Entwicklungspolitik

Kommunale Entwicklungszusammenarbeit

Mit dem Bereich „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ verfügt das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen über ein neues und weiteres Standbein kommunaler internationaler Zusammenarbeit. 

Manfred Hüller, Nora Mühling, Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Seit dem 1. Januar 2017 verfügt die Stadt Wolfsburg über eine Personalstelle zugunsten des entwicklungspolitischen Engagements der Stadt. Diese wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit ist Nora Mühling im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen tätig. Nach der zweijährigen Förderphase (2017/18) profitiert Wolfsburg als eine der ersten fünf Kommunen in Deutschland nun von einer Folgeförderung des BMZ bis Ende 2020.

Zeichnung einer grünen Glühbirne

Weiterführende Informationen zur Initiative „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik: Initiative zur Förderung einer Personalstelle zur Koordination und Umsetzung entwicklungspolitischen Engagements in Kommunen“

Förderer und Unterstützer des Projekts


Ratsbeschluss über „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“

In der Ratssitzung vom 7. Februar 2018 beschloss der Rat mehrheitlich die Anerkennung  der „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ als Aufgabengebiet der Stadt Wolfsburg im Sinne einer Querschnittsaufgabe unter Federführung des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen. Damit wurde ein besonders wichtiger Meilenstein für folgende Schritte im Bereich der entwicklungspolitischen Projektarbeit und ein Zeichen zugunsten des internationalen Engagements gesetzt.

Die gesamte Ratsvorlage finden Sie hier.


Wichtig!

Um Sie weiterhin über Neuigkeiten und Veranstaltungen im Bereich der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit auf dem Laufenden halten zu können, ist eine Einwilligung entsprechend der Datenschutzgrundverordnung notwendig. Bitte senden Sie uns die beigefügte Einverständniserklärung dazu ausgefüllt und unterzeichnet zurück. Ein Widerruf ist jederzeit möglich.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Aktuell

Social Media; Grafik: pixabay.com

Entwicklungspolitisches Engagement goes Social Media

+++ Der geplante Termin für die Veranstaltung fällt aus und wird verschoben. Ein neuer Termin wird zu gegebener Zeit an dieser Stelle bekanntgegeben. +++

Weitere Informationen und Anmeldung unter nora.muehling@stadt.wolfsburg.de


Wolfsburger Kinotage: HEUTE FÜR MORGEN

Anzeige Heute für Morgen - Kinotage 2020 für eine globale nachhaltige EntwicklungFoto: Mühling, Nora (33)Klimawandel, Flucht und Migration, Umweltverschmutzungen und Konsum sind Themen, die alle Menschen weltweit betreffen und in die Verantwortung nehmen. Weil dem so ist, hat sich das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg mit dem Kino im Hallenbad – Kultur am Schachtweg zusammengeschlossen und ein neues Format auf die Beine gestellt. Unter dem Motto "HEUTE FÜR MORGEN" werden ab September 2019 Kinotage für eine globale und nachhaltige Entwicklung veranstaltet, die sich den Themen der Agenda 2030 widmen.

Die geplante Veranstaltung kann auf grund der aktuellen Lage leider nicht stattfinden.




Zahlreiche Wolfsburger Akteure, Vereine, Einrichtungen und Unternehmen engagieren sich bereits weltweit zugunsten eines gerechten Zugangs zu Ressourcen, für Bildungschancen, den Wiederaufbau nach Katastrophen, im Gesundheitsbereich oder für grenzüberschreitende Austausche und Umweltbewusstsein. Die Bandbreite der Aktivitäten und des Engagements ist sehr groß und bewundernswert! 

Das erste Netzwerk- und Kennenlerntreffen des Wolfsburger Forums Entwicklungszusammenarbeit fand am 10. Oktober 2017 im Ratssitzungssaal der Stadt Wolfsburg statt.

Zukünftig wird das Forum halbjährlich zusammenfinden.

Sie haben Interesse an einem Netzwerktreffen, um Erfahrungen aus Ihren Projekten zu teilen oder möchten sich Tipps anderer Akteure holen? Oder würden Sie sich gern in einem der Wolfsburger Projekte engagieren? 

Wenden Sie sich bei Interesse jederzeit an:

Nora Mühling
E-Mail: nora.muehling@stadt.wolfsburg.de

Telefon: 05361 - 28 2851

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Aktuell

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+++ Der geplante Termin für die Veranstaltung fällt aus und wird verschoben. Ein neuer Termin wird zu gegebener Zeit an dieser Stelle bekanntgegeben. +++

Weitere Informationen und Anmeldung unter nora.muehling@stadt.wolfsburg.de






Rückblick

Forum Entwicklungszusammenarbeit mit der Aufschrift "Was hat das mit mir zu tun?"

November 2019: Fünftes Forum Entwicklungszusammenarbeit

Das Forum Entwicklungszusammenarbeit kam am 21.11.2019 zum fünften Mal zusammen. Die Teilnehmenden diskutierten Möglichkeiten zur Festigung des eigenen entwicklungspolitischen Engagements und setzten sich unter anderem mit der Frage „Was hat das mit mir zu tun?“ in der aktuellen Ausstellung „Glänzende Aussichten“ in der Bürgerhalle auseinander. Die Karikaturenausstellung beschäftigt sich kritisch-humorvoll mit den Herausforderungen unserer Zeit. Sie beleuchtet die Zusammenhänge zwischen unserem alltäglichen Leben und den damit verbundenen globalen Auswirkungen. 

Mit Unterstützung von Akteuren aus der Autostadt und des Vereins Hilfe für sozial benachteiligte Kinder in Ghana (HibeKi) e.V. konnten die Teilnehmenden anschließend Beispiele für lokales bzw. internationales Engagement kennenlernen und gemeinsam zu Möglichkeiten der Ausgestaltung ins Gespräch kommen.


Schaubild der Inhalte der Agenda 2030April 2019: Viertes Forum mit Gastvortrag (Bildung trifft Entwicklung)

Neuigkeiten und Erfahrungsaustausche wurden während des Forum am 4. April 2019 durch einen Gastvortrag zum Thema „Deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit: Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit und Nutzen der globalen Nachhaltigkeitsziele für die entwicklungspolitische (Bildungs-)Arbeit“ ergänzt. Anknüpfend an die Ergebnisse einer Befragung aus dem vorherigen Forum konzentrierte sich der Vortrag auf die Fragen: Wieso ist entwicklungspolitisches Engagement sinnvoll und wichtig? Welche Rolle spielen die SDGs der Agenda 2030?


Oktober 2018: Drittes Forum und Tagesworkshop „Strukturen und Fördermöglichkeiten entwicklungspolitischen Engagements"

Mit einem ganztägigen Praxisworkshop von der Fachstelle für entwicklungspolitische Beratung und Vernetzung - Mitmachzentrale von ENGAGEMENT GLOBAL fand am 26. Oktober 2018 das dritte Forum Entwicklungszusammenarbeit statt. Neben einem Überblick über die Strukturen und Förderlandschaft erhielten die Teilnehmer*innen Informationen zu relevanten Förderprogrammen im Bereich der entwicklungspolitischen In- sowie Auslandsarbeit, für (Jugend-) Austausche und Bildungsprojekte.

Kontakt zur Mitmachzentrale: info@engagement-global.de



März 2018: Zweites Forum für international Aktive

Deckblatt zur Präsentation für das 2. Forum EntwicklungszusammenarbeitRund 30 Interessenten kamen jetzt zum zweiten Forum Entwicklungsammenarbeit auf Einladung der Stadt Wolfsburg zusammen. (…) Als Projektkoordinator stellte Julian Cordes den Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) vor. Mit Unterstützung des VEN können Angebote im Bereich der entwicklungspolitischen Beratungs- und Bildungsarbeit wahrgenommen werden. Während der allgemeinen Vorstellungs- und Fragerunde wandten sich alle Beteiligten mit ihren aktuellen Interessen und Fragestellungen an den Teilnehmerkreis. Ergänzt wurden diese durch Kurzberichte von Professor Christian Kouam mit Projekten in Kamerun sowie Dr. Susanne Epple, welche ihr Engagement in Äthiopien und die damit einhergehenden Herausforderungen schilderte. 

Im letzten Teil des Forums waren alle Beteiligten aufgerufen sich mit möglichen folgenden Aktionen auseinanderzusetzen. Gemeinsam wurde an Aktivitäten zur Stärkung entwicklungspolitischen Engagement gefeilt, die der weiteren Vernetzung dienen. Insbesondere die Einladung eines Referenten für einen Überblick über die breit gefächerte Förderlandschaft stieß auf großes Interesse.

Hier finden Sie die Präsentation zum zweiten Forum für international Aktive.


Oktober 2017: Wolfsburger Forum Entwicklungszusammenarbeit ins Leben gerufen

Gruppenbild vom ersten Forum Entwicklungszusammenarbeit

Zum ersten Forum Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg trafen sich jetzt rund 40 Interessenten im Rathaus. Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte die Teilnehmer im Rahmen der Auftaktveranstaltung im gut gefüllten Ratssitzungssaal. Das Forum bildete die Grundlage, um ein erstes Kennenlernen entwicklungspolitisch bereits aktiver und interessierter Wolfsburger zu ermöglichen.

Von den Teilnehmern wurde begrüßt, dass auf dieser Basis weitere Kontakte geknüpft, Erfahrungsaustausche angestoßen und Mitstreiter gewonnen werden können. „Das vielseitige und breit gestreute Engagement, das von Wolfsburg aus bereits in die Welt hinausstrahlt, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen mit diesem Forum Transparenz schaffen und gemeinsam ins Gespräch kommen“, fasste Manfred Hüller, Leiter des Referates Internationale Beziehungen zusammen.


Neben den entwicklungspolitischen Projektpartnerschaften und dem Forum Entwicklungszusammenarbeit werden weitere Akzente im Rahmen der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit gesetzt. Es geht um einen Blick über den Tellerrand und die Verbindung lokaler mit globaler Verantwortung, um sowohl die Bewusstseinsbildung für globale Zusammenhänge und nachhaltige Entwicklung zu stärken als auch das lokal verankerte entwicklungspolitische Engagement weiter zu fördern. Das Themenspektrum ist hier sehr vielfältig und umfasst alle Bereiche, die auch innerhalb der Agenda 2030 mit ihren globalen Nachhaltigkeitszielen aufgegriffen werden. 

Schaubild "The Global Goals"


Aktuell

November 2019: Europäische Woche der Abfallvermeidung

Karikaturenausstellung "Glänzende Aussichten"

Plakat der Karikaturenausstellung "Glänzende Aussichten"Um weiterhin Engagement für eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt, Umwelt und Welt zu zeigen, beteiligten wir uns in diesem Jahr an der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“. Innerhalb der Aktionswoche (16.-24.11.2019) planten wir diverse Aktivitäten, um Themen wie Abfallproblematik, Konsum und Klimawandel mit einem Blick über den Tellerrand aufzugreifen.
Ein vielfältiges Programm thematisierte in verschiedenen Aktionen die Zusammenhänge zwischen unserem alltäglichen Leben und den damit verbundenen globalen Auswirkungen. In Anlehnung an die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 blickten das Referat Repräsentation, Internationale Beziehung und seine Partner auf unser Konsumverhalten und den Umgang mit Ressourcen, um das Bewusstsein zu schärfen und Auseinandersetzung zu fördern.

Höhepunkt war die Karikaturenausstellung „Glänzende Aussichten“ in der Bürgerhalle von Rathaus A, in der 40 Karikaturistinnen und Karikaturisten humorvoll einen kritischen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit werfen. Allein rund 600 Schüler*innen nutzen das Begleitmaterial und besuchten die Ausstellung im Rathaus. 

Das Programm der Aktionswoche:

  • Montag, 18. November, 20 Uhr – Kinotage „HEUTE FÜR MORGEN“, Filmvorführung „Welcome to Sodom“ (Hallenbad – Kultur am Schachtweg, Cradle to Cradle e.V. Regionalgruppe Wolfsburg) 
  • Dienstag, 19. November, 16 bis 18 Uhr – Bücher-Upcycling (Stadtbibliothek) 
  • Mittwoch, 20. November, 15 Uhr – Ausstellungseröffnung „Glänzende Aussichten“ (Bürgerhalle) 
  • Mittwoch, 20. November, 15 bis 17 Uhr – Handy-Sammelaktion „Alt gegen Neu – WAS-Brotbox für Althandy“ der WAS (Bürgerhalle) 
  • Donnerstag, 21. November, 16:30 bis 18 Uhr – Forum Entwicklungszusammenarbeit (Rathaus A Sitzungszimmer 5) 



Rückblick

November 2019:“Welcome to Sodom“

Kinotag in der Europäischen Woche der Abfallvermeidung

Innerhalb der Europäischen Woche der Abfallvermeidung wurde am Montag, 18. November, um 20:00 Uhr der Film „Welcome to Sodom“ gezeigt. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde in Afrika. Die Elektroschrott-Müllhalde von Agbogbloshie ist ein Teil der ghanaischen Hauptstadt Accra. Von den Bewohnern wird der trostlose Ort „Sodom“ genannt. Es stapeln sich Smartphones, Computer, Tablets und alles das, was in europäischen Haushalten kaputt geht. Inmitten dieser Berge aus Schrott leben und arbeiten Menschen, die ganz am Ende der Wertschöpfungskette stehen.

Begleitet wurde der Abend von der Cradle to Cradle e.V. Regionalgruppe Wolfsburg. Die Wolfsburger Regionalgruppe präsentiert sich mit Produkten, die ohne Müll auskommen. Denn die zukunftsorientierte Denkschule C2C fordert ein konsequentes Wiederverwerten eingesetzter Materialien. Nach dem Vorbild der Natur werden Kreisläufe berücksichtigt und Produktionsweisen überdacht, um Ressourcen zurück zu gewinnen, Abfälle zu vermeiden und ein positiven Fußabdruck zu hinterlassen.

Flyer HEUTE FÜR MORGEN - Kinotage für eine globale und nachhaltige Entwicklung (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)


September 2019: "Nicht ohne uns!" zum Weltkindertag 

Erster Film der Kinotage "HEUTE FÜR MORGEN" lief im Hallenbad

Mitwirkende des instituts für zukünfte schließen den Kinotag mit einer interaktiven Abstimmung ab. Foto: institut für zukünfte
Zum Weltkindertag am 20. September wurde der erste Film der Kinotage „HEUTE FÜR MORGEN“ im Kino des Hallenbades - Kultur am Schachtweg gezeigt. Rund 50 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten in der Dokumentation „Nicht ohne uns!“ den Schulweg von 16 Kindern in insgesamt 15 Ländern auf fünf Kontinenten. Der Film spürte der Frage nach, wie Kinder ganz unterschiedlicher Herkunft die Welt betrachten. Die Sehnsüchte und Sorgen der Kinder sind sich erstaunlich ähnlich. Sicherheit, Frieden, Freundschaft, Liebe und der Wunsch nach der Abwesenheit von Gewalt und Krieg sind allen Kindern wichtig.

Das neue Format wurde im Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg gemeinsam mit dem Kino im Hallenbad – Kultur am Schachtweg auf die Beine gestellt. Die Kinotage setzen sich für eine globale und lokale nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 ein. Ihnen liegen Themen zugrunde, die alle Menschen weltweit betreffen und in die Verantwortung nehmen – wie Klimawandel, Flucht und Migration, Umweltverschmutzungen oder Konsum.

Die erste Abendvorstellung wurde neben Karine Husson (Kino im Hallenbad) von Manfred Hüller (Referatsleiter Repräsentation, Internationale Beziehungen) eröffnet. Die in Wolfsburg gegründete Denkfabrik institut für zukünfte rundete die Vorstellung ab. Das Fazit: Jeder Einzelne hat in unterschiedlichen Bereichen die Chance, etwas für seine und unsere gemeinsame Zukunft zu tun.

Im Vorfeld der Abendveranstaltung besuchten rund 210 Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule, der Neuen Schule und des Theodor-Heuss-Gymnasiums in zusätzlichen Schulvorstellungen die Dokumentation. Allen weiterführenden Wolfsburger Schulen wurde dieses Angebot von den Kooperationspartnern und dank der Unterstützung von Youth & Culture unterbreitet.

Foto: Mitwirkende des instituts für zukünfte schließen den Kinotag mit einer interaktiven Abstimmung ab. Foto: institut für zukünfte 


September 2019: Grundschüler lernen Afrika kennen 

Unterrichtsbesuche anlässlich des Weltkindertages 

Gruppe Grundschüler lernen Afrika kennen ©

Anlässlich des Weltkindertages bekamen einige Wolfsburger Grundschulen zwischen dem 16. und 18. September von in Afrika engagierten Wolfsburger Vereinen Besuch. Unter dem Motto „Wie leben und lernen Kinder in Afrika?“ standen Vertreter des Wasser für Kenia e.V. (für Kenia), Be Your Own Hero e.V. (für Südafrika), Face e.V. (für Malawi) und des Aisosh Ethiopia! e.V. (für Äthiopien) für Unterrichtsbesuche in den vierten Klassen zur Verfügung. Ziel der Besuche war es, den Kindern mit landesspezifischen und persönlichen Eindrücken das Leben von gleichaltrigen Kindern in Afrika zu erklären und erfahrbar zu machen.

Die Viertklässler lernten die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kulturen kennen: Sie testeten die afrikanischen Sprachen, hörten Geschichten, sahen sich Bilder an und bekamen sogar musikalische Eindrücke. Die Beteiligten wurden mit großem Interesse mit vielen Fragen gelöchert.

September 2018: Weltkinder "Wie leben Kinder in Afrika?"

Kinder halten ein Transparent mit Aufschrift: Wie Kinder in Afrika leben.Auf Initiative von Almut und Dr. Christoph Stein stellten sich in diesem Jahr mit Unterstützung des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg Engagierte des Wasser für Kenia e.V. (für Kenia), des Be Your Own Hero e.V. (für Südafrika) und Aisosh Ethiopia! e.V. (für Äthiopien) in der Woche des Weltkindertages für Unterrichtsbesuche in Grundschulen zur Verfügung. Unter dem Motto „Wie leben Kinder in Afrika?“ nahmen die Grundschulen Bunte Schule, Fallersleben, Käferschule und Sülfeld sowie die Evangelische Grundschule Waldschule Eichelkamp mit insgesamt 14 vierten Schulklassen das Angebot wahr.



August 2018: Poetry Slam „Global-Lokal-Nachhaltig?“

Gruppenbild des Poetry Slam in der StadtbibliothekNach einem Poetry Slam Schnupper-Workshop im Rathaus lieferten sich Jessy James LaFleur, Dominik Bartels und Matti Linke am 28. August ab 19.45 Uhr unter dem Motto „Wolfsburg und die Welt. Global - Lokal - Nachhaltig?“ in der Wolfsburger Stadtbibliothek eine literarische Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt des Slams standen die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, welche von den Künstlern in ihrer individuellen Art in kreativen und unterhaltsamen Texten verarbeitet wurden. 90 Gäste besuchten die Veranstaltung, welche in die kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft der Stadt Wolfsburg eingebettet ist.


Juni 2018: Podiumsgespräch zu Flüchtlingspolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Plakat PodiumsgesprächBei einem Podiumsgespräch zwischen Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Bundestagsabgeordnetem Falko Mohrs sowie Ethnologin Dr. Susanne Epple und Sophie Görling aus dem 11. Jahrgang des Ratsgymnasiums wurden in der vergangenen Woche zentrale und tagesaktuelle Fragen zur Asylpolitik in Europa erörtert. Moderator Moritz Müller, zugleich der amtierende "Jugend debattiert"- Regionalsieger und Schüler des Ratsgymnasiums, moderierte durch die Abendveranstaltung nach der Eröffnung durch Schulleiterin Jennifer Voß.

Das Podiumsgespräch wurde auf Initiative des Wolfsburger Oberbürgermeisters vom Referat für Internationale Beziehungen der Stadt in Kooperation mit dem Ratsgymnasium ausgerichtet. Auf diesem Weg konnte ein Austausch über die Chancen und Grenzen der europäischen Flüchtlingspolitik sowie Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven angestoßen werden. Die Veranstaltung knüpfte zugleich an die Aktionen Weltflüchtlingstag an und wurde mittels digitalem Graphic Recording dokumentiert. (...)


Entwicklungspartnerschaften der Stadt Wolfsburg

Umrisse von Menschen vor einer Grünweißen Weltkarte

Neben den Städtepartnerschaften und -freundschaften nimmt die Bedeutung kommunaler Entwicklungspartnerschaften zu. Diese neue Kooperationsform kommunaler internationaler Beziehungen ermöglicht eine bedarfsorientierte und zeitlich begrenzte Zusammenarbeit. Die globalen Partnerschaften stehen für Austausche, Kooperationen und gegenseitige Lernprozesse auf Augenhöhe.

Bei allen Aktivitäten werden die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) der Agenda 2030 mitgedacht. Denn Entwicklungspartnerschaften verfolgen zugleich die Absicht, eine gemeinsame Herangehensweise für nachhaltige Entwicklung zu finden und Lösungen für globale und lokale Probleme zu erarbeiten. 

Mit der Kombination von lokalen und internationalen Aktivitäten sowie aufgrund der fachübergreifenden Zusammenarbeit handelt es sich bei den Projektpartnerschaften auch in Wolfsburg um eine Querschnittsaufgabe, die auf die Mitwirkung von Engagierten und Fachleuten angewiesen ist.

Bis zum Sommer 2018 kooperiert die Stadt Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt Jendouba innerhalb des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“. Dieses wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt und finanziert. Mit dem Ziel, den kommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch in Form von Entwicklungspartnerschaften zu fördern, werden bis zu 25 Kleinprojekte in Tunesien, Marokko und Algerien im Bereich der Kommunalentwicklung unterstützt, Maßnahmen gemeinsam konzeptualisiert und im Maghreb umgesetzt. 

Wolfsburg begleitet Jendouba innerhalb des insgesamt zweijährigen Vorhabens bei der Planung und Konstruktion eines Stadtteilparks unter Beteiligung der AnwohnerInnen. Die Projektidee und Kooperation wurde auf Eigeninitiative Jendoubas aufgrund mangelnder Jugendtreffpunkte und im Rahmen der kommunalen Reformprozesse angestoßen.

Seit einem gemeinsamen Treffen während der Auftaktkonferenz in Bamberg im September 2016 stehen beide Kommunen in Kontakt. Regelmäßige Projektgruppentreffen in Wolfsburg, unter Beteiligung der städtischen Fachbereiche, ermöglichen die Erfahrungsaustausche und Entwicklung des Vorhabens.

Hintergrund: „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“

Die tunesischen Kommunen befinden sich nach dem Arabischen Frühling im Aufbau kommunaler und demokratischer Strukturen. Mit Hilfe des Wissenstransfers können sie von den Erfahrungen der deutschen Kommunen in der Stadtentwicklung – zugunsten effizienter Dienstleistungen, verbesserter Lebensbedingungen, zusätzlicher Arbeitsplätze und neuer Strukturen, die eine Beteiligung der Zivilbevölkerung ermöglichen – profitieren. 

Bürgernahe integrative Ansätze werden verfolgt, um die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu steigern und Anreize für junge Menschen zu schaffen, ihre Zukunft im eigenen Land verantwortungsbewusst mitzugestalten. Auf diesem Weg kann dem hohen Urbanisierungsgrad ebenso wie Fluchtursachen und Kriminalisierungstendenzen entgegengewirkt werden. 

Gleichzeitig ist der Lerneffekt auf deutscher Seite sehr groß. Die internationale Zusammenarbeit, die Fortbildung durch länderspezifische Workshops und Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure kommen den Integrationsmaßnahmen vor Ort und der Stärkung interkultureller Kompetenzen aller Beteiligten zugute.

Zeichnung einer grünen Glühbirne

Weitere Informationen zum Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb- Deutschland“

Flyer der SKEW, 2018: „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland"



Aktuell

Oktober 2019: Abschlusskonferenz in Frankfurt

Vom 22. bis 24. Oktober kamen Vertreterinnen der Stadt Wolfsburg und Stadt Jendouba zur Abschlusskonferenz des Projekts „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ in Frankfurt zusammen. Gemeinsam mit weiteren Projektbeteiligten aus Deutschland, Marokko, Algerien und Tunesien wurden Erfahrungen ausgetauscht, Hürden der Projektarbeit herausgestellt und ein gemeinsamer Blick in die Zukunft geworfen. 

Bis zum Ende des Jahres 2019 ist der Abschluss des Projektes und zugleich auch der Baumaßnahmen in Jendouba geplant.


Rückblick

Baubeginn in Jendouba: Foto: GIZFoto: GIZ

Juli 2019: Baubeginn in Jendouba

Nach Abschluss der Ausschreibungsverfahren konnte nun der Vertrag in Anwesenheit von Mitwirkenden der Stadt Jendouba, der GIZ und des Bauunternehmens unterzeichnet werden. Damit ist der Startschuss zum Bau des Stadtteilparks gefallen!




Delegation aus Jendouba am Bahndamm in Ehmen

März 2019: Offizielle Delegation aus Jendouba zur Vertiefung der Zusammenarbeit in Wolfsburg

Die Reise einer offiziellen Delegation der Stadt Jendouba unter Leitung des Bürgermeisters Ammar Ayadi im März 2019 diente der Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen Wolfsburg und Jendouba. Zudem konnten dank vielseitiger Unterstützung zahlreiche Fachgespräche arrangiert werden. 
Neben einer Einführung der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) zu Abwasser- und Entwässerungsprozessen konnten wichtige Informationen zu Hochwasserschutzmaßnahmen durch Dr. Gerhard Meier (Vorstand WEB) und die Verantwortlichen vermittelt werden. Bei dieser Gelegenheit lernte die tunesische Delegation auch den Hochwasserschutzbau am Bahndamm Ehmen, den Einsatz einer 3D-Kamera und das Klärwerk kennen. Ebenfalls besucht wurde der Geschäftsbereich Informationstechnologie der Stadt Wolfsburg, welcher der Gruppe das Geographische Informationssystem der Stadtverwaltung vorstellte. Außerdem erhielt die Delegation von Dr. Herbert Engel (Vorstand WAS) eine Einführung zur Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS). Mit einer Besichtigung des Entsorgungszentrums der WAS wurde der Besuch abgerundet.

Kontakte auf kultureller sowie sportlicher Ebene konnten bei Treffen mit Vertretern des Islamischen Kulturzentrums, des Tunesischen Vereins für Jugend und Kultur und VfL Leichtathletik e.V. vertieft werden




November 2018: Fachaustausch und offizieller Besuch in Jendouba


Arbeitsgespräch der Fachgruppe mit Götz Stehr, Geschäftsbereichsleiter GrünOberbürgermeister Klaus Mohrs reiste im November 2018 mit einer kleinen Fachdelegation nach Tunesien. Der zweitägige Aufenthalt in der Freundschaftsstadt Jendouba diente der Weiterentwicklung des gemeinsamen Partnerschaftsprojekts vor Ort und der Vertiefung der kommunalen Beziehungen. (…)

 „Während der Projektreise konnten die letzten Hürden bei Detail- und Zeitplanungen für den Beginn der Baumaßnahmen im kommenden Jahr konkretisiert werden. Es wird ein Ansatz verfolgt, der die Anregungen der Anwohner unterschiedlicher Generationen berücksichtigt“, berichtet Götz Stehr (Leiter Geschäftsbereich Grün) im Anschluss an eine Arbeitssitzung. In Kooperation mit der Stadt Jendouba wird ein Verein zukünftig für die Instandhaltung und Nutzung des Platzes Sorge tragen.


Dezember 2017: „Netzwerktreffen für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika“ im phaeno

Entwicklungspartnerschaften im nordafrikanischen Raum im Fokus

Teilnehmer des Netzwerktreffens © Engagement Global/Martin Magunia

Im Rahmen des zweitägigen Netzwerktreffens für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika kamen jetzt rund 30 kommunale Mitarbeiter aus ganz Deutschland in Wolfsburg zusammen. Die Veranstaltung richtete sich an alle deutschen Akteure, die im Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ zurzeit konkrete Projekte mit nordafrikanischen Städten durchführen sowie an alle Kommunalakteure, die im Rahmen von Städte- oder Projektpartnerschaften Beziehungen in die Region pflegen oder ausbauen möchten. Die Stadt Wolfsburg fungierte dabei als Kooperationspartner der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH. (…)


November 2017: Kommunale Entwicklungszusammenarbeit im Erdkunde-Unterricht des THG

Teilnehmer des Netzwerktreffens

Auf Einladung von Frau Dybowski, Erdkundelehrerin des 12. Jahrgangs am Theodor-Heuss-Gymnasium Wolfsburg, stellten Referatsleiter Manfred Hüller und Nora Mühling (Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit) am 28. November 2017 das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg und das dort angesiedelte Aufgabengebiet „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ vor. Anhand der Projektbeteiligung „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ zwischen Wolfsburg und Jendouba wurden Kooperationsfelder in Nordafrika und deren Hintergründe erläutert und den SchülerInnen als besonderes Tätigkeitsfeld näher gebracht. 

Weitere Informationen dazu finden Sie hier: http://www.thg-wob.de/faecher/erdkunde



Oktober 2017: Fachaustausch in Jendouba

Anwohner nehmen am Graffiti Workshop im entstehenden Stadtteilpark Ennour in Jendouba teil

Nachdem im Frühjahr 2017 zwei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung Jendouba einen Einblick in die Wolfsburger Verwaltungsstrukturen erhielten und sich mit den am Projekt beteiligten Abteilungen Grün und Flächenplanung, Integration, Internationale Beziehungen, Bürger- und Jugendbeteiligung austauschten, besuchten Mitarbeiter aus den Geschäftsbereichen Grün, Jugend und Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg im Rahmen des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ die Freundschaftsstadt Jendouba vom 25. bis 29. Oktober 2017 während einer technischen Projektreise.

Die Fachaustausche zur Planung und Konstruktion eines Stadtteilparks in Jendouba unter Beteiligung der Anwohner wurde von den Projektkoordinatoren der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien und Deutschland (GIZ) begleitet. 

Vor Ort besichtigte die Delegation den Platz im Stadtviertel „Ennour“, überarbeitete in mehreren Sitzungen mit den tunesischen Kollegen die Baupläne und tauschte sich mit Vertretern von Bürgerinitiativen und Vereinen zu den Vorhaben aus. Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, das alle Zielgruppen im Stadtviertel berücksichtigt. Neben einer Ballspielfläche, einem Skate- sowie kleinen Fitnessbereich werden Spielplatz- und Aufenthaltselemente integriert. Die Bauarbeiten am Platz sollen im Frühjahr 2018 beginnen. Den Höhepunkt des Besuches bildete ein Graffiti-Workshop, den die Stadt Jendouba für die Anwohner organisierte.



März 2017: Fachaustausch in Wolfsburg

Projektgruppe der Stadt Wolfsburg mit den Mitarbeitenden der Stadt Jendouba

Vom 14. bis 17. März wurden zwei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung Jendouba im Rathaus willkommen geheißen. Die tunesischen KollegInnen erhielten im Rahmen der Projektarbeit zum Bau des Stadtteilparks in Jendouba einen Einblick in die Wolfsburger Verwaltungsstrukturen. Der Fachaustausch in Wolfsburg wurde durch die Projektkoordinatoren von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien (GIZ) und der Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt (SKEW) begleitet. 
In Form von Hospitationen lernten sie die Aufgaben und Prozesse der Abteilungen Grün/Flächenplanung, Integration, Internationale Beziehungen, Bürger- und Jugendbeteiligung kennen. Bei dem Besuch zahlreicher Spielflächen und Jugendorte sowie der Wolfsburg AG mit dem Allerpark konnten viele Eindrücke gewonnen und Ideen gesammelt werden. Kulturell wurde das Besuchsprogramm durch den Internationalen Freundeskreises Wolfsburg e.V. mit dem Tunesischen Kultur- und Jugendverein e.V. gestaltet. (...)

Grafik zur Nachhaltigkeitspartnerschaft Sarajevo - WolfsburgAls eine von zwölf Projektpartnerschaften zwischen deutschen Kommunen und Kommunen aus Südosteuropa (Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo) engagierte sich die Stadt Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt Sarajevo innerhalb des Pilotprojektes, das von Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt und gefördert wurde. Innerhalb einer zweijährigen Projektlaufzeit setzten sich die Partnerkommunen systematisch mit den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030 auseinander, um diese innerhalb der kommunalen Prozesse zu verankern. 

Innerhalb des Programms konnten sowohl Austausche und Entsendungen als auch die Umsetzung einer Projektmaßnahme und Veranstaltung realisiert werden. Jede Projektpartnerschaft definierte eigene Schwerpunkte und konzentrierte sich neben den Nachhaltigkeitszielen Nr. 17 „Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ sowie Ziel Nr. 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ auf ein weiteres Nachhaltigkeitsziel: Wolfsburg und Sarajevo haben sich für Ziel Nr. 4 „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ entschieden. 



Aktuell

Wolfsburger Projektgruppe mit C2C-LernBoxen

C2C-LernBoxen

Mit fünf eigens entwickelten „Cradle to Cradle“-LernBoxen verfügt Wolfsburg über ein neues Lernmittel im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Damit schließt die Stadt Wolfsburg ihre Projektarbeit innerhalb ihrer „Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft“ ab. Die LernBoxen stehen Interessenten und Schulen (fachübergreifend, ab Jahrgang 10) ab Herbst 2018 zur Ausleihe oder als buchbares Bildungsangebot im NEST zur Verfügung.

Die zukunftsorientierte Denkschule C2C fordert ein konsequentes Wiederverwerten eingesetzter Materialien. Indem der Mensch nach dem Vorbild der Natur wirtschaftet, Kreisläufe berücksichtigt und Produktionsweisen überdenkt, können eingesetzte Ressourcen zurückgewonnen, Abfälle vermieden und ein positiver Fußabdruck hinterlassen werden.

Im Mai 2019 gab es erstmals die Möglichkeit der Nachbestellung der LernBoxen für externe Interessenten. Weitere Lehrerfortbildungen sind im NEST in Planung.




Ein blauer Pfeil; Grafik: pixabay.com

Aktuell

September 2019: Wolfsburger Engagement in Südafrika 

Oberbürgermeister Klaus Mohrs zu Besuch in SüdafrikaZuletzt besuchte Oberbürgermeister Klaus Mohrs die Gemeinde Dr. Nkosazana Dlamini Zuma Municipality (kurz: Dr. NDZ) in Südafrika, um Gespräche mit den Gemeindeverantwortlichen zu führen. Außerdem wurden Projekte im Rahmen des langjährigen Engagements des Be Your Own Hero e.V. besucht.

Das größte Bauvorhaben des Be Your Own Hero e.V. findet sich an der Reichenau Mission Primary School. Bis zur 7. Klasse wird an der Grundschule kostenfreier Unterricht ermöglicht. Gemeinsam wurde der Schulleiterin im Namen des Ratsgymnasiums eine großzügige Spende in Höhe von 700 Euro übergeben. Schülerinnen und Schüler des Wolfsburger Gymnasiums hatten zugunsten der Partnerschule eine „Back-to-School“-Aktion nach den Ferien organisiert.

Gemeinsam mit Dr. Rüdiger Lotz (Stellvertretender Botschafter in Südafrika) zeigte sich die Gruppe auch von dem sog. "Future Compass" des Be Your Own Hero e.V. beeindruckt. Kultur-, Sport- und Workshopangebote wurden in einer integrativen Begegnungsstätte mit Sportplatz vereint, um Vernetzung, Ausbildungsmöglichkeiten und letztlich die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. 

Am Vortag folgte die kleine Wolfsburger Delegation der Einladung der Gemeinde Dr. NDZ zu Gesprächen am Verwaltungssitz in Creighton. „Es ist uns als Stadt wichtig, auch projektbasierte Entwicklungspartnerschaften zu fördern. Wir sind sehr froh darüber, mit der Gemeinde Dr. NDZ einen aufgeschlossenen und interessierten Partner für Austausche gefunden zu haben. Für eine nachhaltige Entwicklung ist uns die Einbindung lokaler Mitwirkender ein besonderes Anliegen", resümiert Oberbürgermeister Mohrs die Gespräche. Der Besuch der Gemeinde wurde durch die Besichtigung einer zukünftigen Ausbildungsstätte und eines Community Service Centres abgerundet.



Rückblick

Juli 2019: Südafrikanische Delegation zum Fachbesuch in Wolfsburg 

Südafrikanische Delegation in Wolfsburger Ratsgymnasium
Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte kürzlich eine südafrikanische Delegation der Dr. Nkosazana Dlamini Zuma Municipality. Die 118.000 Einwohner-Gemeinde liegt in der Provinz KwaZulu Natal. Seit 2006 engagiert sich der Wolfsburger Verein BE YOUR OWN HERO in der überwiegend ländlichen Region zugunsten der Bildungs-, und Unterbringungsmöglichkeiten benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Aufgrund der Erfolge innerhalb der Projektarbeit sowie der vielseitigen Unterstützung von Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern wurden auch seitens der Stadt Wolfsburg erste Kontakte im Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit geknüpft. 
Der Aufenthalt der Gäste aus Südafrika konzentrierte sich auf Fachbesuche in Bereichen, die für die südafrikanische Gemeinde aktuell große Herausforderungen in der kommunalen Entwicklung darstellen: die Stärkung von Wirtschaft und Tourismus, den Ausbau der Infrastruktur und die damit verbundene strategische Planung. Vor diesem Hintergrund konnten Treffen mit Vertretern der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) sowie des Referats Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Wolfsburg arrangiert werden. Verwaltungdirektor Vezi zeigte sich besonders beeindruckt über das Wachstum Wolfsburgs in den vergangenen zwanzig Jahren. „Es gibt viele Dinge, die wir in unserer Gemeindeentwicklung lernen müssen und wollen. Die Fachaustausche in Wolfsburg sind für uns deshalb besonders wertvoll“, ergänzte Bürgermeisterin Mncwabe in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Mohrs im Rathaus dankbar.

Südafrikanische Delegation in der Wolfsburger Schulwerkstatt

Aufgrund einer hohen Zahl an Schulabgänger, wenigen Ausbildungsmöglichkeiten und der alarmierenden Arbeitslosenquote von rund fünfzig Prozent (insbesondere bei jungen Menschen) zeigte die Delegation zudem großes Interesse an Maßnahmen und Möglichkeiten zur Förderung der Kinder und Jugendlichen durch Sport- und (Aus-)Bildungsangebote. In diesem Bereich besteht eine enge Verbindung zu den Projekten des Wolfsburger Vereins. 




September 2018: Weltkindertag

Mehrere Kinder winken in die KameraAuf Initiative von Almut und Dr. Christoph Stein stellten sich in diesem Jahr mit Unterstützung des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg Engagierte des Wasser für Kenia e.V. (für Kenia), des Be Your Own Hero e.V. (für Südafrika) und Aisosh Ethiopia! e.V. (für Äthiopien) in der Woche des Weltkindertages für Unterrichtsbesuche in Grundschulen zur Verfügung. Unter dem Motto „Wie leben Kinder in Afrika?“ nahmen die Grundschulen Bunte Schule, Fallersleben, Käferschule und Sülfeld sowie die Evangelische Grundschule Waldschule Eichelkamp mit insgesamt 14 vierten Schulklassen das Angebot wahr.


Februar 2018: Reise zur Projektentwicklung

Wandgraffiti mit Schriftzug: Clouds of Hope

Zur Weiterentwicklung von Unterstützungsmöglichkeiten innerhalb der Projekte des BYOH in der Region um Underberg begleitete Nora Mühling als Koordinatorin im Februar 2018 eine kurze Projektreise. Gemeinsam mit Uwe Cohrs und Gustav Achtermann, beide im Vorstand des BYOH Südafrika, wurden zahlreiche Gespräche geführt und die Bestandsaufnahme vor Ort fortgesetzt, um Kooperationsmöglichkeiten anhand der Voraussetzungen und Bedürfnisse vor Ort zu identifizieren.

Während des Projektbesuchs wurden unter anderem Termine zu den laufenden und folgenden Baumaßnahmen des Vereins in der Reichenau Schule sowie auf dem Gelände des Waisenhauses (Clouds of Hope) arrangiert. Sport und kulturelle Aktivitäten bilden wichtige Komponenten, um die Talente der Kinder und Jugendlichen zu fördern und Kontakte zwischen dem Waisenhaus und der Gemeinden zu stärken. Auch ein Besuch der Low-Cost-Areas in Underberg und Himeville stand auf dem Programm. Hier unterstützt der Verein Safe-Häuser, die Bedürftigen in Notsituation wichtigen Schutz bieten. 


November 2017: Oberbürgermeister Klaus Mohrs informiert sich über Projekte des BE YOUR OWN HERO e.V. in Südafrika

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (links) überreicht die Urkunde zur Schulpartnerschaft an Schulleiterin Nombuso Mkhize (3.v.r.) in Anwesenheit von Bischof Pius Mlungisi Dlungwane (rechts)Foto: © Be your own hero e.V. Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Projektreise besuchten Unterstützer und Vorstandsmitglieder des BE YOUR OWN HERO e.V. gemeinsam mit Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs das Kwa Sani-Projekt des Vereines in Südafrika. Als Schirmherr der Initiative „Wolfsburg baut ein Klassenhaus“ informierte sich das Stadtoberhaupt vor Ort über die aktuelle Situation, die Projektbestandteile und bevorstehende Maßnahmen. Das Projekt des Vereins widmet sich seit mehr als zehn Jahren der Unterbringung und Bildung benachteiligter Kinder einer sehr ländlichen Region Südafrikas.

“Es ist hoch spannend wie sich die ursprüngliche Idee entwickelt hat. Neben der anfänglichen Bereitstellung von Notunterkünften werden inzwischen Projekte bis hin zur Ausbildung der Kinder und Jugendlichen erfolgreich umgesetzt. Wenn das entsprechende Engagement vorhanden ist, kann mit wenig Geld sehr viel erreicht werden“, erläutert Oberbürgermeister Klaus Mohrs nach der Reise beeindruckt.

Einen wichtigen Meilenstein legte Oberbürgermeister Klaus Mohrs dazu während des Schulbesuchs, indem er die Schulpartnerschaft für die fünften bis siebten Klassen des Ratsgymnasiums Wolfsburg mit der Reichenau Mission School in Südafrika besiegelte. Die Schulleiterinnen Nombuso Mkhize und Jennifer Voß hatten im Vorfeld die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Die Zusammenarbeit wird mit dem gemeinsamen Projekt „Ich und meine Umwelt“ starten.


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