Erster Kinderbeirat der Stadt gegründet

Rund 30 Kinder sprechen bis Ende des Schuljahres über ihre Wünsche und Vorstellungen für Wolfsburg

Erster Kinderbeirat © Der Kinderbeirat mit Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Elisabeth Pötsch und Katrin Binius.Premiere in Wolfsburg: Der erste Kinderbeirat der Stadt hat sich gegründet. Rund 30 Kinder im Alter zwischen acht und dreizehn Jahren sind heute als Mitglieder des Kinderbeirates ernannt worden. Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Elisabeth Pötsch, Schirmherrin und Mitglied der Sachverständigenkommission, übergaben den Kindern im Ratssitzungssaal ihre Mitgliedsausweise.

„Mit dem Kinderbeirat geben wir den Kindern in dieser Stadt die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse und Wünsche in die Verwaltung und die Politik zu tragen“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Ich hoffe, dass dieser und zukünftige Kinderbeiräte viele positive Impulse für die Entwicklung unseres Gemeinwesens geben werden“, so Mohrs weiter.

Während des Schuljahres 2015/2016 wird sich der Kinderbeirat einmal im Monat treffen. Die Kinder sprechen unter anderem darüber, was sich in ihrem Stadtteil verändern soll oder welche Angebote sie sich in Wolfsburg wünschen. So wird der Kinderbeirat Spiel- und Freizeitangebote testen, aber auch Hilfe für Flüchtlinge ist ein Thema, über das die Kinder sprechen wollen, erklärte die Kinderbeauftragte Katrin Binius: „Die Bandbreite der Themen, die die Kinder interessieren, ist riesig – das hat schon das erste Vorbereitungstreffen gezeigt. Wichtig ist uns auch, die Kinder über ihre Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren.“ Die Gründung des Kinderbeirates ist ein wesentlicher Baustein des Aktionsplanes „Kinderfreundliche Kommune“, den der Rat der Stadt Wolfsburg im Oktober 2014 verabschiedet hat. Durch dieses direkte Beteiligungsinstrument erhalten Verwaltung und Politik einen erweiterten Einblick in die Lebenswelt von Kindern in Wolfsburg. Als Anerkennung für eine aktive Mitarbeit im Kinderbeirat erhalten die Kinder Gutscheine für einen freien Eintritt in diversen Freizeiteinrichtungen.

Für die Erarbeitung des Aktionsplans, der neun Maßnahmen zur Steigerung der Kinderfreundlichkeit beinhaltet, wurde die Stadt Wolfsburg im November 2014 mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Der Aktionsplan wird bis Ende 2018 umgesetzt. Begleitet wird die Pilotkommune Wolfsburg durch den Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ und eine Sachverständigenkommission, die die Maßnahmen des Aktionsplans auf Umsetzbarkeit überprüft und ein Votum zur Siegelvergabe abgibt. Als städtische Schirmherrin und Mitglied der Sachverständigenkommission hat Elisabeth Pötsch das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ für Wolfsburg von Anfang an begleitet und die Stadt Wolfsburg hinsichtlich der lokalen Umsetzung der Kinderrechte beraten.