Wohnen & Bauen Masterplan 2020

Die Wolfsburger Wohnbauoffensive geht voran

Eingebettetes Video

Meta-Informationen

Wohnen und Bauen Masterplan 2020: Ursula und Peter

Das Ehepaar Ursula und Peter sorgt sich darum später keinen barrierefreien Wohnraum zu finden.
01.01.0001 00:00:00

Der Kampagnenwürfel zur Wohnbauoffensive mit der Aufschrift Wohnen und Bauen Masterplan 2020Durch die dynamische Entwicklung Wolfsburgs ist Wohnraum momentan sehr knapp. Deshalb schafft die Stadt Wolfsburg zusammen mit Investoren in einer großen Wohnbauoffensive mindestens 6.000 zusätzliche Wohneinheiten bis 2020.

Cover der Wohnen&Bauen Broschüre 2017

Immer mehr Menschen möchten in der jungen Stadt leben. Sie gehören dazu? Oder Sie haben Interesse, in den Wohnbau in Wolfsburg zu investieren? Hier finden Sie nützliche Informationen und Kontakte zum Wolfsburger Wohnmarkt und für die Planung Ihres Wohnraums – egal ob Sie mieten, kaufen, bauen oder sanieren möchten.

Wolfsburg bietet ein attraktives Wohnumfeld: herausragende Bildungs-, Kinderbetreuungs-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, viel Grün, moderne aber auch traditionelle Architektur, städtisches Leben genauso wie ländliche Strukturen. Die Stadt ist ein starker Wirtschaftsstandort mit vielen Arbeitsplätzen und besten Prognosen für die Zukunft.

In diesem Jahr können alleine die Bauarbeiten zur Erschließung von 2.000 Wohneinheiten beginnen.

Übersicht aller Wolfsburger Wohnbauprojekte


Die Broschüre zur Wohnbauoffensive 

(PDF; öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die vierte Auflage der Broschüre wurde im Mai wie in den vergangenen Jahren an alle Wolfsburger Haushalte verteilt. Darüber hinaus liegt sie in den Rathäusern sowie Ortsteilsprechstellen aus.

Zentrale Themen der Wohnbauoffensive

  • "Ihr baut nur unbezahlbare Luxuswohnungen!"

jüngerer Mann und ältere Frau abgebildet, Überschrift "Ihre Sorgen, unsere Antworten"

    Es sind bisher auch einige hochwertige Wohnungenentstanden. Aber es gibt auch günstige Mietwohnungen.

    Tatsächlich werden bei den kleineren Projekten in der Innenstadt zunächst einige hochwertige Wohnungen gebaut – weil sie nachgefragt sind und es solche Angebote in Wolfsburg bisher kaum gibt. Für moderne Neubau-Wohnungen in guter Lage werden entsprechend höhere Miet- und Kaufpreise verlangt als für Bestandswohnungen.Es entstehen aber auch günstigere Wohnungen: Etwa in den großen neuen Stadtquartieren im Hellwinkel und zwischen Nordsteimke und Hehlingen. 

    Der Rat hat beschlossen, dass in neuen städtischen Wohngebieten mit über 100 Wohneinheiten 25 % der Mietwohnungen mietpreisgedämpfte Wohnungen sein müssen. Der Bau günstiger Wohnungen wird von der Stadt Wolfsburg nach Möglichkeiten forciert.

    Fazit: Hochwertige Wohnungen sind in Wolfsburg bisherknapp und sind daher gefragt. Aber die ersten günstigeren Wohnungen kommen bald: Unter anderem ab 2018 im Hellwinkel!

    • "Wohnen in Wolfsburg wird immer teurer!"

    Dem wirkt die Wohnbauoffensive entgegen.

    Die Preise auf dem privaten Wohnungsmarkt steigen vor allem, weil das Angebot so knapp und die Nachfrage so groß ist. Eigentümer finden derzeit auch zu überteuerten Preisen Mieter und Käufer, weil diese keine andere Wohnung finden. Weiterhin gibt es viele preiswerte Wohnungen in Wolfsburg: In den über 20.000 Wohnungen von den Wohnungsbaugesellschaften kostet die Miete durchschnittlich rund 6 Euro pro QM. Jährlich finden 2.000 bis 3.000 Haushalte in Wolfsburg eine neue Wohnung zu einem erschwinglichen Preis in diesen Beständen der Wohnungsgesellschaften. In der Mietmarktanalyse 2017 sind genaue Zahlen zur (Miet-)Wohnungslage in Wolfsburg aufgeführt.

    Die meisten preiswerten Wohnungen sind jedoch belegt – viele auch von Menschen, die sich modernere und größere Wohnungen und Häuser leisten möchten. Wenn sie Wohnräume nach ihren Ansprüchen finden, werden ihre Wohnungen wieder frei. Auch vorhandene Wohnungen werden nach heutigen Anforderungen modernisiert. Die Neuland und Volkswagen Immobilien haben umfangreiche Modernisierungsprogramme aufgelegt.

    Fazit: Derzeit ist es schwierig, preiswerte Wohnungenzu finden. Das kann sich nur durch Neubau und die Ausweitung des Wohnangebots ändern.

    • "Die Planung und Umsetzung der Wohnbauprojekte dauert viel zu lange!"

    Bis die ersten Häuser und Wohnungen bezugsfertig sind, dauert es meist Jahre. Viele rechtliche und planerische Schritte sind einzuhalten, damit attraktive Wohnräume entstehen.

    Zunächst einmal müssen Untersuchungen gemacht werden, ob sich die Fläche für Wohnbau eignet. Dann muss ein städtebauliches Konzept erstellt werden: Was für Wohnformen soll es geben? Wie viel Freifläche soll bleiben? Wie soll die Verkehrsanbindung sein? Soll es dort neue Bildungs-, Freizeit- und Versorgungseinrichtungengeben? Soll Wert auf ökologisches Bauen gelegt werden? Welche technischen Anforderungen gibt es? 

    Danach gilt es, einen Investor zu finden. Später müssen städtebauliche Rahmenbedingungen festgelegt werden. Zu mindestens drei Zeitpunkten müssen die Zwischenstände der Planung in den betroffenen Ortsräten, im Planungs- und Bauausschuss sowie im Rat der Stadt Wolfsburg beraten und die Weiterverfolgung beschlossen werden. Wichtig ist dabei die Einbindung der Bürger. Sie haben die Möglichkeit, Änderungen anzuregen und prüfen zu lassen.

    Schließlich müssen neue Gebiete erst einmal mit Versorgungsleitungen und Straßen erschlossen werden. Erst dann kann der Bau der Gebäude beginnen. In Baulücken oder bei nachträglichen Umbauten im Bestand kann es schneller gehen. Die Effekte der Wohnbauoffensive sind davon abhängig, in welchem Umfang und in welcher Geschwindigkeit es der Verwaltung gemeinsam mit der Politik und den Bürgern gelingt, die Rahmenbedingungen für den Bau neuer Wohnungen zu schaffen.

    Fazit: Ausgewogene und gute Lösungen für neue Wohnquartiere brauchen Zeit.

    • "Unsere Straßen können den Verkehr durch die neuen Bürger nicht mehr aufnehmen!"

    Die Straßen in und um Wolfsburg sind höher belastet als früher – vor allem durch die Pendler aus dem Umland.

    Die Verkehrslast auf den Straßen in und um Wolfsburg ist sehr hoch – insbesondere zu Zeiten des Berufsverkehrs, vor allem durch die rund 78.000 Pendler. Durch die neuen Wohngebiete werden nicht mehr Menschen auf Wolfsburgs Straßen unterwegs sein. Denn viele von ihnen sind jetzt schon regelmäßig hier unterwegs – auf dem Weg von ihrem bisherigen Wohnort zur Arbeit, zum Einkaufen,zu den Freizeitangeboten oder zum Arzt in Wolfsburg. 

    Viele Pendler haben keine Möglichkeit, den ÖPNV oder das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit zu nutzen. Lösungen:

    1. Kurze Wege zwischen Wohnen, Arbeiten und Leben, bestenfalls im 5 KM- Radius.
    2. Menschen motivieren, Wege zu Fuß, auf dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
    3. Verkehr bewusst lenken: Einige Straßen für viel Verkehr ausbauen, andere für Durchgangsverkehr unattraktiv machen, gute ÖPNV-Anbindung für die Wohngebiete.
    4. Neue Mobilitätsangebote schaffen, z.B. Fahrzeug-Sharing, Elektro-Mobilität, Leitsysteme.

    Fazit: Ja, wir brauchen für die neuen Wohnquartiere auch neue Verkehrskonzepte, die den Verkehr minimieren.

    • "Wolfsburg verliert durch die Wohnbauoffensive seinen Charakter als grüne Stadt!"

    Nein, allerdings werden in der Kernstadt einige freie Flächen bebaut.

    Durch die Wohnbauoffensive wird die Erholungsfläche in Wolfsburg nur um 3,1 % geringer, die landwirtschaftliche Fläche verringert sich um 3,7 %.
    Für die neu bebauten Flächen werden zum Ausgleich andere Flächen mit neuem attraktiven Grün entwickelt.

    Auch in den neuen Wohnquartieren gibt es immer Grün- und Erholungsflächen mit hohen Freiraumqualitäten. Wolfsburg bleibt einer der grünsten Städte Deutschlands.

    Fazit: Es werden freie Flächen in der Kernstadt bebaut. Für die direkten Anwohner mag es ein Verlust sein. Aber jeder Wolfsburger wird weiterhin viele Erholungsflächen in seiner Nähe haben.

    • "Die neuen Wohngebäude passen nicht in die bestehenden Wohngegenden!"

    Eine Grafik zeigt die Entwicklung des benötigten Wohnraum für Wolfsburger Bürger über die letzten 50 Jahre

    Es entstehen moderne Gebäude inmitten traditionsreicher Stadtteile – mit viel Rücksicht auf ihre Umgebung.

    Die neuen Wohnhäuser sollen aktuellen Ansprüchen gerecht werden und das spiegelt sich auch in ihrem Äußeren wieder.

    Bei dem Wettbewerb der Entwürfe von Stadtplanern und Architekten ist ein entscheidendes Kriterium, wie gut die Vorschläge sich in die architektonische und landschaftliche Umgebung einpassen – in der Anordnung, genauso wie in der Höhe und Optik der Gebäude. Zum Beispiel im Goethepark und später im Hellwinkel.

    Fazit: Die moderne Architektur trifft sicherlich nicht jeden Geschmack. Es wird jedoch viel Wert darauf gelegt, dass sich die neuen Wohngebiete gut in die Stadt eingliedern. Außerdem sollte eine moderne Stadt auch architektonische Akzente mit einem sinnvollen Kontrast zwischen Alt- und Neubau setzen.

    • "Es wird an Stellen gebaut, wo es aufgrund der Beschaffenheit des Bodens langfristig zu Schäden kommen wird!"

    Nein, Flächen werden nur für den Bau freigegeben, wenn ihre Beschaffenheit intensiv geprüft wurde.

    Es finden im Vorfeld Prüfungen durch externe und interne Experten statt, zum Beispiel Boden-, Artenschutz- und Verkehrsgutachten.

    Wenn es auf einer Fläche nicht bebaubare Gebiete gibt (etwa hochwertige ökologische Bereiche), wird die Bebauung entsprechend angepasst. Zum Beispiel wird im neuen Stadtquartier zwischen Nordsteimke und Hehlingen der Bereich um das Moor nicht bebaut.

    Fazit: Die örtlichen Belange jedes einzelnen Gebietes werden berücksichtigt.

    Drei Sachbearbeiter sitzen am Tisch und diskturieren mit einem InvestorVon den ersten Überlegungen, auf einer Fläche neuen Wohnraum zu errichten, bis die ersten Häuser stehen vergehen Jahre. Warum dauert das so lange? Stadtplanerin Stefanie Meier* gibt uns Einblicke in ihre Arbeit.

    Lesen Sie hier weiter....

    *Da die Stadtplanerin nicht sich persönlich sondern die Arbeit ihres Teams in den Vordergrund stellen möchte, erscheint der
    Artikel mit einem von der Redaktion ausgedachten Namen. Die Angaben in dem Text entsprechen jedoch wahren Gegebenheiten.

    Comichafte Abbildung einer Frau und von einem Auto, Fahrrad und Bus mit der Aufschrift: Pendler, Arbeitsweg, Mitfahrgelegenheit, Freizeit, Sharing, Verkehrsberuhigung

    Der Wohnen & Bauen Masterplan 2020 ist darauf ausgerichtet, dass erst gar nicht viel Verkehr entsteht. Wohnraum wird möglichst nah an den Arbeitsplätzen und Versorgungseinrichtungen der meisten Menschen geschaffen. Die kurzen Wege sind schnell zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV) zurückgelegt.

    Im Süd-Osten Wolfsburgs gibt es die Chance, zusammen mit den neuen großen Wohnquartierenden Verkehr von Beginn an nach aktuellen und künftigen Anforderungen zu gestalten. Dafür wurde ein eigenes Verkehrskonzept für den Süd-Osten der Stadt entwickelt. 

    Zentrale Bestandteile des Konzeptes sind: 
    • die alternative Grüne Route für den Nahverkehr
    • Förderung des Radverkehrs
    • sowie Angebote der Mobilität in Wolfsburg

    Außerdem berücksichtigt das Verkehrskonzept natürlich auch Lösungen für den Kfz-Verkehr.

    Zum Verkehrskonzept für den Süd-Osten der Stadt wechseln

    Zeitstrahl zeigt die Zwischenziele der Wohnbauoffensive: Bis 2014 soll 500 Wohneinheiten, bis 2016 ca. 1.000 Wohneinheiten, bis 2018 ca. 1.500 Wohneinheiten und bis 2020 ca. 3.000 Wohneinheiten realisiert werden

    … und braucht dringend mehr attraktiven Wohnraum! Wolfsburg entwickelt sich so dynamisch wie kaum eine andere Stadt in Deutschland. Auch im vergangenen Jahr ist Wolfsburg weiter gewachsen: 

    • 125.309 Einwohner (2016)
    • Über 130.000 Einwohner in 2020 laut Bevölkerungsprognose 2015
    • 119.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2016) (+ 1.000 im letzten Jahr; + 13.500 in den letzten fünf Jahren)
    • rund 78.000 Einpendler (2016)
    • hohes Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 136.000 Euro (2014)

    Wolfsburger Wohnungsmarkt:

    • Wohnungsleerstand unter 1 %
    • Rund 5.000 Wohnungssuchende auf den Wartelisten der Wohnungsbaugesellschaften
    • Rund 3.800 registrierte Interessenten für ein Baugrundstück (Ende 2016)
    • Attraktivste deutsche Stadt für Immobilieninvestoren (Lübke & Kelber 2015)
    • 26.000 Wohngebäude (Zensus 2011)
    • 69.000 Haushalte (Einwohnermelderegister)
    • 37 % in Ein- und Zweifamilienhäusern (Zensus 2011)
    • 63 % in Mehrfamilienhäusern (Zensus 2011)
    • ca. 60 % der Mietwohnungen in Besitz der örtlichen Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften (Zensus 2011)
    • durchschnittlich 1,9 Personen pro Haushalt (Einwohnermelderegister)
    • 64 % des Wohnungsbestandes aus den Jahren 1950-1979 (Zensus 2011)

    Vier Symbolfiguren mit der Aufschrift "Wolfsburg wächst weiter"

    Mit der Wohnbauoffensive deckt Wolfsburg den Bedarf an Wohnraum, der seit Jahren da ist.

    Fachkräfte kommen nur nach Wolfsburg, wenn sie hier auch Wohnraum nach ihren Vorstellungen finden. Insbesondere weil Wolfsburg sich gemeinsam mit Volkswagen im Projekt #WolfsburgDigital zum Vorreiter im Bereich der Digitalisierung entwickelt, ist es wichtig, dass es den dafür benötigten Fachkräften ein ideales Arbeits- und Wohnumfeld bietet.

    Ein Bevölkerungszuwachs ist wichtig, damit Wolfsburg seiner Wirtschaftskraft gerecht werden kann.

    Wolfsburg wird durch mehr Einwohner und die wirtschaftlichen Effekte der Wohnbauoffensive krisenfester.

    In der Wohnbauoffensive entsteht Wohnraum für verschiedene Ansprüche. Sie fördert die soziale Durchmischung der Stadt.

    Die Wohnbauoffensive wirkt der Veralterung der Stadt entgegen und bedient gleichzeitig die Nachfrage nach Single-Wohnungen.

    Der Wohnungsmarkt entspannt sich durch mehr Angebote. Miet- und Kaufpreise bleiben bezahlbar.

    Die Einpendlerquote sinkt und die Nah-Mobilität in der Stadt wird gestärkt.

    Für eine künftige positive Entwicklung werden attraktive Rahmenbedingungen geschaffen.

    Von dem begleitenden Ausbau der Infrastruktur wie neuen Plätzen, Kitas, Senioreneinrichtungen, Nahversorgung und neuen Mobilitätslösungen profitieren auch die bisherigen Einwohner sowie die lokale Wirtschaft.

    Stimmen aus der Stadt

    Gesprächsrunde Doppelinterview (v.l.: Michael Leipelt, Dennis Weilmann, Hans-Dieter Brand)Die Geschäftsführer von Volkswagen Immobilien, Michael Leipelt, und der städtischen Wohnungsgesellschaft Neuland, Hans-Dieter Brand, schildern in einem Interview mit Dennis Weilmann, Leiter des Referates Kommunikation der Stadt Wolfsburg, ihre Sicht auf den Wolfsburger
    Wohnungsmarkt von heute und morgen.

    // Was zeichnet den Wolfsburger Wohnungsmarkt aus?

    Leipelt: In den letzten fünf bis sechs Jahren würde ich den Wolfsburger Wohnungsmarkt als dynamisch mit sehr hoher Nachfrage bezeichnen. Dadurch haben wir auch sehr wenig Leerstand. Seit Jahrzehnten engagieren wir uns als Wohnungsunternehmen und Immobiliendienstleister hier am Standort und unterstützen aktiv die Wohnbauoffensive der Stadt mit einem eigenen Wohnungsneubauprogramm. Die hohe Nachfrage nach modernen und zeitgemäßen Wohnraum bietet die Chance, innerstädtische Flächen zu optimieren, ohne den Charakter einer grünen Stadt aufzugeben. Das Interesse an Wolfsburg ist im Übrigen auch bei externen Investoren ungebrochen hoch, wie wir aktuell bei unserem Großbauprojekt Steimker Gärten deutlich spüren.

    Brand: Die Neuland wird 2018 bereits 80 Jahre alt und hat als Tochter der Stadt von Beginn an mitgewirkt, Wolfsburg aufzubauen und zu entwickeln. Die Anforderungen haben sich allerdings verändert. In den 50er und 60er Jahren wurde schnell günstiger Wohnraum benötigt, heute kommt es viel mehr auf das Quartier an, auf Infrastruktur und auf ein gewisses Maß an Komfort. Auch wir bauen wieder verstärkt und haben bereits die ersten Projekte fertiggestellt und weitere in Vorbereitung.

    // Welche Bedeutung hat die Wohnbauoffensive für Sie und Ihr Unternehmen?

    Brand: Mit der Wohnbauoffensive schaffen wir es, dass die wichtigsten wohnwirtschaftlichen Unternehmen Wolfsburgs an einem Strang ziehen und die Stadt gemeinsam weiterentwickeln. So können wir viel nachhaltiger und flächendeckender Strukturen schaffen, die allen Bewohnern zugutekommen. Wir haben bereits begonnen, uns auf die zukünftigen Herausforderungen einzustellen – auf der einen Seite immer mehr ältere Mieter, die alleine wohnen, auf der anderen Seite die jungen, technikaffinen Singles und Kleinfamilien. Für beide sehr unterschiedlichen Gruppen gibt es bei uns Konzepte, die wir stringent umsetzen, ohne dabei die Menschen aus den Augen zu verlieren. Barrierearmut versus Glasfasernetz könnte man sagen.

    Leipelt: Für Volkswagen Immobilien hat die Wohnbauoffensive eine immens hohe Bedeutung. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Technik und dem Vertrieb arbeiten sehr eng zusammen, um technisch und qualitativ hochwertige Wohnungen zu schaffen, die auf dem Markt gefragt sind. Wir haben die Chance, ein zukunftsfähiges Wolfsburg mitzugestalten und Quartiere nachhaltig zu entwickeln. Letztlich ist die Wohnbauoffensive der einzig richtige Weg, um mit neuen Angeboten Entspannung in den Markt zu bringen und Mietpreise moderat zu halten. 

    // Wegen der zuletzt schwierigen Lage bei Volkswagen haben einige an dem weiteren Wachstum Wolfsburgs gezweifelt. Warum investieren Sie weiterhin in den Wohnungsbau?

    Michael Leipelt, Geschäftsführer Volkswagen ImmobilienLeipelt: Wir glauben an die Innovationskraft von Volkswagen, der Stadt Wolfsburg und all der Versorger, die dazu beitragen, dass wir ein Quartier wie die Steimker Gärten realisieren können. Wir sind uns sicher, dass die aktuellen Herausforderungen bewältigt werden.

    Brand: Auch wir sind zuversichtlich, dass sich die Situation von Volkswagen stabilisieren wird. Bislang gibt es aus unserer Sicht keinen Grund, an einen Rückgang der Nachfrage zu glauben. Ganz im Gegenteil – die Zahl der Wohnungssuchenden steigt weiterhin an und wir haben kaum Leerstände. Über viele Jahre hinweg wurde in Wolfsburg nicht oder kaum gebaut. Deshalb entstand eine Art Nachfragestau. Wir merken dies beispielsweise bei unserem Neubauprojekt Goethepark. Viele unserer Bestandsmieter haben auf diese Art der qualitativen Verbesserung im Quartier gewartet und sind dort direkt eingezogen. Sie wollten sich verbessern, aber am Standort bleiben. Die dadurch freigewordenen Wohnungen sind preislich günstiger und auch direkt wieder vermietet. 

    // Viele Menschen beschweren sich, dass die Mieten in den Neubauten zu teuer sind – dabei sind die Neuland und Volkswagen Immobilien nicht rein profitorientiert. Ist das nicht ein Widerspruch?

    Leipelt: Auf den ersten Blick könnte man das meinen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs hat vor Kurzem eine Analyse des Mietniveaus in Wolfsburg vorgestellt, bei der die drei großen Wohnungsgesellschaften mit dabei waren. Es hat sich gezeigt, dass durchaus bezahlbarer Wohnraum in der Stadt zur Verfügung steht. So werden 85 Prozent des VWIWohnungsbestands derzeit unter 7 Euro pro Quadratmeter (netto/kalt) vermietet. Um Profit zu erwirtschaften, müssten wir eigentlich mit ganz anderen Mieten auf dem Markt sein. Volkswagen Immobilien ist zwar der Wirtschaftlichkeit verpflichtet, aber nicht renditegetrieben und hat gleichzeitig den Auftrag von der Arbeitnehmervertretung, bezahlbaren Wohnraum anzubieten.

    Hans-Dieter Brand, Geschäftsführer NeulandBrand: Natürlich müssen auch wir ein Stück weit profitorientiert sein, wobei die Frage der Marge und die Frage der Betrachtung wesentlich sind. Als kommunales Unternehmen sind wir in der glücklichen Lage, sehr langfristige Betrachtungen anstellen zu können. Die aktuellen Neubauprojekte sind auf den ersten Blick nicht profitbringend. Das funktioniert nur auf ganz lange Sicht. Wir achten darauf, dass nach 25 bis 30 Jahren die Finanzierung abbezahlt ist und durch die Wertentwicklung der Wohnungsbau doch wieder profitabel ist.

    Leipelt: Hinzufügen möchte ich noch, dass wir hier seit Jahren ohne weitere Förderprogramme agieren. Um diese für Investoren attraktiv zu gestalten, ist der Gesetzgeber, die Bundes- und Landespolitik, gefordert.

    // Herr Brand, warum reißt die Neuland in Detmerode und Westhagen Hochhäuser mit vielen Wohnungen ab? Beschert das nicht noch zusätzliche Wohnungssuchende?

    Brand: In der Dessauer Straße in Westhagen stehen schon seit einigen Jahren 140 Wohnungen leer, weil sie nicht mehr vermietbar sind. Ein Wiederbeleben dieser Wohnungen würde einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeuten. Auch in den übrigen 60 Wohnungen, die noch bezogen sind, haben wir Schadstoffe in einem Umfang festgestellt, die eine Wiedervermietung unmöglich machen. Deshalb und vor allem auch für die städtebauliche Weiterentwicklung von Westhagen wird dieser Bereich zurückgebaut. Langfristig wird das zu einer Stärkung des Stadtteils führen. Weil wir dort allein 2.000 Wohnungen haben, ist das für die Neuland natürlich eine lohnende Perspektive. Bei dem Kauf von „Don Camillo“ und „Peppone“ in Detmerode sind wir nicht davon ausgegangen, dass wir sie abreißen werden. Dort ist allerdings das Problem mit den Schadstoffen noch größer als in der Dessauer Straße, sodass wir auch da freiwerdende Wohnungen gar nicht neu vermieten dürfen. Eine Sanierung wäre wiederum aus heutiger Sicht unverhältnismäßig teuer. Außerdem müsste man dabei genauso die Häuser leer ziehen. Wann immer jemand auszieht, dürfen wir seine Wohnung nicht neu belegen. Deswegen gibt es wahrscheinlich auch hier keine Alternative zum Abriss und Neubau.

    // Nach was fragen die Menschen, die sich bei Ihrem Unternehmen nach einer Wohnung erkundigen? Was sind die aktuellen Wohn-Trends?

    Leipelt: Den Menschen ist in jedem Fall Komfort sehr wichtig. Wunschausstattungen wie Einbauküchen und Bodenbeläge sowie eine gewisse Individualität sind gefragt. Das spüren wir an unseren bisherigen Neubauvorhaben in Fallersleben und am Salzteich. Hier haben wir offensichtlich die Wünsche und Erwartungen erfüllen können. Alle neuen Wohnungen sind bereits vermietet. Außerdem gibt es einen stärkeren Bedarf nach barrierearmen Wohnungen, die wir im Bestand mit altersgerechten Wohnungsumbauten im Rahmen unseres Programms „Wohnen Plus“ bedienen. Aber auch die vernetzte, smarte Wohnung ist zunehmend ein Thema. 

    Brand: Bei uns sieht das ein wenig anders aus. Natürlich haben wir auch diese Klientel bei einigen unserer Neubauprojekte. Ansonsten sind nach wie vor kleine Wohnungen gefragt. Wir können 1- und 2-Zimmer-Wohnungen ohne Probleme vermieten. Bei den größeren Wohnungen ist die Nachfrage nicht ganz so hoch. Barrierearme Wohnungen sind gefragt – allerdings nicht so sehr barrierefreie im Sinne von rollstuhlgerechten Wohnungen. In der Neuen Burg in Detmerode zum Beispiel haben wir noch keine Interessenten für zwei behindertengerechte Wohnungen gefunden, weil etwa die Türklinken extra für Rollstuhlfahrer niedrig angebracht sind. Das brauchen viele Menschen natürlich nicht. In Zukunft werden wir wohl eher nachrüsten als von vornherein so barrierefrei zu bauen. 

    // Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfsburg?

    Brand: Im Großen und Ganzen funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend und wird sogar stetig besser. Beide Seiten bemühen sich sehr, gemeinsam eine gute Lösung zu finden. Manchmal würde man sich als Investor ein bisschen mehr Stringenz, noch straffere Prozesse und schnellere Ergebnisse wünschen. Im Vergleich zu anderen Kommunen ist die Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfsburg jedoch fantastisch.

    // Reichen die anvisierten 6.000 Wohneinheiten bis 2020?

    Leipelt: Wir denken, dass auch mit den Umbrüchen bei Volkswagen die Kollegeninnen und Kollegen, die in den Ruhestand gehen, größtenteils weiterhin in Wolfsburg wohnen bleiben und sicher ihre Miete zahlen können. Zusätzlich glauben wir an die Innovationskraft des Standorts, die Ansiedlung von weiteren Mobilitätsdienstleistern und dass damit neue Arbeitsplätze entstehen. So wie es die Herren Müller und Osterloh im Zukunftspakt vereinbart haben. Wenn das eintritt, kann es auch mit den 6.000 zusätzlichen Wohneinheiten schnell eng werden.

    // Wie, glauben Sie, wird der Wolfsburger Wohnungsmarkt 2025 aussehen?

    Brand: Aus meiner Sicht wird die Demografie und damit das Thema Barrierearmut eine Rolle spielen. Schon jetzt haben wir viele ältere Mieter. Das wird in den bestehenden, teilweise denkmalgeschützten Gebäude Herausforderungen mit sich bringen. Auch über alternative Wohnformen muss man nachdenken, zum Beispiel über mehr gemeinschaftliches Wohnen.

    Leipelt: Wolfsburg ist ein spezieller Markt. Einerseits werden wir energetisch aufgewertete Bestandsbauten haben, andererseits die neuen Stadtquartiere mit einer speziellen Ausstattung etwa an digitalen Diensten sowie einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Ich bin aber auch gespannt, wie die Wolfsburger sich darauf einstellen, wenn das Auto, statt vor der Haustür zu stehen, selbst in der Parkgarage oder auf einem zentralen Parkplatz parkt. Außerdem wird es auch Zuzügler geben, die lediglich für eine gewisse Zeit in Wolfsburg arbeiten und leben. Darauf stellen wir uns mit neuen Angeboten wie Business Apartments ein. Wolfsburg wird ein spannender Wohnungsmarkt mit Perspektive bleiben.

    Brand: Insgesamt wird der Wolfsburger Wohnungsmarkt genauso vielfältig sein wie die Einwohner und Lebensstile in der Stadt.


    Sie können das Video auch hier bei Vimeo ansehen.


    Sie können das Video auch hier bei Vimeo ansehen.

    Beate und Michael Korn sitzen auf dem Sofa beim Interview Anmerkung: Michael und Beate Korn haben mittlerweile (Ende 2016) eine Wohnung gefunden und sind nach Wolfsburg zurückgezogen.

    // Herr Korn, warum leben Sie in Gifhorn und wollen unbedingt zurück nach Wolfsburg?

    In der Zeit habe ich in verschiedenen Stadtteilen gewohnt. Durch mehr Einkommen konnte ich mich stetig im Komfort verbessern. Ich habe sogar Zeiten erlebt, in der mir offensiv Wohnungen angeboten wurden.
    Vor drei Jahren habe ich wieder etwas Neues für meine Frauund mich gesucht. Ich habe mich in ganz Wolfsburg und Umgebung umgeschaut, habe aber nichts nach unseren Vorstellungen gefunden. Entweder waren es Wohnungen, in denen wir uns überhaupt nicht wohl gefühlt hätten, oder sie waren sehr sehr teuer. Dann haben wir diese Wohnung in Gifhorn gefunden. Die Lebensqualität geht uns allerdings durch den äußerst stressigen Arbeitsweg nach Wolfsburg verloren. Weil uns das Pendeln so belastet und weil wir uns in Wolfsburg sehr wohl fühlen, haben wir vor gut einem Jahr den Entschluss gefasst, wieder eine Wohnung in Wolfsburg zu suchen.

    // Was genau belastet Sie so sehr an Ihrem Arbeitsweg?

    ‣ Beate Korn: Ich muss, wenn ich Frühdienst habe, pünktlich um 7.30 Uhr am Laagberg sein. Für diese 23 Kilometer von unserer Wohnung im Zentrum von Gifhorn bis dorthin brauche ich mindestens 45 Minuten, weil zu der Berufsverkehrszeit alle Straßen voll sind. Am letzten Mittwoch bin ich statt um 6.45 Uhr acht Minuten später losgefahren. Deshalb habe ich über eine Stunde nach Wolfsburg gebraucht.

    ‣ Michael Korn: Manch einer sagt, man könne zumindest die Zeit des Nachhausewegs nutzen, um die Arbeit hinter sich zu lassen und herunterzukommen. Das ist vielleicht der Fall, wenn ich entspannt 20 Minuten fahre. Aber nicht wenn ich 45 Minuten lang immer konzentriert fahren muss! Die Straßen sind auf dem Weg immer voll, die Situation ist immer angespannt. Hat man einen LKW oder ein Baustellenfahrzeug vor sich, sind alle ungeduldig und versuchen die nächste Möglichkeit zu erhaschen, um zu überholen. Das ist der tägliche Wahnsinn! Da ist nichts mit Entspannung!

    ‣ Beate Korn: Obwohl ich ein positiver Mensch bin, bin ich schon angespannt, bevor ich morgens in mein Auto einsteige, weil ich den Arbeitsweg vor Augen habe. Wir wohnen im Zentrum von Gifhorn. Deshalb muss ich erst einmal durch die Stadt. Wenn ich Pech habe, ist auf der Konrad-Adenauer-Straße die Schranke unten, weil ein Zug kommt.Die circa 13 Minuten bevor ich vom Calberlaher Damm auf die Kreisstraße 114 fahre, sind aber noch recht entspannt. Auf der K114 geht dann der Wahnsinn los! Die ist, wenn ich auffahre, bereits voll mit Pendlern aus Celle und Braunschweig und dort fahren auch viele LKWs. Deswegen bleibe ich nur einen guten Kilometer auf der Kreisstraße und nehme lieber den Weg über die Dörfer, weil ich da – wenn auch mit maximal 50 Stundenkilometern – fahren kann und nicht stehe.
    Auf der Tangente, der Landesstraße 292, kommen wiederum einige Autos aus Braunschweig hinzu. Ab dort geht es nur Schritt für Schritt weiter und man braucht für fünf Kilometer manchmal sogar eine halbe Stunde.
    Es sind immer nur kurze Strecken, wo man richtig fahren kann, ansonsten ist durchgängig von Gifhorn bis nach Wolfsburg Stop and Go. Und wenn irgendwo ein kleiner Unfall ist oder eine kleine Baustelle, dann geht nichts mehr.

    ‣ Michael Korn: Und auf dem Rückweg ist es oft nicht anders. Ich kann ja nicht einmal das Abendessen pünktlich für Beate fertig haben, wenn sie nach dem langen Tag nach Hause kommt, weil ich nie weiß, wie lange sie braucht. Man kann ganz schlecht planen und muss wahnsinnig flexibel sein. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich Gleitzeit habe und dadurch oft besser planen kann. Aber wenn ich morgens einen Termin habe, kann ich natürlich auch nicht zu spät kommen. In Wolfsburg angekommen, muss ich noch Zeit einplanen, um einen Parkplatz zu finden. Den habe ich auch nicht direkt vor dem Büro. Womöglich regnet es dann noch. Man muss schon ein sehr fröhlicher Mensch sein, um trotz allem gut gelaunt am Arbeitsplatz zu erscheinen. Und es geht sehr vielen Kolleginnen und Kollegen genauso. Das ist ein Thema, das viele berührt.

    // Warum war Ihre Suche nach einer Wohnung in Wolfsburg bisher erfolglos?

    ‣ Michael Korn: Die Wohnungen, die uns bisher angeboten wurden, waren entweder zu klein oder sie befanden sich in den umliegenden Orten. Das kommt für uns nicht in Frage. Ich möchte zentral in Wolfsburg wohnen. Denn auch um aus den Vororten zur Arbeit zu kommen, steht man mit den Pendlern auf den Einfahrtstraßen im stockenden Verkehr. Die Verkehrsinfrastruktur muss unbedingt weiterentwickelt werden! Ideal wäre für uns eine Wohnung im Zentrum von Wolfsburg. Dann könnte sowohl Beate mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zum Laagberg kommen als auch ich ins Werk. Außerdem haben wir es dann nah zu den vielen Kulturangeboten sowie zu den Ämtern. Wir können zu Fuß zum Einkaufen in die Innenstadt gehen, zu den Designer Outlets, in die Autostadt oder auch zum Sport in die Fitness-Studios. Wolfsburg hat ja in den letzten Jahren tolle Angebote geschaffen, auch mit dem phaeno und dem Badeland! Und trotz all dieser Entwicklungen ist Wolfsburg ja immer noch eine sehr grüne Stadt. Das gefällt mir!

    ‣ Beate Korn: Wir stehen auf den Wartelisten von Volkswagen Immobilien und der Neuland. Aber bisher bekommen wir nur sehr wenige Angebote. Wahrscheinlich werden zunächst Personen bevorzugt, die eine noch schlechtere persönliche Ausgangssituation haben, etwa Familien mit Kindern, die nicht mehr länger in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung wohnen können, oder Menschen, die noch gar keine Wohnung in der Nähe haben. Das ist ja auch verständlich!

    ‣ Michael Korn: Nichtsdestotrotz möchten wir uns bei einem erneuten Umzug nicht verschlechtern. Es muss für alle eine passende Wohnung da sein! Wir möchten eine komfortable 100- bis 120-Quadratmeterwohnung – und das zur Miete. Ich möchte keine teure Eigentumswohnung, die ich bis zu meinem Lebensende abzahle. Toll wäre es langfristig, wenn die Wohnung auch barrierefrei wäre.

    // Können Sie uns Ihre Erfahrungen bei der Wohnungssuche etwas näher beschreiben?

    ‣ Michael Korn: Man wird von den Wohnungsgesellschaften schon sehr frühzeitig informiert, bevor der Bau neuer Wohnungen beginnt. In der Information steht dann schon gleich, man solle von weiteren Nachfragen absehen. Daran halte ich mich auch. Es ist ja keinem geholfen, wenn ständig über 2000 Menschen ergebnislos bei den Anbietern anrufen. Wenn Näheres feststeht, wird man ja informiert.

    ‣ Beate Korn: Wir haben es auch schon über private Anbieter und persönliche Tipps probiert. Aber die privaten Anbieter haben es häufig nicht einmal nötig, sich überhaupt zurück zu melden. Viele Wohnungen werden ohne öffentlich angeboten zu werden über persönliche Kontakte vergeben.

    ‣ Michael Korn: In Wolfsburg finden private Anbieter auch immer jemanden, der genügend Einkommen hat, dass er lieber überteuerte Preise für Wohnraum zahlt als noch lange weiter suchen zu müssen.

    // Wie würden Sie Ihre Wünsche für die nahe Zukunft in wenigen Sätzen zusammenfassen?

    ‣ Michael Korn: Wir haben den Luxus, in einer sehr schönen, modernen und komfortablen Wohnung zentral und trotzdem ruhig in Gifhorn zu wohnen. Aber das nützt uns nichts, wenn unsere Lebensqualität durch das nervenaufreibende Pendeln wieder verloren geht. Wir wollen in den nächsten ein bis zwei Jahren unbedingt wieder zurück nach Wolfsburg!

    ‣ Beate Korn: Ich muss noch rund zehn Jahre arbeiten. Man kann schon von einer Belastung und schlechter Lebensqualität sprechen, wenn ich weiterhin ständig diesem Stress auf dem Arbeitsweg ausgesetzt bin. Mein Mann und ich würden die Zeit, die wir momentan auf der Straße verbringen, viel lieber anders nutzen.

    ‣ Michael Korn: Ja, es wäre herrlich, abends noch Zeit zu haben, um zum Beispiel spontan durch die Designer Outlets zu bummeln.

    Klaus Mohrs

    Wie viele von Ihnen habe ich lange darauf gewartet: Endlich geht es 2017 los mit dem Wohnungsbau in den Hellwinkel Terrassen und Steimker Gärten! Und auch für das größte Neubaugebiet zwischen Nordsteimke und Hehlingen schreiten die Vorbereitungen immer weiter voran.

    Einigen Menschen konnten wir seit dem Start der Wohnbauoffensive 2012 bereits den Wunsch nach einer neuen Wohnung oder einem Bauplatz für die eigenen vier Wände erfüllen.

    Doch in den drei großen Quartieren im Osten Wolfsburgs mit insgesamt über 4.000 Wohneinheiten wird die Dimension des Wohnen & Bauen Masterplans 2020 besonders deutlich. Und dort können wir noch mehr als in den kleineren Projekten neue Standards für modernes städtisches Wohnen in Wolfsburg setzen.

    Die Neubaugebiete bereichern die bestehenden Stadt- und Ortsteile, indem sie neben tollen neuen Plätzen für Begegnungen auch eine neue Infrastruktur von Kitas über Senioreneinrichtungen bis hin zu zukunftsweisenden Mobilitätsangeboten und schnellen Internetverbindungen mit sich bringen.

    Dennoch ist schon jetzt abzusehen, dass es auch nach Fertigstellung der 6.000 angestrebten Wohneinheiten mit dem Wohnungsbau weitergehen muss. Immer noch stehen tausende Wohnraumsuchende auf den Wartelisten von Wohnungsgesellschaften und Stadt.

    Außerdem will sich Wolfsburg gemeinsam mit Volkswagen zum Vorreiter im Bereich der Digitalisierung entwickeln. Das gemeinsame Projekt #WolfsburgDigital bedingt auch, dass wir den dafür benötigten Fachkräften ein ideales Arbeits- und Wohnumfeld bieten.

    Ihr

    Klaus Mohrs

    Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg

    Beitrag kommentieren

    Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Erforderliche Felder sind markiert *
    Zu den Nutzungsbedingungen von wolfsburg.de

    ABSCHICKEN

    VIELEN DANK Ihr Kommentar ist bei uns eingegangen. Dieser wird nun redaktionell geprüft und anschließend veröffentlicht. OK

    Hinweis Beim Absenden ihres Kommentars ist leider ein Fehler aufgetreten. Bitte kontaktieren Sie uns stattdessen über das Kontaktformular. OK

    Ausschnitt einer Wolfsburg Karte

    Wohnbauprojekte und Baugebiete

    Der aktuelle Stand der 62 Projekte

    Ein Mann lehnt an seinem Auto

    Wohnen & Bauen Masterplan 2020

    Videoclip: Wohnraumsuchende erzählen ihre Geschichte

    Der Kampagnenwürfel zur Wohnbauoffensive mit der Aufschrift: Wohnen&Bauen Masterplan 2020

    Prominente Fürsprecher

    Was halten eigentlich Klaus Allofs, Marcel Schäfer u.v.m. von der Wohnbauoffensive?

    Ein Haus im Bau

    News: Bauen und Wohnen

    Führung durch Stufenhochhaus und Vortrag zur Nachfolgebebauung

    Noch wenige Plätze für die Veranstaltung am 18.10.2017 frei.
    Pylonen auf Straße und blauer Himmel

    Verkehrskonzept Wolfsburg Südost

    Video gibt kurze Einführung in die Thematik

    Erklärvideo rund um das Thema Verkehrskonzept Wolfsburg Südost nun online.

    Baugrundstück

    Sie möchten ein städtisches Grundstück erwerben?

    Dann tragen Sie sich in die Interessentenliste ein

    Beteiligung

    Die Entwicklung der Wohn- und Bauflächen im Fokus der Öffentlichkeit