Gelingende Integration von Flüchtlingen in Wolfsburg

Beratungen über gesamtstädtische Strategie zur Bildung und Begleitung von Flüchtlingen beginnen

In Wolfsburg leben aktuell rund 1200 Flüchtlinge – darunter auch viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Damit sie sich erfolgreich integrieren können, sind gute Bildungsangebote von entscheidender Bedeutung. Diese Angebote der Wolfsburger Bildungslandschaft sind ausführlich in einem Entwurf zu einer gesamtstädtischen Strategie zur Bildung und Begleitung von Flüchtlingen bis 27 Jahren dargestellt, der ab dieser Woche den politischen Gremien als Vorschlag zur Beratung vorgelegt wird, abschließend dem Rat der Stadt auf seiner Sitzung am 7. Oktober.

„Unser Bildungssystem muss allen Kindern und Jugendlichen eine erfolgreiche Bildungsbiografie ermöglichen - das ist eine Frage der Chancengerechtigkeit“, erklärt Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. „Gerade für Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern oder alleine zu uns geflüchtet sind, leistet Bildung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung ihres Alltags“ ,so Bothe weiter.

Der Entwurf zum Strategiekonzept orientiert sich an der Bildungsbiografie. Auf insgesamt 34 Seiten werden fast 40 verschiedene Maßnahmen und Programme in fünf Handlungsfeldern vorgestellt: beginnend mit Kleinkindern bis zwei Jahren, über Angebote für Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren sowie zwischen sechs und zehn Jahren bis hin zu Programmen für Jugendliche und junge Erwachsene in den Altersgruppen 11 bis 20 und 16 bis 27 Jahren. Eine Reihe dieser Maßnahmen gibt es bereits, andere sind neu.

Ziel ist es, für jedes Kind und jeden Jugendlichen seinem Alter entsprechend geeignete Unterstützungsmöglichkeiten anbieten zu können: zum Beispiel den verstärkten Einsatz von Fachkräften „Frühe Hilfen“ in der Gesundheitsbetreuung und Stadtteilmüttern als Dolmetscherinnen für Eltern mit Kinder bis zwei Jahren, über das Förderkonzept zur Sprachbildung und –förderung in Kindertagesstätten für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren oder mit Hilfe von zahlreichen Programmen zur Sprachförderung für Jugendliche und junge Erwachsene. Darüber hinaus werden unter anderem auch Angebote zur Berufsqualifikation und zum Einstieg in ein Studium aufgelistet.