Neuigkeiten

Rund um das Thema Kunst in Wolfsburg

Eine Zeitung mit der Überschrift Aktuelles; Foto: Zerbor/Fotolia.com © Zerbor/Fotolia.com

Pressemitteilung vom 17.10.2019

Städtischen Galerie Wolfsburg zeigt Michael Müller

Neupräsentation der Sammlung anlässlich des 45-jährigen Bestehens

Die Städtische Galerie Wolfsburg wurde am 20. Oktober 1974 eröffnet. Aus Anlass des 45-jährigen Jubiläums wurde der in Berlin lebende Künstler Michael Müller eingeladen, eine experimentelle Neupräsentation der Sammlung zu kuratieren. Der Künstler zeigt einen Ausstellungszyklus, der sich über den Zeitraum von zwei Jahren erstreckt und die Sammlung in mehreren aufeinanderfolgenden Fassungen vorstellt.

Kulturdezernent Dennis Weilmann: "Der Städtischen Galerie ist es durch eine intensive Arbeit mit der eigenen Sammlung nachhaltig gelungen, sich der Versuchung flüchtiger Ausstellungsevents zu entziehen und bewusst einen Gegenpol zu den Massenmedien und der Eventkultur zu bilden. Sie hat mit ihrem dichten Programm einen kontinuierlichen Prozess der Auseinandersetzung initiiert, der die Kunst im Museum und die Besucherinnen und Besucher zusammenführt. Für dieses Stehvermögen gilt der Institution unsere Anerkennung."

Susanne Pfleger, Direktorin der Städtischen Galerie Wolfsburg: "Zur Präsentation unserer Jubiläumsausstellung ist es uns gelungen, den Berliner Künstler Michael Müller zu gewinnen. Er ist internationalen Ausstellungsprojekten vertreten und ich freue mich sehr darüber, dass er sich über diesen langen Zeitraum so intensiv und dynamisch mit der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg auseinandersetzt und damit seine Wertschätzung ausdrückt. Durch seinen Blick und seine Auswahl wird sie dem Publikum völlig neuartig und ungewohnt präsentiert. Es wird immer wieder überraschende kuratorische Eingriffe geben."

In seinem Wolfsburg Projekt "DEINE KUNST" beschäftigt sich Michael Müller intensiv mit der Sammlung und der Ausstellungssituation der Städtischen Galerie Wolfsburg und rückt in diesem Zusammenhang Original und Kopie in den Fokus: das Mit-, Neben- und Gegeneinander von Individuellem und Übernommenem, Originalität und Traditionsbezug, Stil und Zitat, Hommage und Plagiat. Er ordnet, sortiert und stellt ganz neue überraschende Bezüge her. Auch Leerstellen und Krisensituationen spielen dabei eine Rolle und laden zur Diskussion ein.

Michael Müller, Künstler und Kurator: "So recht `beim Alten´ bleibt wenig in der Neupräsentation der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg. Es stehen zahllose Fragen im Raum. Steckt die Sammlung in einer `Krise´? Wann wird ein Ausstellungskontext zum Kunstwerk? Was wird gezeigt, wenn fast nichts gezeigt wird? Kurz: Fast alles wird auseinandergenommen. Neu zusammengesetzt wird es später. Die Werke werden (so viel sei verraten) auch in dieser Fassung nicht störungsfrei präsentiert. Gerade die Störungen zeigen, was sonst funktioniert. Die Ausnahmen zeigen die Regeln."

Die dritte Fassung der Ausstellungsreihe "DEINE KUNST" trägt den Titel "The Conditions of Being Art (oder der Amateur)" und nimmt ausgewählte Werke aus den Beständen der hauseigenen Sammlung zum Anlass, mit den Bedingungen und Möglichkeiten des Ausstellens zu experimentieren, einzelne Parameter zu isolieren, zu untersuchen und zu variieren. Wie werden Kunstwerke präsentiert? Wie beeinflussen der Raum und das Umfeld die Werke? Gibt es ein "Gesetz der guten Nachbarschaft" (Warburg) oder sind alle Werke "der Todfeind" aller anderen (Adorno)? "The Conditions of Being Art (oder der Amateur)" stellt damit – wie der Ausstellungszyklus im Ganzen – die Frage nach dem ebenso komplizierten wie faszinierenden Zusammenhang der Werke untereinander sowie nach dem Verhältnis von Werk und Künstler, Künstler und Kurator, Kurator und Publikum, die sich in vielfältiger Form in den Räumen der Ausstellung begegnen. Den Künstler repräsentieren u. a. die Signatur und das Selbstportrait, also Mittel der Authentifizierung, die unterschiedlicher kaum sein könnten. In den Fokus rückt demgegenüber eine selten beachtete Form der Grenzziehung: der Rahmen, der die Werke umgibt und die Autorschaft beschränkt. Wo hört das Werk auf? Wo fängt der Rahmen an? Was passiert, wenn der Rahmen zum Werk wird? Die besondere Bedeutung der Nachbarschaft für die Wirkung der einzelnen Arbeiten (ihr Mit-, Neben- und Gegeneinander auf der Wand oder im Raum) bildet den letzten großen Schwerpunkt, der in der Ausstellung untersucht wird und zeigt, wie die Werke einander beeinflussen, ja ineinander diffundieren können. Präsentiert werden jene Werke, die in der zweiten Fassung des Zyklus in Form eines Audioguides zur Sprache kamen, also nur zu hören und nicht zu sehen waren. Sie werden (so viel sei verraten) auch diesmal nicht störungsfrei kuratiert. Gerade die Störungen zeigen, was sonst funktioniert. Die Ausnahmen zeigen die Regeln.

Die Ausstellung wird am Samstag, 19. Oktober, 19 Uhr in der Städtischen Galerie Wolfsburg eröffnet. Laufzeit der dritten Fassung bis 23. Februar 2020.


Pressemitteilung vom 11.10.2019

Birgit Brenner erhält Kunstpreis der Stadt Wolfsburg 

Der renommierte Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ geht 2020 an die Berliner Künstlerin Birgit Brenner.
Begleitend zu der Preisvergabe im Oktober 2020 wird in der Städtischen Galerie Wolfsburg eine Einzelausstellung der Künstlerin gezeigt. Zusätzlich gibt es einen Ankauf für die Sammlung der Städtischen Galerie.

In ihrer Begründung schreibt die Jury: „Birgit Brenner setzt sich in ihren Arbeiten gesellschaftskritisch mit dem Alltag auseinander. Sie hat eine ganz eigene Bildsprache entwickelt, die sich nicht auf ein Medium beschränkt. In der Gegenüberstellung von analogen und digitalen Sehmustern, von Perfektion und Do-it-yourself, von realem Leben und künstlicher Konstruktion formuliert die Künstlerin Kommentare und Fragen zu aktuell virulenten Themen.“

1959 wurde der Kunstpreis der Stadt Wolfsburg erstmals verliehen und versteht sich als eine fördernde Initiative für Künstlerinnen und Künstler, die sich in der Mitte ihrer Laufbahn befinden. Idealerweise kann er als Katalysator für Rückschau und Weiterentwicklung wirken. In den vergangenen Jahren ging der Kunstpreis u. a. an Thomas Schütte, Katharina Fritsch, Olaf Nicolai, Jörg Herold, Angela Bulloch, Bernhard Martin, Bettina Pousttchi und Julius von Bismarck.

Birgit Brenner wurde 1964 in Ulm geboren. Sie studierte bei Rebecca Horn an der damaligen Hochschule der Künste Berlin und machte dort 1996 ihren Meisterschülerabschluss. Seit 2007 ist sie Professorin für Installation an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit September 2019 ist sie für zehn Monate Stipendiatin der Villa Massimo in Rom.


Pressemitteilung vom 07.10.2019

Das Bild des Italieners

Podiumsdiskussion zur Ausstellung Punti de vista. Benno Wundshammer

Der Fotojournalist Benno Wundshammer hat nicht nur zahlreiche Fotografien von Italienern in der Volkswagenstadt hinterlassen, er hat in ihnen und über sie auch mindestens ein Bild des Italieners vermittelt: das des erfolgreichen Arbeiters, des Charmeurs, des von der Sehnsucht nach seiner Heimat Gezeichneten, des zu plötzlichen Reichtum Gekommenen.

Doch wie sich Migration und Integration vor Ort konkret entwickelt und über die Jahre verändert haben, wird, während sie sich vollzieht, durch die Akteure unterschiedlich wahrgenommen und in der Retrospektive ebenso verschieden erinnert. Mit diesem Thema beschäftigen sich die Podiumsdiskussion am Dienstag, 15. Oktober, ab 18 Uhr in der Städtischen Galerie Wolfsburg.

Daniela Cavallo (stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei der Volkswagen AG), Hans Karweik (Journalist), Marlies Ottimofiore (ehemalige Mitarbeiterin der Italienischen Konsularagentur), Eleonora Marrone (Geschäftsführerin des Vini D’Italia), Rocco Artale (einer der ersten "Gastarbeiter" in Wolfsburg, ehemaliger Gewerkschaftssekretär und Stadtrat, Mitbegründer des Wolfsburger Ausländerbeirats und Ehrenbürger der Stadt Wolfsburg) diskutieren ausgehend von der Fotoreportage Wundshammers auf dem Podium ihre jeweiligen Perspektiven – als erfolgreiche Frau im Beruf, als Italiener in Wolfsburg, als Kulturschaffende und Kulturprägende.

Wie wurde das Bild des Italieners als das Unbekannte und Fremde damals rezipiert und wie überträgt sich dies in heutigen gesellschaftlichen Debatten? Wie gestaltete sich das Zusammenleben und welche Potentiale und Chancen haben sich daraus entwickelt? Durch diese Themenfelder moderieren Dora Balistreri (Italienische Konsularagentur Wolfsburg) und Alexander Kraus (Institut Zeitgeschichte und Stadtpräsentation-IZS).

Die Ausstellung ist bis zum 1. Dezember in der Städtischen Galerie Wolfsburg zu sehen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.


Pressemitteilung vom 01.10.2019

Ode an die Vergesslichkeit

Beim Herbstspaziergang Kunst entdecken

Schloss Wolfsburg wird von einem englischen Landschaftspark im Osten sowie einem Barockgarten auf der Nordseite umgeben der auch im Herbst zum Spaziergang einlädt. In den Parkanlagen verbinden sich traditionellerweise Natur und Kunst. Im Park ist die Skulptur "Ode an die Vergesslichkeit" von Bernhard Martin entstanden, die Jung und Alt gleichermaßen ansprechen soll.
Der 1966 in Hannover geborene Künstler hat eine Gartenlaube entworfen, die in die Erde versunken scheint, gerade das Dach lugt noch heraus. Keck wächst aus dem Dach ein Ast, der gekrönt wird von einem unerwarteten Element, einem modischen Schuh. Und um diese surreal anmutende Skulptur herum wurde ein kleines Labyrinth angelegt.


Pressemitteilung vom 04.09.2019

100 Prozent digital

Phaenomenale wird zum Digitalfestival

Aus dem seit 2007 biennal in Wolfsburg stattfindenden Science-and-Art Festival Phaenomenale wird 2020 ein Digitalfestival unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler.

Motor dieser digitalen Weiterentwicklung des Festivals ist Kultur- und Digitaldezernent Dennis Weilmann: "Die Stadt Wolfsburg generiert und unterstützt ausdrücklich Initiativen, die sich mit den Entwicklungen und Fragen der Digitalisierung auseinandersetzen. Die neue Phaenomenale hat genau dies zum Ziel. Sie ist aber nicht nur ein Festival. Die Phaenomenale ist gleichzeitig ein Netzwerk von Akteuren aus Kultur, Technik und Wirtschaft, die ihre Kräfte bündeln und so mehr Strahlkraft nach innen und nach außen erlangen", so Weilmann.

Um das Festival voran zu treiben hat sich eine Projektgruppe bestehend aus Kunstverein, phaeno und Stadt Wolfsburg (Städtische Galerie, Referat für Digitalisierung und Wirtschaft sowie Kulturwerk) gebildet. "Die Phaenomenale 2020 wird neue Möglichkeiten zum (kritischen) Austausch und zum Ausprobieren bieten; sie wird Schaufenster, Marktplatz und Bühne der Digitalisierung sein; sie arbeitet mit Bürgerbeteiligung und Partizipation, sie wird Fragen aufwerfen und diskutieren, " so Monika Kiekenap-Wilhelm vom städtischen Kulturwerk.

Im Oktober 2019 startet eine Kick-Off-Phase mit einem von der Städtischen Galerie Wolfsburg organisierten BarCamp. Gemeinsam mit den Netzwerkpartnern aus unterschiedlichen Bereichen, werden zunächst Inhalte, Formate und Projekte des Festivals diskutiert und verfeinert. Hierzu konnte die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg als weiterer Partner gewonnen werden. In einem zweiten Schritt werden dann die Kulturschaffenden und die Bürger in die Konzeption des Festivals mit einbezogen.

Das Festival selbst startet im Herbst 2020 unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler, in einem Zeitraum von 10 Tagen. Geplant ist unter anderem eine Aktion auf der Porschestraße, bei der Schaufenster von Kulturschaffenden und Netzwerkpartnern mit digitalen Themen bespielt werden.


Pressemitteilung vom 20.08.2019

Blickpunkte

Kunstgespräch in der Mittagspause

Die Städtische Galerie bietet jeden ersten Donnerstag im Monat ein Kunstgespräch in der Mittagspause an.

Am Donnerstag, 5. September, 12:30 Uhr ist es wieder soweit. Nach einer kurzen Führung durch die aktuelle Ausstellung -  Benno Wundshammer und die ersten "Gastarbeiter" in der Volkswagenstadt (1962) -  besteht die Möglichkeit, ein leichtes Mittagessen einzunehmen.

Kosten für die Veranstaltung und das Mittagessen: 8 Euro, Jahresabonnenten: einmalig 65 Euro.

Anmeldung bis Dienstag vor der Veranstaltung unter Telefon: 05361 28-1012.


Pressemitteilung vom 14.08.2019

Sommerfest und Ausstellungseröffnung

Sinta Werner zeigt ihre Kunst im Hauptbahnhof Wolfsburg

Die neue Ausstellung Return / Enter in der KUNST-STATION im Hauptbahnhof Wolfsburg wird am Mittwoch, 28. August, um 18 Uhr im Beisein der Künstlerin Sinta Werner eröffnet. Im Anschluss daran laden die Veranstalter zum Sommerfest an den Mittellandkanal ein.

Return / Enter ist eine Wand-Kachelarbeit und auf jeweils einer Seite des Aufenthaltsbereiches im Bahnhofsgebäude befinden sich die Begriffe Return und Enter in pixeliger Kachelästhetik. Das Begriffspaar Return / Enter ist einerseits von der Computertastatur bekannt, kann aber auch synonym für den Vorgang des Reisens gelesen werden: zu einem Ort zurückkehren, einen anderen Ort betreten.

Eine Ausstellung der Städtischen Galerie Wolfsburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und der Neuland Wohnungsgesellschaft. Weitere Infos unter: www.staedtische-galerie-wolfsburg.de.

Pressemitteilung vom 24.07.2019

Christian Schiebe erhält Auszeichnung

Druckwerkstattstipendium „ABDRUCK“ 2019 vergeben

Nach Hanna Nitsch, Lucie Mercadal und Christoph Mascher hat nun Christian Schiebe das Stipendium "ABDRUCK" für die Druckwerkstatt der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg erhalten.

Bereits zum vierten Mal hat die Braunschweigische Stiftung Stipendien in ihrem Projektfeld "Bildende Kunst" an Künstlerinnen und Künstler der Region vergeben. Das Stipendienprogramm umfasst zwei Stipendien: Das Vorhabenstipendium "IDEE" und das Werkstipendium "ABDRUCK".

Das Vorhabenstipendium "IDEE" wird im Jahr 2019 an den Künstler Steve Luxembourg vergeben. Das Werkstipendium "ABDRUCK" in Kooperation mit der Städtischen Galerie Wolfsburg geht an Christian Schiebe. Die Stipendiaten werden zur Eröffnung der Malte Sartorius Ausstellung im Rahmen vom Wochenende der Graphik am 9. November in der Villa von Amsberg (Friedrich-Wilhelm-Platz, 38100 Braunschweig) ihr Vorhaben der Öffentlichkeit vorstellen. Und zum Abschluss der Stipendienzeit, im Sommer 2020, werden die Ergebnisse der Künstler im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

Die geförderten Künstler erhalten ein Forum, um ihre Werke zu präsentieren. Sie werden dabei von dem Kunstwissenschaftler Marcus Körber begleitet, um eine reflektierte und kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen künstlerischen Werk während der Stipendienzeit zu ermöglichen.

Der Stipendiat in der Druckwerkstatt der Städtischen Galerie Wolfsburg, Christian Schiebe, lebt und arbeitet als Bildender Künstler in Braunschweig. Er stammt aus Neubrandenburg, wo er 1985 geboren wurde. Schiebe studierte an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und an der Kunsthochschule in Kassel. Er war zunächst Lehrbeauftragter an der Kunsthochschule Weißensee und ist nun Lehrbeauftragter für Bildnerisches Gestalten an der FH Anhalt in Dessau.

Seit seinem Meisterschülerabschluss 2014 bei Prof. Nanne Meyer arbeitet er ausschließlich prozessorientiert mit dem Medium Zeichnung und zu den Themen "Erfindung, Erscheinung und Erfahrung". Sein Interesse richtet sich auf Prozesse und Phänomene, die sich außerhalb von wortsprachlicher Fassbarkeit befinden. Statt Dinge zu bezeichnen, fasst der sie in Zeichnungen und Zeichnungsinstallationen. Die Faszination von Sehen und Nicht-Sehen, von Anwesenheit und Abwesenheit drückt sich in seinen Werken aus. Seit seiner Arbeit als Zeichner bei einer Ausgrabung in Ägypten entwickelt sich sein Werkzyklus "Feldzeichnungen" und nun möchte der Künstler mithilfe des Stipendiums "ABDRUCK" seine Bildsprache mit druckgrafischen Mitteln in der Druckwerkstatt im Schloss Wolfsburg erweitern.

Die Förderung von jungen Künstlern und Künstlerinnen, auch im regionalen Verbund, ist ein wichtiger Baustein der Städtischen Galerie Wolfsburg und so wurde im Jahr 2015 erstmals und in Kooperation mit der Braunschweigischen Stiftung das Druckwerkstattstipendium "ABDRUCK" ins Leben gerufen. Denn mit der im Schloss angesiedelten Druckwerkstatt verfügt die Städtische Galerie Wolfsburg, als Museum für Gegenwartskunst, zusätzlich über einen einmaligen Ort zeitgenössischer Kunstproduktion. Seit über 50 Jahren bietet die Werkstatt Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit des künstlerischen Experiments, der Aneignung von Wissen und des Austauschs zwischen Kunstschaffenden und der Bevölkerung.

Das Werkstipendium "ABDRUCK" ist eine Kooperation der Braunschweigischen Stiftung mit der Druckwerkstatt der Städtischen Galerie Wolfsburg. Es ist kein finanzielles Stipendium, sondern bietet dem Stipendiaten / der Stipendiatin die Möglichkeit, in der gut ausgestatteten Druckwerkstatt zu arbeiten und Neues zu erproben. Anleitung und Hilfestellung durch einen erfahrenen Druckgrafiker geben auch und vor allem Künstlern und Künstlerinnen, die bisher nicht mit Druckmedien gearbeitet haben, Gelegenheit zu neuen Arbeitsimpulsen. Ziel dieser Künstlerförderung, die sich an Künstler und Künstlerinnen, die im Braunschweigischen wohnen, richtet, ist die Entwicklung neuer, experimenteller Grafikarbeiten und dadurch die Setzung weiterer Akzente in der Kunstlandschaft des Braunschweigischen Landes.


Pressemitteilung vom 17.06.2019

Mensch Macht Maschine

Städtische Galerie zeigt zweite Fassung von Nik Nowaks Ausstellungsreihe „DELETHE“

Das Langzeitprojekt DELETHE wurde 2012 als Projekt des Künstlers Nik Nowak, des Rechtsanwalts Philipp Brandt und des Kurators Peter Lang (✝) gegründet. 2014 kamen die Kommunikationsdesigner VERBALVISUAL als Kollaborateure hinzu. DELETHE befasst sich mit der Frage nach dem Umgang und der Löschung von Daten nach dem Tod. Die Städtische Galerie zeigt die zweite Fassung der Ausstellungsreihe vom 25. Juni bis 27. Oktober.

Das Projekt ist Forum, Selbstversuch und Service zugleich und möchte den aktuellen Stand der Rechtslage mit der praktischen Umsetzbarkeit von Löschung persönlicher Daten nach dem Tod abgleichen. Mit dem Tod eines Menschen ergeben sich persönliche und rechtliche Fragen zum Umgang mit den Daten in der virtuellen Realität. Profile in den sozialen Netzwerken, Avatare, Accounts bestehen weiter. Die Ausstellung stellt unter anderem die Fragen, wem die Daten nach dem Ableben gehören; ob es einen Rechtsanspruch auf Löschung gibt; was der Kontrollverlust über die Daten bedeutet und ob es ein Recht auf das Vergessen werden gibt.

In der begehbaren Installation DELETHE spielen künstlerische Reflektionen zum Wandel unserer Zeit sowie das Verhältnis konkreter zu virtueller Realität in Bezug auf die Speicherung und Löschung von Daten, Vergessen und Archivieren eine Rolle.

Nik Nowak ist Künstler, Musiker und Kurator. Seine medienübergreifende künstlerische Arbeit befasst sich häufig mit der Wirkung von Sound, so wie mit der Rolle von Soundsystemen als kulturelle Transmitter oder akustische Waffen. Soundobjekte wie "Mobile Booster", "Panzer" und die "Echodrohnen" verschafften ihm weltweite Aufmerksamkeit.

Neben seiner Ausstellungstätigkeit geht er dem Phänomen der mobilen Soundsysteme seit Jahren auch wissenschaftlich nach und hält Vorträge zu diesem Thema. Außerdem tritt er regelmäßig mit Live- und DJ-Sets alleine oder mit seiner Band Schockglatze als Musiker auf.

Nowak studierte von 2002 bis 2007 Kunst an der Universität der Künste, Berlin, war Meisterschüler von Prof. Lothar Baumgarten und besuchte 2007 die Bildhauerklasse von Xiang Jing an der Shanghai Normal University. 2007 wurde ihm das Georg-Meistermann-Stipendium verliehen. 2014 kuratierte er in Zusammenarbeit mit dem Museum Marta die internationale Ausstellung "BOOSTER Kunst Sound Maschine" und wurde mit dem Gasag Kunstpreis ausgezeichnet, der herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik ehrt.


Pressemitteilung vom 22.03.2019

Ideenwettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS“

Ausschreibung für künstlerischen Nachwuchs

Zum vierten Mal schreibt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) der Stadt Wolfsburg den Wettbewerb "Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS, Ideenwettbewerb für den künstlerischen Nachwuchs" aus.

Neben den Studierenden richtet sich der Wettbewerb auch wieder an die jungen Absolventen der Fachrichtung "Freie Kunst" und anderer Kunst-Studiengänge mit dem Schwerpunkt "Kunst im öffentlichen Raum" an deutschen Hochschulen. Den Nachwuchskünstlern wird die Möglichkeit geboten, Ideen für Projekte im Stadtbild Wolfsburgs vorzuschlagen. Dabei steht den Teilnehmern frei, für welchen Standort innerhalb des Stadtgebiets sie ihre Projekte entwickeln möchten. Erwartet werden visionäre Ideen, die von den derzeitigen Freiräumen in der Stadt Besitz ergreifen.

Wie zu jeder Ausrichtung üblich, ist auch in diesem Jahr ein "ungeregelter Standort", ein von städtischer Seite vorgeschlagener Raum, als Anreiz für die Teilnehmer gegeben: die neu angelegte Verbindungsbrücke zwischen dem Bestandsgebäude C und dem Neubau des Ambulanzzentrums des Klinikums. Der beste Beitrag wird von der Jury zum Preisträger gekürt und erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Bis zu drei weitere Arbeiten können eine besondere Anerkennung erhalten, diese sind mit einer abgestuften finanziellen Honorierung von jeweils 500 Euro verbunden.

Mit dem Ideenwettbewerb setzt der Geschäftsbereich Kultur ein Projekt aus dem Kulturentwicklungsplan der Stadt Wolfsburg um, mit den Zielen den künstlerischen Nachwuchs zu fördern, und Wolfsburg als Zentrum für zeitgenössische Kunst um eine weitere Nuance zu ergänzen.

Einsendeschluss der Ideen ist der 30. August. Alle Informationen zum Ideenwettbewerb 2019 sind unter wolfsburg.de/izs erhältlich.


Pressemitteilung vom 09.01.2019

Angelika Bucher „Retrospektive“

Querschnitt durch das vielschichtige Werk der renommierten Wolfsburger Künstlerin

Wer kennt sie nicht, Angelika Bucher, die Grafikerin, Malerin, Leiterin der Kinderkunstschule "Mäusewerkstatt". Ihre Ausstellung "Retrospektive", die vom 3. bis 24 Februar im Gewölbekeller von Schloss Wolfsburg zu sehen ist, zeigt einen Querschnitt durch das vielschichtige Werk der renommierten Wolfsburger Künstlerin.

Die gebürtige Dresdnerin hat an der Werkkunstschule in Hannover studiert und später an der Hochschule für bildende Künste (HBK) in Braunschweig die Radierung als Medium für sich entdeckt. Als Grafikerin hat sie diese zu ihrem speziellen Ausdrucksmittel gemacht und ihre Drucke erfolgreich im In- und Ausland präsentiert. Aber auch ihre Reiseaquarelle sind beeindruckend. Zu ihren beliebten Themen gehören detaillierte und filigran gestaltete Federn oder Küchenmotive mit Gemüse, Fischen oder Stillleben. Auch Bäume, Strelitzien oder die Serie "Gedanken", bei der der Tod Ihres Sohnes Thema ist. Aber auch streng grafische Objekte in unendlicher Vielfalt zeigen das große schöpferische Potential der ehemaligen Wolfsburger Kunstlehrerin. Die Technik der Radierung hat sie darüber hinaus bei Besuchen in Wolfsburgs Partnerstadt Togliatti vermittelt. Hier war sie als Jurymitglied für einen Designwettbewerb der Kunsthochschule eingeladen und pflegte viele Kontakte zur Kinderkunstschule Regenbogen. Ein weiteres Standbein war ihre Kinderkunstschule "Mäusewerkstatt", in der Kinder die komplizierte Technik der Radierungen erlernt und viele internationale Auszeichnungen errungen haben.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 3. Februar, 11 Uhr im Gartensaal, Schloss Wolfsburg eröffnt. Weiter Infos finden Sie hier.