten der Golf-Produktion wechselte Weizsäcker einige Worte mit Beschäftigten. Zuvor hatte VW-Forschungs- und Entwicklungsvorstand Prof. Ernst Fiala einen Überblick künftiger Fahrzeugkonzepte gegeben. Dabei wurde auch die Einführung des Hybridantriebes thematisiert, der erst Jahrzehnte später seine wirkliche Bedeutung bekam. Eine Herzensangelegenheit war für Weizsäcker das Zusammentreffen mit dem VW-Betriebsrat, wobei die Arbeitsbedingungen mit Blick auf die Automatisierung der Autofertigung im Mittelpunkt standen.
Gegenüber dem Staatsoberhaupt betonte Oberbürgermeister Rolf Nolting beim offiziellen Empfang im Ratssitzungssaal, dass „das Leben in Wolfsburg auf der einen Seite [...] durch den sicheren Arbeitsplatz im Volkswagenwerk [gekennzeichnet] sei. Auf der anderen Seite gebe es Weltoffenheit, Selbstbewusstsein und Aufgeschlossenheit der Bürger für Kunst und Kultur.“ Komplimente für die Stadt gab es vom Bundespräsidenten reichlich. So genieße Wolfsburg hohes Ansehen in der ganzen Welt; es handele sich vielleicht um die bedeutendste Stadtneugründung Europas im 20. Jahrhundert. Ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Spätaussiedlern als auch Ausländern sei beispielhaft. Er schloss mit den Worten: „Möge (die Stadt) sich ihre Offenheit und ihre weit ausstrahlende Dynamik erhalten.“ Fast schon visionär war der in den Schlussworten des Bundespräsidenten formulierte Wunsch, die Stadt möge eine glückliche, sich in Freiheit vollziehende und die Grenzen öffnende Zukunft haben. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Marianne trug sich Richard von Weizsäcker in das Goldene Buch der Stadt ein.
Text: Werner Strauß, alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)


Meldung vom 03.05.2016:

Archivalie des Monats - Ausgabe 5/2016

Wolfsburg 1960: Empfang wie für einen Pop-Star Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt in Wolfsburg

Während der Zeit der deutschen Teilung und der Insellage Berlins pflegten die Stadt Wolfsburg und die heutige Bundeshauptstadt eine enge Verbindung. Dies lag zum einen an der räumlichen Nähe beider Städte und zum anderen an der  Zonenrandlage Wolfsburgs. Über viele Jahre erhielt Berlin nicht nur Unterstützung aus Politik und Verwaltung Wolfsburgs, sondern auch durch private Initiativen. Hierzu zählte auch das Spendenaufkommen des Volkswagenwerkes für die Ferienaktion Berliner Kinder, das bis 1970 eine Gesamtsumme von 1,1 Mill. DM ausmachte. Diese Spenden ermöglichten zahlreichen Berliner Kindern einen kostenlosen Ferienaufenthalt im Harz oder an der Nordsee.
Gemeinsam mit dem Kuratorium „Jugendaustausch Wolfsburg-Berlin“, dem Berliner Club und zuständigen Stellen in der Berliner Senatsverwaltung bereitete die Wolfsburger Stadtverwaltung in der Zeit vom 2. April bis zum 9. April 1960 eine „Berliner Woche“ in Wolfsburg vor. Nach den im Verwaltungsausschuss am 16. Februar 1960 vorgestellten vorläufigen Planungen sollte unter anderem in dieser Zeit ein Doppelstockbus der Berliner Verkehrsbetriebe im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden, ein Berliner Meilenstein vor dem Rathaus enthüllt und ein „Bunter Abend“ durch den Sender Freies Berlin veranstaltet werden. Als Höhepunkt der Veranstaltungswoche wurde eine Großkundgebung mit dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt eingeplant. In der Bürgerhalle des Rathauses vermittelten die Ausstellungen „Berlin-Hauptstadt Deutschlands“ und „Berliner Karikaturen“ spezielle Eindrücke. Auf eine entsprechende Anfrage der Stadtspitze vom 18. Februar 1960 reagierte Willy Brandt positiv und sagte sein Kommen nach Wolfsburg für den 5. April 1960 zu. Dieses Schreiben des Berliner Regierenden Bürgermeisters dient genauso als Archivalie des Monats wie die Großanzeige der Kundgebung in der Wolfsburger Lokalpresse (HA 12). Da Brandt nur Zeit für den Vor- und frühen Nachmittag hatte, musste die geplante Großkundgebung mit ihm von der Stadthalle auf den Rathausplatz verlegt werden.
Wie aus einem Bericht vom Ablauf der „Berlin-Woche“ hervorgeht, traf Willy Brandt am Dienstag, den 5. April 1960, um 09.20 Uhr an der Stadtgrenze ein und wurde von Oberbürgermeister Dr. Uwe-Jens Nissen und Oberstadtdirektor Dr. Wolfgang Hesse begrüßt. Zahlreiche Wolfsburger standen an der Einfallstraße aus Richtung Nordsteimke Spalier und winkten dem prominenten Gast zu. Nach einer 20-minütigen Stadtrundfahrt wurde Brandt im Volkswagenwerk von Professor Heinrich Nordhoff begrüßt und bei einer Werksbesichtigung begleitet. Der VW-Betriebsrat nutzte die Gelegenheit, eine namhafte Belegschaftsspende für die Berliner Kinder an Willy Brandt zu übereichen. Um die Mittagszeit hielt der charismatische und rhetorisch gewandte SPD-Politiker vor 7.000 Zuhörern auf dem Rathausplatz eine halbstündige Rede, die immer wieder durch Beifall unterbrochen wurde.
Nach den Worten Brandts sei die Stellung Berlins „als Insel im ,Roten Meer‘ durch viele Beweise der Hilfe und Freundschaft westdeutscher Städte gefestigt worden“. In diesem Zusammenhang betonte er die Unterstützung Wolfsburgs, die viele Ferienaufenthalte Berliner Kinder möglich gemacht hätte. Aus staatlicher Sicht postulierte Brandt: „Wir wollen eine freie Hauptstadt in einem wiedervereinigten Deutschland, das sein volles Selbstbestimmungsrecht 15 Jahre nach Kriegsende endlich erhält“. Mit der gemeinsam gesungenen Nationalhymne, der dritten Strophe des Deutschland-Liedes von Hoffmann von Fallersleben, fand die Kundgebung ihren Abschluss. Es sollte noch mehrere Jahrzehnte dauern, bis sich Brandts Forderung nach Einheit und Selbstbestimmung des deutschen Volkes erfüllte.
Im Anschluss trug sich Brandt in das Goldene Buch der Stadt ein. Sein Besuch endete gegen 13.20 Uhr. Während der Weiterfahrt zum Flughafen Hannover-Langenhagen begleiteten ihn Vertreter der Wolfsburger Lokalpresse, denen er Rede und Antwort stand. In Bonn wurde Brandt am Abend zu einem Gesprächstermin beim Bundeskanzler erwartet.
Willy Brandt zählt zu den wenigen Wolfsburg-Besuchern, die sich zweimal in das Goldene Buch der Stadt eintrugen. Nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler unterschrieb er 1974 ein weiteres Mal in seiner Funktion als SPD-Parteivorsitzender während einer Wahlkampfreise. Durch seine Entspannungs- und Ostpolitik förderte Brandt die Annäherung der Machtblöcke von Ost und West und war zugleich Wegbereiter innerer Reformen, die er unter das Leitmotto „Mehr Demokratie wagen“ stellte. Seine Popularität und die Neuausrichtung der Politik machten Willy Brandt zu einem der bedeutendsten Bundeskanzler nach Konrad Adenauer.

Ansprechpartner: Werner Strauß // Alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) E-Mail: werner.strauss@stadt.wolfsburg.de


Meldung vom 18.04.2016:

Wolfsburger Sagenbuch erschienen

Schnurren und Sagen über Riesen, Zwerge und andere Gesellen neu erzählt

In Wolfsburg und Umgebung ging es hoch her: Hier trieben sich Gespenster, Riesen, Zwerge und Drachen herum. Sogar Regenschirme tanzten aus der Reihe. Gab es wohl tatsächlich Hexen? Oder den Teufel, der ab und zu persönlich vorbeischaute? Und was war mit dem Schatz unter der Wolfsburg, liegt er immer noch dort? Oder hat der Junge mit der Trommel ihn schön längst gefunden und verjubelt?
Das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit den Sagen rund um Wolfsburg im Rahmen des Vermittlungsprogramms für Grundschule beschäftigt. Dabei wurde festgestellt, dass eben diese Geschichten und Sagen für kleinere Schüler ein erster guter Zugang zum Fach Geschichte und v. a. für die Wolfsburger Stadtgeschichte ist. Das nun druckfrisch erschienene Wolfsburger Sagenbuch beinhaltet eine Auswahl der Wolfsburger Schnurren und Sagen, die sich rund um die Stadt ranken.
Herausgeber ist das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), in Zusammenarbeit mit der Kinderbuchillustratorin Tonia Wiatrowski und dem Geschichtsdidaktiker Christian Sielaff. Das Buch kostet 14,50 Euro und ist im Wolfsburger Buchhandel, in der Kulturinfo im Aalto-Kulturhaus und im Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) erhältlich. Lesetouren in den Wolfsburger Kindertagesstätten und Grundschulen sind für Mai geplant.

Die Titelseite des Wolfsburger Sagenbuchs


Meldung vom 01.04.2016:

Archivalie des Monats April 2016

Wolfsburger „Halbstarke“ oder „Jugendliche, die anders sind“?

Zum Anschauen der Archivalie April 2016 klicken Sie bitte hier (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)

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