Ideenwettbewerb zur Kunst im Stadtbild Wolfsburgs - KiS

Wolfsburg – Stadt ist Kultur

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Juryentscheidung 2021

Die Juryentscheidung zur fünften Ausschreibung des Ideenwettbewerbs für „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS“ ist gefallen. Der Beitrag „Parallels & Collision“ von Roland Burkart wurde nominiert und mit einer Anerkennung ausgezeichnet. 

Roland Burkart hat im Frühjahr 2021 sein Diplom-Studium der Freien Künste an der Akademie der Bildenden Künste in München abgeschlossen. Der mittlerweile in Berlin lebende Künstler beschäftigt sich in seinen zeichnerischen und skulpturalen Arbeiten mit der Wechselwirkung von Räumen und Körpern. Burkart zufolge nehmen Menschen sich immer im Raum wahr: situativ durch das intuitive Orientierungsvermögen und abstrakt durch die Projektion von Räumen auf Karten. Zudem sind Räume für ihn immer auch Reflexionsräume, in denen Menschen ihren Platz in ihrer jeweiligen Umwelt bestimmen.

Parallels ist die Idee für eine Außeninstallation. Sie besteht aus vier spiegelnden Edelstahlwänden, die parallel zueinander ausgerichtet sind und so drei begehbare Korridore bilden. Bei Collision kreuzen sich hingegen vier ebenfalls spiegelnde Stahlplatten. Die einfache Anordnung von Elementen, die in ihren spiegelnden Eigenschaften aber schwer zu fassen sind, soll eine sinnliche Ebene des Erlebens mit abstrakten Gedanken verbinden. Es sollen Objekte der Perspektiverweiterung im öffentlichen Raum entstehen. 

Bild der Außeninstallation Parallels & Collision von Preisträger Roland Burkart„Roland Burkart legt eine beachtliche künstlerische Idee vor. Die Jury hat daher einvernehmlich entschieden, dass sich der junge Künstler mit seinem Wettbewerbsbeitrag in diesem Jahr eine Anerkennung verdient hat,“ erläutert Jury-Mitglied Dr. Hans-Joachim Throl. Verbunden mit der Anerkennung ist ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Zudem wird der Beitrag auf der Homepage des IZS präsentiert. 
Der kommissarischer Kulturdezernent Kai-Uwe Hirschheide bedankt sich für die Teilnahme am Wettbewerb und betont: „Kunst im öffentlichen Raum ist wichtig. Durch die Kunst können Denkanstöße bei den Stadtnutzern bewirkt werden. Außerdem kann Kunst im öffentlichen Raum an einem Wandel der Sichtweisen und der Ausprägung des kulturellen Gedächtnisses mitwirken.“

Bild der Außeninstallation Parallels & Collision von Preisträger Roland Burkart„Die Kunsthochschulen hatten in diesem Jahr erhebliche Probleme, überhaupt ihr Pflichtprogramm zu absolvieren. Da blieb so gut wie kein Raum, sich zusätzlichen Projekten wie der Beteiligung an unserem Wettbewerb zu widmen“, so Throl über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den diesjährigen Wettbewerb. Die nächste Auflage des biennalen Wettbewerbs wird 2023 unter hoffentlich weitestgehend normalen Rahmenbedingungen ausgeschrieben.

Die Preisträger*innen und Nominierten der letzen Ideenwettbewerbe können Sie den Dokumentationen der jeweiligen Jahre entnehmen.


Weitere Informationen in den Dokumentation 2013, 2015, 2017 und 2019 (siehe unten).

ROLAND BURKART

1990 geboren in Montpellier, FR. Lebt und arbeitet in Berlin, DE

2021 Diplom, Akademie der Bildenden Künste, München, DE in den Klassen von Prof. Peter Kogler, Prof. Florian Pumhösl und Prof. Kerstin Braetsch
2014 Autocenter Summer Academy, Berlin, DE, in der Klasse von Prof. Carsten Nicolai  

Ausstellungen (Auswahl)

2021 Drawing Sculpture, Goethe Institut, Paris, FR 
2021 Parallel Worlds, Kunstmuseum Celle, Celle, DE
2020 Wenn die Kastanien blühen, Galerie Christine Mayer, München, DE 
2020 Groupshow, Akademiegalerie, München, DE
2019 Jahresgaben, Kunstverein München, München, DE 
2019 Talent prize, Macro - Mattatoio, Rome, IT
2019 Gruppensaustellung, Rosa Stern, München, DE
2019 P:rétro, Centre Culturelle Coréen, Paris, FR
2018 Jahresgaben, Kunstverein München, München, DE
2018 Autre, Espace commines, Paris, FR
2018 Salon de Montrouge, Paris, FR
2017 Theater of Measurement, Kunstverein München, München, DE
2017 Groupshow, Galerie Christine Mayer, München, DE
2016 Komplizen, Galerie HBKsaar, Saarbrücken, DE
2016 Grid, Einstein Kulturzentrum, München, DE (solo)
2016 Tender is the Night, Galerie Christine Mayer, München, DE
2015 Hot town, summer in the city, Galerie Christine Mayer, München, DE
2015 Collateral collaboration, Spazio Ostrakon, Milan, IT
2015 Collateral collaboration edition, Kunstraum München, München, DE
2015 ON/OFF, Helmholtz-Zentrum, München, DE (solo)
2015 Grid cell system, Galerie Christine Mayer, München, DE (solo)
2014 ON/OFF, Villa Pilscheur, Basel, CH (solo)
2014 Summershow, Galerie Christine Mayer, München, DE
2014 ACSA, Autocenter, Berlin, DE
2013 New Western Art, TIMCO, Temeswar, RUM
2013 Prof. Winkler Stipendium, Kunstverein Weiden, Weiden, DE
2013 White architecture, Maximiliansforum, München, DE (solo)

Preise und Förderungen

2020 Stipendium Stiftung Kunstfonds, DE
2019 Finalist, Talent Preis, Rome, IT
2019 Projektförderung, Erwin und Gisela von Steiner Stiftung München, DE
2018 Kristal Preis, Salon de Montrouge, Paris, FR

Sammlungen

Staatliche Graphische Sammlung, München, DE
Munich Re Art Collection, München, DE
Helmholtz-Zentrum, München, DE

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1 Kommentare

Peter Reisse 20.02.2019 14:20:17

Es ist richtig, den künstlerischen Nachwuchs zu fördern. Aber ich finde es falsch, den Ideenwettbewerb nur auf Studierende und Absolventen der entsprechenden Fachrichtungen an deutschen Hochschulen zu begrenzen. Weil sich Kunst nicht in Erlangung bestimmter akademischer Bildungshorizonte

manifestiert, sondern in der Hauptsache in der Kreativität des Einzelnen. Und viele unserer Künstler der Vergangenheit, des Jetzt und der Zukunft hätten und haben unter diesen von der Stadt vorgegebenen Anforderungen keine Chance. Nicht der Schein macht den Künstler!

Nun zum aktuellen Thema. "Ein Verein für`s "Golden Gate" will unbedingt die Installation dieses Kunstwerks, welches die Weltoffenheit unserer Stadt darstellen soll. Mir aber kommt dieses auf der Seite liegende Andreaskreuz eher wie eine kaputte Warnanlage vor, wie sie an Bahnübergängen steht. Und frage mich, wer hier gwarnt werden soll. Auf der anderen Seite könnten es auch zwei symbolhafte Damoklesschwerter sein, die den Heimkehrenden oder auch Besucher bedrohen.

Was also will uns der Künstler Cremer mit seiner Idee sagen. Eine weitere Frage ist, ob der Freundeskreis mit wohlwollender Unterstützung des Vorsitzenden im Kulturausschuss Andacht für die Finanzierung der Angelegenheit evtl. städt. quellen anzapfen will, wer für die Pflege und Sicherheit des Bauwerks Sorge zu tragen hat, oder ob der Freundeskreis durch die Hintertür dieses Mahnmal durch uns Steuerzahler finanzieren will. Dann aber sollte die breite Öffentlichkeit, der Steuerzahler und Bürger mitreden dürfen und nicht nur 15 - 20 Kulturschaffende der Stadt.

Stadt Wolfsburg 21.02.2019 12:17:56

Hallo Herr Reisse,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Hinsichtlich Ihrer Anmerkungen zu dem Kunstwerk „Golden Gate“ Ein Stadt-Tor für Wolfsburg durch Eimo Cremer, möchten wir auf die mündliche Beantwortung Ihrer Anfrage aus dem gestrigen Kulturausschusssitzung durch Kulturdezernent Dennis Weilmann verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Onlinekommunikation