Entwicklungspolitik

Kommunale Entwicklungszusammenarbeit

Mit dem Bereich „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ verfügt das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen über ein neues und weiteres Standbein kommunaler internationaler Zusammenarbeit. 

Manfred Hüller, Nora Mühling, Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Seit dem 1. Januar 2017 verfügt die Stadt Wolfsburg über eine Personalstelle zugunsten des entwicklungspolitischen Engagements der Stadt. Diese wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit ist Nora Mühling im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen tätig. Nach der zweijährigen Förderphase (2017/18) profitiert Wolfsburg als eine der ersten fünf Kommunen in Deutschland nun von einer Folgeförderung des BMZ bis Ende 2020.

Zeichnung einer grünen Glühbirne

Weiterführende Informationen zur Initiative „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik: Initiative zur Förderung einer Personalstelle zur Koordination und Umsetzung entwicklungspolitischen Engagements in Kommunen“

Förderer und Unterstützer des Projekts


Ratsbeschluss über „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“

In der Ratssitzung vom 7. Februar 2018 beschloss der Rat mehrheitlich die Anerkennung  der „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ als Aufgabengebiet der Stadt Wolfsburg im Sinne einer Querschnittsaufgabe unter Federführung des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen. Damit wurde ein besonders wichtiger Meilenstein für folgende Schritte im Bereich der entwicklungspolitischen Projektarbeit und ein Zeichen zugunsten des internationalen Engagements gesetzt.

Die gesamte Ratsvorlage finden Sie hier.


Wichtig!

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Aktuell

Flyer Heute für Morgen

Wolfsburger Kinotage: HEUTE FÜR MORGEN

Klimawandel, Flucht und Migration, Umweltverschmutzungen und Konsum sind Themen, die alle Menschen weltweit betreffen und in die Verantwortung nehmen. Weil dem so ist, hat sich das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg mit dem Kino im Hallenbad – Kultur am Schachtweg zusammengeschlossen und ein neues Format auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „HEUTE FÜR MORGEN“ werden ab September 2019 Kinotage für eine globale und nachhaltige Entwicklung veranstaltet, die sich den Themen der Agenda 2030 widmen.


Weitere Informationen können Sie in der Pressemitteilung hier lesen.



Ankündigung

Anzeige Heute für Morgen

Kinotage: HEUTE FÜR MORGEN

Gemeinsam mit dem Kino im Hallenbad freuen wir uns, im zweiten Halbjahr 2019 ein neues Angebot in Anlehnung an die globalen Nachhaltigkeitsziele unterbreiten zu können: Zwei Kinoabende mit spannenden Dokumentationen widmen sich Prozessen der lokalen und globalen Entwicklung. Sie stehen unter dem Titel HEUTE FÜR MORGEN. 

Die Filmvorführungen finden am 20.09. und 18.11.2019 statt und werden stets durch (Gesprächs-)Partner begleitet. Der Eintritt ist frei! 

Broschüre HEUTE FÜR MORGEN - Kinotage für eine globale und nachhaltige Entwicklung (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)



Aktionen zum Weltkindertag im September 2019

Direkt am Weltkindertag laden wir im Rahmen der Kinotage HEUTE FÜR MORGEN alle Interessenten zu dem Film „Nicht ohne uns!“ ein. Die Vorführung am 20. September 2019 um 18:00 wird durch Akteure des instituts für zukünfte begleitet. Der Eintritt ist frei.

Gemeinsam mit in Afrika engagierten Wolfsburger Vereinen des Forums Entwicklungszusammenarbeit bieten wir zudem erneut den vierten Klassen der Wolfsburger Grundschulen vom 16.09. bis 19.09.2019 die Möglichkeit eines Unterrichtsbesuchs. Vertreter*innen des Wasser für Kenia e.V., Be Your Own Hero e.V., Aisosh Ethiopia e.V. und FACE e.V.  tauschen sich mit den Schüler*innen zum Thema „Wie leben und lernen Kindern in Afrika?“ aus.

Für weiterführende Schulen besteht unterdessen das Angebot, im Rahmen unserer Kinotage HEUTE FÜR MORGEN, einen Kinobesuch im Hallenbad mit unserem Film „Nicht ohne uns!“ zu buchen. Der Film ist für Schüler*innen der Sekundarstufe 1 sehr gut geeignet und Begleitmaterial steht zur Verfügung. Anmeldungen sind dank der Kooperation mit Youth and Culture für den 19./20./23./25.September 2019 unter youthandculture@hallenbad.de möglich.



Europäische Woche der Abfallvermeidung im November 2019

Um weiterhin Engagement für eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt, Umwelt und Welt zu zeigen, beteiligen wir uns in diesem Jahr an der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“. Innerhalb der Aktionswoche (16.-24.11.2019) planen wir bereits die folgenden Aktivitäten, um Themen wie Abfallproblematik und Konsum mit einem Blick über den Tellerrand aufzugreifen.

Am 18. November 2019 um 20:00 Uhr bieten wir im Rahmen der Kinotage HEUTE FÜR MORGEN den Film „Welcome to Sodom“ an. Der Abend wird begleitet von der Cradle to Cradle Regionalgruppe Wolfsburg. Der Eintritt ist frei.

Herzlich laden wir Sie am 20. November 2019 um 15.00 Uhr zur Eröffnung der Karikaturenausstellung „Glänzende Aussichten“ in die Bürgerhalle des Rathauses ein. Um Anmeldung an nora.muehling@stadt.wolfsburg.de wird für die Eröffnungsveranstaltung aus organisatorischen Gründen gebeten. Die Ausstellung steht Interessenten im Anschluss bis zum 4. Dezember 2019 zu den regulären Öffnungszeiten offen und kann auch von Schulen besucht werden. Begleitmaterial für Schulen steht zur Verfügung.

Titelblatt Glänzende Aussichten

Mit einem Ausstellungsbesuch verbinden wir auch das nächste Forum Entwicklungszusammenarbeit. Dieses findet am 21. November 2019 um 16.30 Uhr in Sitzungszimmer 5 statt.


Zahlreiche Wolfsburger Akteure, Vereine, Einrichtungen und Unternehmen engagieren sich bereits weltweit zugunsten eines gerechten Zugangs zu Ressourcen, für Bildungschancen, den Wiederaufbau nach Katastrophen, im Gesundheitsbereich oder für grenzüberschreitende Austausche und Umweltbewusstsein. Die Bandbreite der Aktivitäten und des Engagements ist sehr groß und bewundernswert! 

Das erste Netzwerk- und Kennenlerntreffen des Wolfsburger Forums Entwicklungszusammenarbeit fand am 10. Oktober 2017 im Ratssitzungssaal der Stadt Wolfsburg statt.

Zukünftig wird das Forum halbjährlich zusammenfinden.

Sie haben Interesse an einem Netzwerktreffen, um Erfahrungen aus Ihren Projekten zu teilen oder möchten sich Tipps anderer Akteure holen? Oder würden Sie sich gern in einem der Wolfsburger Projekte engagieren? 

Wenden Sie sich bei Interesse jederzeit an:

Nora Mühling
E-Mail: nora.muehling@stadt.wolfsburg.de

Telefon: 05361 - 28 2851

Wichtig!

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Aktuell

Titelbild der Publikation Gänzende AussichtenDas fünfte Forum Entwicklungszusammenarbeit findet voraussichtlich am 21. November 2019 um 16:30 Uhr im Rathaus statt. Das Forum wird mit einem Besuch der Ausstellung „Glänzende Aussichten““ (Bürgerhalle) verbunden.





Rückblick

Schaubild der Inhalte der Agenda 2030April 2019: Viertes Forum mit Gastvortrag (Bildung trifft Entwicklung)

Neuigkeiten und Erfahrungsaustausche wurden während des Forum am 4. April 2019 durch einen Gastvortrag zum Thema „Deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit: Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit und Nutzen der globalen Nachhaltigkeitsziele für die entwicklungspolitische (Bildungs-)Arbeit“ ergänzt. Anknüpfend an die Ergebnisse einer Befragung aus dem vorherigen Forum konzentrierte sich der Vortrag auf die Fragen: Wieso ist entwicklungspolitisches Engagement sinnvoll und wichtig? Welche Rolle spielen die SDGs der Agenda 2030?


Oktober 2018: Drittes Forum und Tagesworkshop „Strukturen und Fördermöglichkeiten entwicklungspolitischen Engagements"

Mit einem ganztägigen Praxisworkshop von der Fachstelle für entwicklungspolitische Beratung und Vernetzung - Mitmachzentrale von ENGAGEMENT GLOBAL fand am 26. Oktober 2018 das dritte Forum Entwicklungszusammenarbeit statt. Neben einem Überblick über die Strukturen und Förderlandschaft erhielten die Teilnehmer*innen Informationen zu relevanten Förderprogrammen im Bereich der entwicklungspolitischen In- sowie Auslandsarbeit, für (Jugend-) Austausche und Bildungsprojekte.

Kontakt zur Mitmachzentrale: info@engagement-global.de


Wolfsburger Projektgruppe mit C2C-Boxen

März 2018: Zweites Forum für international Aktive

Deckblatt zur Präsentation für das 2. Forum EntwicklungszusammenarbeitRund 30 Interessenten kamen jetzt zum zweiten Forum Entwicklungsammenarbeit auf Einladung der Stadt Wolfsburg zusammen. (…) Als Projektkoordinator stellte Julian Cordes den Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) vor. Mit Unterstützung des VEN können Angebote im Bereich der entwicklungspolitischen Beratungs- und Bildungsarbeit wahrgenommen werden. Während der allgemeinen Vorstellungs- und Fragerunde wandten sich alle Beteiligten mit ihren aktuellen Interessen und Fragestellungen an den Teilnehmerkreis. Ergänzt wurden diese durch Kurzberichte von Professor Christian Kouam mit Projekten in Kamerun sowie Dr. Susanne Epple, welche ihr Engagement in Äthiopien und die damit einhergehenden Herausforderungen schilderte. 

Im letzten Teil des Forums waren alle Beteiligten aufgerufen sich mit möglichen folgenden Aktionen auseinanderzusetzen. Gemeinsam wurde an Aktivitäten zur Stärkung entwicklungspolitischen Engagement gefeilt, die der weiteren Vernetzung dienen. Insbesondere die Einladung eines Referenten für einen Überblick über die breit gefächerte Förderlandschaft stieß auf großes Interesse.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen.

Hier finden Sie die Präsentation zum zweiten Forum für international Aktive.


Oktober 2017: Wolfsburger Forum Entwicklungszusammenarbeit ins Leben gerufen

Gruppenbild vom ersten Forum Entwicklungszusammenarbeit

Zum ersten Forum Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg trafen sich jetzt rund 40 Interessenten im Rathaus. Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte die Teilnehmer im Rahmen der Auftaktveranstaltung im gut gefüllten Ratssitzungssaal. Das Forum bildete die Grundlage, um ein erstes Kennenlernen entwicklungspolitisch bereits aktiver und interessierter Wolfsburger zu ermöglichen.

Von den Teilnehmern wurde begrüßt, dass auf dieser Basis weitere Kontakte geknüpft, Erfahrungsaustausche angestoßen und Mitstreiter gewonnen werden können. „Das vielseitige und breit gestreute Engagement, das von Wolfsburg aus bereits in die Welt hinausstrahlt, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen mit diesem Forum Transparenz schaffen und gemeinsam ins Gespräch kommen“, fasste Manfred Hüller, Leiter des Referates Internationale Beziehungen zusammen.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen.


Neben den entwicklungspolitischen Projektpartnerschaften und dem Forum Entwicklungszusammenarbeit werden weitere Akzente im Rahmen der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit gesetzt. Es geht um einen Blick über den Tellerrand und die Verbindung lokaler mit globaler Verantwortung, um sowohl die Bewusstseinsbildung für globale Zusammenhänge und nachhaltige Entwicklung zu stärken als auch das lokal verankerte entwicklungspolitische Engagement weiter zu fördern. Das Themenspektrum ist hier sehr vielfältig und umfasst alle Bereiche, die auch innerhalb der Agenda 2030 mit ihren globalen Nachhaltigkeitszielen aufgegriffen werden.

Schaubild "The Global Goals"


Aktuell

September 2018: Weltkinder "Wie leben Kinder in Afrika?"

Kinder halten ein Transparent mit Aufschrift: Wie Kinder in Afrika leben.Auf Initiative von Almut und Dr. Christoph Stein stellten sich in diesem Jahr mit Unterstützung des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg Engagierte des Wasser für Kenia e.V. (für Kenia), des Be Your Own Hero e.V. (für Südafrika) und Aisosh Ethiopia! e.V. (für Äthiopien) in der Woche des Weltkindertages für Unterrichtsbesuche in Grundschulen zur Verfügung. Unter dem Motto „Wie leben Kinder in Afrika?“ nahmen die Grundschulen Bunte Schule, Fallersleben, Käferschule und Sülfeld sowie die Evangelische Grundschule Waldschule Eichelkamp mit insgesamt 14 vierten Schulklassen das Angebot wahr.


Rückblick

August 2018: Poetry Slam „Global-Lokal-Nachhaltig?“

Gruppenbild des Poetry Slam in der StadtbibliothekNach einem Poetry Slam Schnupper-Workshop im Rathaus lieferten sich Jessy James LaFleur, Dominik Bartels und Matti Linke am 28. August ab 19.45 Uhr unter dem Motto „Wolfsburg und die Welt. Global - Lokal - Nachhaltig?“ in der Wolfsburger Stadtbibliothek eine literarische Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt des Slams standen die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, welche von den Künstlern in ihrer individuellen Art in kreativen und unterhaltsamen Texten verarbeitet wurden. 90 Gäste besuchten die Veranstaltung, welche in die kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft der Stadt Wolfsburg eingebettet ist.


Juni 2018: Podiumsgespräch zu Flüchtlingspolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Plakat PodiumsgesprächBei einem Podiumsgespräch zwischen Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Bundestagsabgeordnetem Falko Mohrs sowie Ethnologin Dr. Susanne Epple und Sophie Görling aus dem 11. Jahrgang des Ratsgymnasiums wurden in der vergangenen Woche zentrale und tagesaktuelle Fragen zur Asylpolitik in Europa erörtert. Moderator Moritz Müller, zugleich der amtierende "Jugend debattiert"- Regionalsieger und Schüler des Ratsgymnasiums, moderierte durch die Abendveranstaltung nach der Eröffnung durch Schulleiterin Jennifer Voß.

Das Podiumsgespräch wurde auf Initiative des Wolfsburger Oberbürgermeisters vom Referat für Internationale Beziehungen der Stadt in Kooperation mit dem Ratsgymnasium ausgerichtet. Auf diesem Weg konnte ein Austausch über die Chancen und Grenzen der europäischen Flüchtlingspolitik sowie Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven angestoßen werden. Die Veranstaltung knüpfte zugleich an die Aktionen Weltflüchtlingstag an und wurde mittels digitalem Graphic Recording dokumentiert. (...)


Entwicklungspartnerschaften der Stadt Wolfsburg

Umrisse von Menschen vor einer Grünweißen Weltkarte

Neben den Städtepartnerschaften und -freundschaften nimmt die Bedeutung kommunaler Entwicklungspartnerschaften zu. Diese neue Kooperationsform kommunaler internationaler Beziehungen ermöglicht eine bedarfsorientierte und zeitlich begrenzte Zusammenarbeit. Die globalen Partnerschaften stehen für Austausche, Kooperationen und gegenseitige Lernprozesse auf Augenhöhe.

Bei allen Aktivitäten werden die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) der Agenda 2030 mitgedacht. Denn Entwicklungspartnerschaften verfolgen zugleich die Absicht, eine gemeinsame Herangehensweise für nachhaltige Entwicklung zu finden und Lösungen für globale und lokale Probleme zu erarbeiten. 

Mit der Kombination von lokalen und internationalen Aktivitäten sowie aufgrund der fachübergreifenden Zusammenarbeit handelt es sich bei den Projektpartnerschaften auch in Wolfsburg um eine Querschnittsaufgabe, die auf die Mitwirkung von Engagierten und Fachleuten angewiesen ist.

Bis zum Sommer 2018 kooperiert die Stadt Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt Jendouba innerhalb des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“. Dieses wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt und finanziert. Mit dem Ziel, den kommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch in Form von Entwicklungspartnerschaften zu fördern, werden bis zu 25 Kleinprojekte in Tunesien, Marokko und Algerien im Bereich der Kommunalentwicklung unterstützt, Maßnahmen gemeinsam konzeptualisiert und im Maghreb umgesetzt. 

Wolfsburg begleitet Jendouba innerhalb des insgesamt zweijährigen Vorhabens bei der Planung und Konstruktion eines Stadtteilparks unter Beteiligung der AnwohnerInnen. Die Projektidee und Kooperation wurde auf Eigeninitiative Jendoubas aufgrund mangelnder Jugendtreffpunkte und im Rahmen der kommunalen Reformprozesse angestoßen.

Seit einem gemeinsamen Treffen während der Auftaktkonferenz in Bamberg im September 2016 stehen beide Kommunen in Kontakt. Regelmäßige Projektgruppentreffen in Wolfsburg, unter Beteiligung der städtischen Fachbereiche, ermöglichen die Erfahrungsaustausche und Entwicklung des Vorhabens.

Hintergrund: „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“

Die tunesischen Kommunen befinden sich nach dem Arabischen Frühling im Aufbau kommunaler und demokratischer Strukturen. Mit Hilfe des Wissenstransfers können sie von den Erfahrungen der deutschen Kommunen in der Stadtentwicklung – zugunsten effizienter Dienstleistungen, verbesserter Lebensbedingungen, zusätzlicher Arbeitsplätze und neuer Strukturen, die eine Beteiligung der Zivilbevölkerung ermöglichen – profitieren. 

Bürgernahe integrative Ansätze werden verfolgt, um die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu steigern und Anreize für junge Menschen zu schaffen, ihre Zukunft im eigenen Land verantwortungsbewusst mitzugestalten. Auf diesem Weg kann dem hohen Urbanisierungsgrad ebenso wie Fluchtursachen und Kriminalisierungstendenzen entgegengewirkt werden. 

Gleichzeitig ist der Lerneffekt auf deutscher Seite sehr groß. Die internationale Zusammenarbeit, die Fortbildung durch länderspezifische Workshops und Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure kommen den Integrationsmaßnahmen vor Ort und der Stärkung interkultureller Kompetenzen aller Beteiligten zugute.

Zeichnung einer grünen Glühbirne

Weitere Informationen zum Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb- Deutschland“

Flyer der SKEW, 2018: „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland"



Aktuell


Baubeginn in Jendouba: Foto: GIZFoto: GIZJuli 2019: Baubeginn in Jendouba

Nach Abschluss der Ausschreibungsverfahren konnte nun der Vertrag in Anwesenheit von Mitwirkenden der Stadt Jendouba, der GIZ und des Bauunternehmens unterzeichnet werden. Damit ist der Startschuss zum Bau des Stadtteilparks gefallen!



Rückblick

Delegation aus Jendouba am Bahndamm in Ehmen

März 2019: Offizielle Delegation aus Jendouba zur Vertiefung der Zusammenarbeit in Wolfsburg

Die Reise einer offiziellen Delegation der Stadt Jendouba unter Leitung des Bürgermeisters Ammar Ayadi im März 2019 diente der Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen Wolfsburg und Jendouba. Zudem konnten dank vielseitiger Unterstützung zahlreiche Fachgespräche arrangiert werden. 
Neben einer Einführung der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) zu Abwasser- und Entwässerungsprozessen konnten wichtige Informationen zu Hochwasserschutzmaßnahmen durch Dr. Gerhard Meier (Vorstand WEB) und die Verantwortlichen vermittelt werden. Bei dieser Gelegenheit lernte die tunesische Delegation auch den Hochwasserschutzbau am Bahndamm Ehmen, den Einsatz einer 3D-Kamera und das Klärwerk kennen. Ebenfalls besucht wurde der Geschäftsbereich Informationstechnologie der Stadt Wolfsburg, welcher der Gruppe das Geographische Informationssystem der Stadtverwaltung vorstellte. Außerdem erhielt die Delegation von Dr. Herbert Engel (Vorstand WAS) eine Einführung zur Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS). Mit einer Besichtigung des Entsorgungszentrums der WAS wurde der Besuch abgerundet.

Kontakte auf kultureller sowie sportlicher Ebene konnten bei Treffen mit Vertretern des Islamischen Kulturzentrums, des Tunesischen Vereins für Jugend und Kultur und VfL Leichtathletik e.V. vertieft werden

 
Die gesamte Pressemitteilung können Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen lesen.



November 2018: Fachaustausch und offizieller Besuch in Jendouba


Arbeitsgespräch der Fachgruppe mit Götz Stehr, Geschäftsbereichsleiter GrünOberbürgermeister Klaus Mohrs reiste im November 2018 mit einer kleinen Fachdelegation nach Tunesien. Der zweitägige Aufenthalt in der Freundschaftsstadt Jendouba diente der Weiterentwicklung des gemeinsamen Partnerschaftsprojekts vor Ort und der Vertiefung der kommunalen Beziehungen. (…)

 „Während der Projektreise konnten die letzten Hürden bei Detail- und Zeitplanungen für den Beginn der Baumaßnahmen im kommenden Jahr konkretisiert werden. Es wird ein Ansatz verfolgt, der die Anregungen der Anwohner unterschiedlicher Generationen berücksichtigt“, berichtet Götz Stehr (Leiter Geschäftsbereich Grün) im Anschluss an eine Arbeitssitzung. In Kooperation mit der Stadt Jendouba wird ein Verein zukünftig für die Instandhaltung und Nutzung des Platzes Sorge tragen.


Dezember 2017: „Netzwerktreffen für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika“ im phaeno

Entwicklungspartnerschaften im nordafrikanischen Raum im Fokus

Teilnehmer des Netzwerktreffens © Engagement Global/Martin Magunia

Im Rahmen des zweitägigen Netzwerktreffens für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika kamen jetzt rund 30 kommunale Mitarbeiter aus ganz Deutschland in Wolfsburg zusammen. Die Veranstaltung richtete sich an alle deutschen Akteure, die im Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ zurzeit konkrete Projekte mit nordafrikanischen Städten durchführen sowie an alle Kommunalakteure, die im Rahmen von Städte- oder Projektpartnerschaften Beziehungen in die Region pflegen oder ausbauen möchten. Die Stadt Wolfsburg fungierte dabei als Kooperationspartner der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH. (…)


November 2017: Kommunale Entwicklungszusammenarbeit im Erdkunde-Unterricht des THG

Teilnehmer des Netzwerktreffens

Auf Einladung von Frau Dybowski, Erdkundelehrerin des 12. Jahrgangs am Theodor-Heuss-Gymnasium Wolfsburg, stellten Referatsleiter Manfred Hüller und Nora Mühling (Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit) am 28. November 2017 das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg und das dort angesiedelte Aufgabengebiet „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ vor. Anhand der Projektbeteiligung „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ zwischen Wolfsburg und Jendouba wurden Kooperationsfelder in Nordafrika und deren Hintergründe erläutert und den SchülerInnen als besonderes Tätigkeitsfeld näher gebracht. 

Weitere Informationen dazu finden Sie hier: http://www.thg-wob.de/faecher/erdkunde



Oktober 2017: Fachaustausch in Jendouba

Anwohner nehmen am Graffiti Workshop im entstehenden Stadtteilpark Ennour in Jendouba teil

Nachdem im Frühjahr 2017 zwei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung Jendouba einen Einblick in die Wolfsburger Verwaltungsstrukturen erhielten und sich mit den am Projekt beteiligten Abteilungen Grün und Flächenplanung, Integration, Internationale Beziehungen, Bürger- und Jugendbeteiligung austauschten, besuchten Mitarbeiter aus den Geschäftsbereichen Grün, Jugend und Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg im Rahmen des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ die Freundschaftsstadt Jendouba vom 25. bis 29. Oktober 2017 während einer technischen Projektreise.

Die Fachaustausche zur Planung und Konstruktion eines Stadtteilparks in Jendouba unter Beteiligung der Anwohner wurde von den Projektkoordinatoren der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien und Deutschland (GIZ) begleitet. 

Vor Ort besichtigte die Delegation den Platz im Stadtviertel „Ennour“, überarbeitete in mehreren Sitzungen mit den tunesischen Kollegen die Baupläne und tauschte sich mit Vertretern von Bürgerinitiativen und Vereinen zu den Vorhaben aus. Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, das alle Zielgruppen im Stadtviertel berücksichtigt. Neben einer Ballspielfläche, einem Skate- sowie kleinen Fitnessbereich werden Spielplatz- und Aufenthaltselemente integriert. Die Bauarbeiten am Platz sollen im Frühjahr 2018 beginnen. Den Höhepunkt des Besuches bildete ein Graffiti-Workshop, den die Stadt Jendouba für die Anwohner organisierte.



März 2017: Fachaustausch in Wolfsburg

Projektgruppe der Stadt Wolfsburg mit den Mitarbeitenden der Stadt Jendouba

Vom 14. bis 17. März wurden zwei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung Jendouba im Rathaus willkommen geheißen. Die tunesischen KollegInnen erhielten im Rahmen der Projektarbeit zum Bau des Stadtteilparks in Jendouba einen Einblick in die Wolfsburger Verwaltungsstrukturen. Der Fachaustausch in Wolfsburg wurde durch die Projektkoordinatoren von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien (GIZ) und der Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt (SKEW) begleitet. 
In Form von Hospitationen lernten sie die Aufgaben und Prozesse der Abteilungen Grün/Flächenplanung, Integration, Internationale Beziehungen, Bürger- und Jugendbeteiligung kennen. Bei dem Besuch zahlreicher Spielflächen und Jugendorte sowie der Wolfsburg AG mit dem Allerpark konnten viele Eindrücke gewonnen und Ideen gesammelt werden. Kulturell wurde das Besuchsprogramm durch den Internationalen Freundeskreises Wolfsburg e.V. mit dem Tunesischen Kultur- und Jugendverein e.V. gestaltet. (...)

Grafik zur Nachhaltigkeitspartnerschaft Sarajevo - WolfsburgFoto: Mühling, Nora (33)Als eine von zwölf Projektpartnerschaften zwischen deutschen Kommunen und Kommunen aus Südosteuropa (Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo) engagierte sich die Stadt Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt Sarajevo innerhalb des Pilotprojektes, das von Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt und gefördert wurde. Innerhalb einer zweijährigen Projektlaufzeit setzten sich die Partnerkommunen systematisch mit den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030 auseinander, um diese innerhalb der kommunalen Prozesse zu verankern. 

Innerhalb des Programms konnten sowohl Austausche und Entsendungen als auch die Umsetzung einer Projektmaßnahme und Veranstaltung realisiert werden. Jede Projektpartnerschaft definierte eigene Schwerpunkte und konzentrierte sich neben den Nachhaltigkeitszielen Nr. 17 „Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ sowie Ziel Nr. 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ auf ein weiteres Nachhaltigkeitsziel: Wolfsburg und Sarajevo haben sich für Ziel Nr. 4 „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ entschieden. 



Aktuell

Wolfsburger Projektgruppe mit C2C-LernBoxen

C2C-LernBoxen

Mit fünf eigens entwickelten „Cradle to Cradle“-LernBoxen verfügt Wolfsburg über ein neues Lernmittel im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Damit schließt die Stadt Wolfsburg ihre Projektarbeit innerhalb ihrer „Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft“ ab. Die LernBoxen stehen Interessenten und Schulen (fachübergreifend, ab Jahrgang 10) ab Herbst 2018 zur Ausleihe oder als buchbares Bildungsangebot im NEST zur Verfügung.

Die zukunftsorientierte Denkschule C2C fordert ein konsequentes Wiederverwerten eingesetzter Materialien. Indem der Mensch nach dem Vorbild der Natur wirtschaftet, Kreisläufe berücksichtigt und Produktionsweisen überdenkt, können eingesetzte Ressourcen zurückgewonnen, Abfälle vermieden und ein positiver Fußabdruck hinterlassen werden.

Im Mai 2019 gab es erstmals die Möglichkeit der Nachbestellung der LernBoxen für externe Interessenten. Weitere Lehrerfortbildungen sind im NEST in Planung.




Rückblick


Gruppenfoto Engagement Global; Foto: Srdjan PlavsicFoto: Srdjan Plavsic

November 2018: Ergebniskonferenz in Belgrad

Zum Abschluss der „Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaften“ fanden sich die projektbeteiligten kommunalen Vertreter*innen aus Deutschland sowie Serbien, Kosovo und Bosnien und Herzegowina Ende 2018 in Belgrad ein. 

Präsentationen zu den Ergebnissen der Partnerschaftsarbeit, eine Auswertung des Pilotprojektes und die Möglichkeit zur Vernetzung und weiteren Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.



Wolfsburger Projektgruppe mit C2C-Boxen

September 2018: Pressegespräch und Lehrerfortbildung zum Projektabschluss

Mit fünf eigens entwickelten „Cradle to Cradle“-LernBoxen verfügt Wolfsburg nun über ein neues Lernmittel im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Die LernBoxen stellen fünf unterschiedliche Produkte aus den Bedarfsbereichen Haushalt, Wohnen und Spielen vor, die dem Denkprinzip „Cradle to Cradle“ (C2C) entsprechen. 
Mit Hilfe der LernBoxen haben Interessenten innerhalb eines selbstgesteuerten Lerngesprächs die Möglichkeit, sich mit Nachhaltigkeitsaspekten auseinanderzusetzen, Materialeigenschaften von fünf Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und nachzuvollziehen, wie das Denkprinzip und Design-Konzept von C2C funktioniert.
Die fünf LernBoxen stehen Interessenten und Schulen (fachübergreifend, ab Jahrgang 10) seit Herbst 2018 zur Ausleihe oder als buchbares Bildungsangebot im NEST zur Verfügung. Weitere Informationen: wolfsburg.de/nest (Link beibehalten)



Ankündigung des Poetry Slam am 28.08.2018

August 2018: Poetry Slam „Global-Lokal-Nachhaltig?“ in Wolfsburg

Nach einem Poetry Slam Schnupper-Workshop im Rathaus lieferten sich Jessy James LaFleur, Dominik Bartels und Matti Linke am 28. August ab 19.45 Uhr unter dem Motto „Wolfsburg und die Welt. Global - Lokal - Nachhaltig?“ in der Wolfsburger Stadtbibliothek eine literarische Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt des Slams standen die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, welche von den Künstlern in ihrer individuellen Art in kreativen und unterhaltsamen Texten verarbeitet wurden. 90 Gäste besuchten die Veranstaltung, welche in die kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft der Stadt Wolfsburg eingebettet ist.



Teilnehmer am Fachaustausch Wolfsburg - Sarajevo

April 2018: Fachaustausch für nachhaltige Entwicklung in Sarajevo

Während des Gegenbesuches der projektbeteiligten Wolfsburger Mitarbeiterinnen in Sarajevo konnte der aktuelle Stand der Pilotmaßnahmen beider Städte beraten und ein Einblick in Maßnahmen zu lokalen Entwicklung der Stadt Sarajevo gewährleistet werden. Während des dreitägigen Aufenthaltes lernte die Fachgruppe u.a. Bau- sowie Naturschutzmaßnahmen, Solarbänke, Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung und Messung der Luftverschmutzung kennen. Projekte im Rahmen des Ansatzes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wurden sowohl in einer Schule als auch in Naturschutzgebieten präsentiert. Sie stellten zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Wolfsburger Aktivitäten dar und neue Kontakte konnten auf diesem Wege zur weiteren Vernetzung geknüpft werden.

In Sarajevo werden innerhalb der Nachhaltigkeitspartnerschaft Projekttage und Exkursionen mit zwei Schulen zu den Themen „Einsparung von Ressourcen“ (unter anderem Wasser, Energie, Elektromüll) durchgeführt und mit einer Abschlussveranstaltung inklusive Wettbewerb ausgewertet.


Schülerworkshop an der Volkshochschule

April 2018: Erfolgreicher Schülerworkshop in der Volkshochschule
 
In einem ganztägigen Schülerworkshop unter dem Titel „Neue Denkkonzepte für eine nachhaltige Entwicklung und ihre praktische Umsetzung – Cradle to Cradle und Design Thinking“ setzten sich über 50 Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Kreislaufführung von Ressourcen“ auseinandersetzen. Im Rahmen der Aktivitäten zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg haben das Ratsgymnasium, das Phoenix Gymnasium Wolfsburg-Vorsfelde und das Theodor-Heuss-Gymnasium an dem Workshop teilgenommen.

Ein Team Wolfsburger Pädagogen hatte für den Workshop Prototypen kommunikativer C2C-LernBoxen entwickelt. Anhand der Workshopergebnisse werden die LernBoxen weiterentwickelt und können ab Herbst 2018 über das NEST ausgeliehen werden. Birgit Dybowski (NEST) lobt: „Die Schülerinnen und Schüler haben bis zum Freitagnachmittag sehr gewissenhaft mitgearbeitet und viele wichtige Impulse gesetzt.“ Die interdisziplinäre Teammethode „Design Thinking“ war Thema eines zweiten Teilworkshops. Hier wurden die Teilnehmenden aufgerufen, einen Lieblingsschuh zu entwerfen. (…)



Teilnehmer vor dem Gebäude des BUNDJanuar 2018: Fachaustausch mit Sarajevo in Wolfsburg
 
Vom 08. bis 12. Januar besuchte eine kleine Delegation aus Sarajevo im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft“ die Stadt Wolfsburg. Der aktuelle Fachaustausch diente einerseits der gemeinsamen Konkretisierung und Weiterentwicklung der jeweiligen Bildungsprojekte zur Steigerung des Nachhaltigkeitsbewusstseins in täglichen Arbeitssitzungen im Rathaus. Andererseits wurde die Gelegenheit genutzt, um lokale Nachhaltigkeitsinitiativen kennenzulernen. Neben den Vorstellungen von Umweltprojekten in der NaturErkundungsSTation (NEST), im Naturschutzzentrum (BUND-Kreisgruppe) und im Theodor-Heuss-Gymnasium lernten die Gäste die Arbeit des Referates für Internationale Beziehungen, des Agendabüros der Stadt und der C2C-Regionalgruppe kennen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs empfing weiterhin zu einem Gespräch. Auf großes Interesse stieß auch das Engagement des Modehaus‘ Hempel sowie Coworking Space Schiller40. Abschließend erhielten die Gäste einen Einblick zum verantwortungsvollen, nachhaltigen Handeln der Autostadt. (…)


September 2017: Netzwerktreffen „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ in Offenbach am Main

Teilnehmer des Netzwerktreffens © Hans-Jürgen Herrmann

Ende September 2017 nahmen drei Mitarbeiterinnen der Stadt Wolfsburg am Netzwerktreffen der deutschen Kommunen innerhalb des Programms „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ in Offenbach am Main teil. Während der zweitägigen Veranstaltung erfolgten Beratungen sowie Fachaustausche zur lokalen und internationalen Agenda-Arbeit der Städte sowie bezüglich der weiteren Ausgestaltung der Partnerschaftsprojekte mit den Kommunen aus Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo. Allen deutschen Kommunen stellt sich nun die Herausforderung der Antragstellung zur Mittelbewilligung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsprojekte. Das Netzwerktreffen der südosteuropäischen Kommunalakteure findet Ende November in Sarajevo statt.



Schaubild Dialogworkshop
Juli 2017: Dialogworkshop in Wolfsburg
 
Bürgerinnen und Bürger sowie Interessenten aus Politik und Verwaltung waren am 13. Juli 2017 zu einem Dialogworkshop eingeladen, um sich über die Städtefreundschaft sowie Agenda-Aktivitäten der Stadt zu informieren und das Pilotprojekt kennenzulernen. Ideen für Austausche und die Entwicklung eines Bildungsangebotes zum Thema „Nachhaltigkeit“ in Wolfsburg und Sarajevo wurden bei dieser Gelegenheit eingebracht und anhand der vorgegebenen Rahmenbedingungen diskutiert! 
Neben dem Vorschlag in Wolfsburg eine LernBox „Kreislaufführung von Ressourcen“ entsprechend des Ansatzes von „Cradle to Cradle“ zu entwickeln, wurde u.a. die Vernetzung von Reparaturangeboten und -akteuren angeregt. Weitere Ansätze fanden sich z.B. im Bereich Papierrecycling, Wasserkreislaufwirtschaft und Müll. 

Zeitgleich werden in Sarajevo Maßnahmen für eine Projektarbeit geprüft, die den dortigen Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechen. Beide Projektmaßnahmen werden dann aufeinander abgestimmt und zeitgleich umgesetzt. Dabei nehmen die Städte gegenseitig eine beratende Rolle ein und können von den Erfahrungen und Ideen zur nachhaltigen Entwicklung profitieren.



Mai 2017: Partnerschaftliche Zusammenarbeit 

Die Projektverantwortlichen aus dem Bereich für internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg nutzen im Rahmen der Projektbeteiligung die Möglichkeit zur Qualifizierung im interkulturellen Kontext an der Akademie für internationale Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).



Teilnehmer an der Auftaktkonferenz Kommunale NachhaltigkeitspartnerschaftenFoto: Barbara Frommann
Januar 2017: Auftaktkonferenz „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ in Gelsenkirchen

Erste bilaterale Gespräche zwischen den Projektverantwortlichen der Internationalen Beziehungen von Wolfsburg und Sarajevo konnten während der zweitägigen Auftaktkonferenz geführt werden. Die SKEW begrüßte rund 100 kommunale VertreterInnen aus Deutschland, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo im Januar 2017 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. 
Die Auftaktkonferenz fungierte als Grundlage für die gemeinsame Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Sinne der Agenda 2030 mit den SDGs –  für eine nachhaltige Kommunalentwicklung. Mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele wurde der Dialogprozess zwischen den Partnerkommunen angestoßen und nach Ansatzpunkten zur Umsetzung der SDGs auf kommunaler Ebene gesucht. Wolfsburg und Sarajevo einigten sich auf die Erarbeitung eines Bildungsangebotes zum Thema „Nachhaltigkeit“ als Pilotmaßnahme in beiden Städten. In Workshops und Entsendungen werden Austausche zur Entwicklung und Umsetzung dieser Maßnahme folgen.

Aktuell

Südafrikanische Delegation in Wolfsburger Ratsgymnasium Juli 2019: Südafrikanische Delegation zum Fachbesuch in Wolfsburg 

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte kürzlich eine südafrikanische Delegation der Dr. Nkosazana Dlamini Zuma Municipality. Die 118.000 Einwohner-Gemeinde liegt in der Provinz KwaZulu Natal. Seit 2006 engagiert sich der Wolfsburger Verein BE YOUR OWN HERO in der überwiegend ländlichen Region zugunsten der Bildungs-, und Unterbringungsmöglichkeiten benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Aufgrund der Erfolge innerhalb der Projektarbeit sowie der vielseitigen Unterstützung von Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern wurden auch seitens der Stadt Wolfsburg erste Kontakte im Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit geknüpft. 
Der Aufenthalt der Gäste aus Südafrika konzentrierte sich auf Fachbesuche in Bereichen, die für die südafrikanische Gemeinde aktuell große Herausforderungen in der kommunalen Entwicklung darstellen: die Stärkung von Wirtschaft und Tourismus, den Ausbau der Infrastruktur und die damit verbundene strategische Planung. Vor diesem Hintergrund konnten Treffen mit Vertretern der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) sowie des Referats Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Wolfsburg arrangiert werden. Verwaltungdirektor Vezi zeigte sich besonders beeindruckt über das Wachstum Wolfsburgs in den vergangenen zwanzig Jahren. „Es gibt viele Dinge, die wir in unserer Gemeindeentwicklung lernen müssen und wollen. Die Fachaustausche in Wolfsburg sind für uns deshalb besonders wertvoll“, ergänzte Bürgermeisterin Mncwabe in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Mohrs im Rathaus dankbar.
Südafrikanische Delegation in der Wolfsburger Schulwerkstatt

Aufgrund einer hohen Zahl an Schulabgänger, wenigen Ausbildungsmöglichkeiten und der alarmierenden Arbeitslosenquote von rund fünfzig Prozent (insbesondere bei jungen Menschen) zeigte die Delegation zudem großes Interesse an Maßnahmen und Möglichkeiten zur Förderung der Kinder und Jugendlichen durch Sport- und (Aus-)Bildungsangebote. In diesem Bereich besteht eine enge Verbindung zu den Projekten des Wolfsburger Vereins. 

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen


Zusatzinformation:
Der Aufenthalt der Delegation in Wolfsburg ist Bestandteil des Projekts „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“. Das Projekt wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).



Rückblick

September 2018: Weltkindertag

Mehrere Kinder winken in die KameraAuf Initiative von Almut und Dr. Christoph Stein stellten sich in diesem Jahr mit Unterstützung des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg Engagierte des Wasser für Kenia e.V. (für Kenia), des Be Your Own Hero e.V. (für Südafrika) und Aisosh Ethiopia! e.V. (für Äthiopien) in der Woche des Weltkindertages für Unterrichtsbesuche in Grundschulen zur Verfügung. Unter dem Motto „Wie leben Kinder in Afrika?“ nahmen die Grundschulen Bunte Schule, Fallersleben, Käferschule und Sülfeld sowie die Evangelische Grundschule Waldschule Eichelkamp mit insgesamt 14 vierten Schulklassen das Angebot wahr.


Februar 2018: Reise zur Projektentwicklung

Wandgraffiti mit Schriftzug: Clouds of Hope

Zur Weiterentwicklung von Unterstützungsmöglichkeiten innerhalb der Projekte des BYOH in der Region um Underberg begleitete Nora Mühling als Koordinatorin im Februar 2018 eine kurze Projektreise. Gemeinsam mit Uwe Cohrs und Gustav Achtermann, beide im Vorstand des BYOH Südafrika, wurden zahlreiche Gespräche geführt und die Bestandsaufnahme vor Ort fortgesetzt, um Kooperationsmöglichkeiten anhand der Voraussetzungen und Bedürfnisse vor Ort zu identifizieren.

Während des Projektbesuchs wurden unter anderem Termine zu den laufenden und folgenden Baumaßnahmen des Vereins in der Reichenau Schule sowie auf dem Gelände des Waisenhauses (Clouds of Hope) arrangiert. Sport und kulturelle Aktivitäten bilden wichtige Komponenten, um die Talente der Kinder und Jugendlichen zu fördern und Kontakte zwischen dem Waisenhaus und der Gemeinden zu stärken. Auch ein Besuch der Low-Cost-Areas in Underberg und Himeville stand auf dem Programm. Hier unterstützt der Verein Safe-Häuser, die Bedürftigen in Notsituation wichtigen Schutz bieten. 


November 2017: Oberbürgermeister Klaus Mohrs informiert sich über Projekte des BE YOUR OWN HERO e.V. in Südafrika

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (links) überreicht die Urkunde zur Schulpartnerschaft an Schulleiterin Nombuso Mkhize (3.v.r.) in Anwesenheit von Bischof Pius Mlungisi Dlungwane (rechts)Foto: © Be your own hero e.V. Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Projektreise besuchten Unterstützer und Vorstandsmitglieder des BE YOUR OWN HERO e.V. gemeinsam mit Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs das Kwa Sani-Projekt des Vereines in Südafrika. Als Schirmherr der Initiative „Wolfsburg baut ein Klassenhaus“ informierte sich das Stadtoberhaupt vor Ort über die aktuelle Situation, die Projektbestandteile und bevorstehende Maßnahmen. Das Projekt des Vereins widmet sich seit mehr als zehn Jahren der Unterbringung und Bildung benachteiligter Kinder einer sehr ländlichen Region Südafrikas.

“Es ist hoch spannend wie sich die ursprüngliche Idee entwickelt hat. Neben der anfänglichen Bereitstellung von Notunterkünften werden inzwischen Projekte bis hin zur Ausbildung der Kinder und Jugendlichen erfolgreich umgesetzt. Wenn das entsprechende Engagement vorhanden ist, kann mit wenig Geld sehr viel erreicht werden“, erläutert Oberbürgermeister Klaus Mohrs nach der Reise beeindruckt.

Einen wichtigen Meilenstein legte Oberbürgermeister Klaus Mohrs dazu während des Schulbesuchs, indem er die Schulpartnerschaft für die fünften bis siebten Klassen des Ratsgymnasiums Wolfsburg mit der Reichenau Mission School in Südafrika besiegelte. Die Schulleiterinnen Nombuso Mkhize und Jennifer Voß hatten im Vorfeld die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Die Zusammenarbeit wird mit dem gemeinsamen Projekt „Ich und meine Umwelt“ starten.


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Publikationen:


Pressemitteilung vom 29.08.2019

HEUTE FÜR MORGEN
Kinotage für eine globale und nachhaltige Entwicklung


Flyer Heute für MorgenKlimawandel, Flucht und Migration, Umweltverschmutzungen und Konsum sind Themen, die alle Menschen weltweit betreffen und in die Verantwortung nehmen. Weil dem so ist, hat sich das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg mit dem Kino im Hallenbad – Kultur am Schachtweg zusammengeschlossen und ein neues Format auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „HEUTE FÜR MORGEN“ werden ab September 2019 Kinotage für eine globale und nachhaltige Entwicklung veranstaltet, die sich den Themen der Agenda 2030 widmen.
Direkt am Weltkindertag wird der Film „Nicht ohne uns!“ gezeigt. Die Dokumentation verfolgt den Schulweg von 16 Kindern in insgesamt 15 Ländern auf fünf Kontinenten. Der Film spürt der Frage nach, wie Kinder ganz unterschiedlicher Herkunft die Welt betrachten. Die Sehnsüchte und Sorgen der Kinder sind sich erstaunlich ähnlich. Sicherheit, Frieden, Freundschaft, Liebe und der Wunsch nach der Abwesenheit von Gewalt und Krieg sind allen Kindern wichtig. „Nicht ohne uns!“ läuft am Dienstag, 20. September, um 18:00 Uhr im Kino des Hallenbades. Der Abend wird durch die in Wolfsburg gegründete Denkfabrik institut für zukünfte mit einer anschließenden Fragerunde begleitet. Dank der Unterstützung von Youth & Culture werden auch Schulvorstellungen angeboten.
Innerhalb der Europäischen Woche der Abfallvermeidung folgt am 18. November um 20:00 Uhr der Film „Welcome to Sodom“. Diese Dokumentation blickt hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde in Afrika. Im Vordergrund stehen die Lebensumstände und Schicksale von Menschen am Ende der Wertschöpfungskette. Der Abend wird begleitet von der Cradle to Cradle e.V. Regionalgruppe Wolfsburg.
Die 17 globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, kurz SDGs (Englisch: Sustainable Development Goals), wurden im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. In Form der Agenda 2030 verkörpern sie einen Welt-Zukunfts-Vertrag. Sie zeigen auf, was sich zur Lösung globaler Herausforderungen und für eine gerechte Welt verändern muss. Kurz: Es geht um eine globale Partnerschaft für unsere Zukunft. Jeder Einzelne, jede Organisation und alle Staaten haben die gleiche Verantwortung für ein gutes Leben aller Menschen in Würde und Freiheit. Der Erfolg der Agenda 2030 hängt davon ab, dass alle mitmachen – auch in Wolfsburg!
Hier wird auch die Stadt innerhalb des Projekts „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ aktiv. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Kino im Hallenbad und zusätzliche lokale Partnern gewonnen zu haben, die die Filmabende begleiten werden. Denn bei den Wolfsburger Kinotagen handelt es sich um ein gemeinsames Anliegen, um die Auseinandersetzung mit globalen Prozessen zu fördern. Es ist eine weitere Möglichkeit, das lokale entwicklungspolitische Engagement abzubilden“, macht Manfred Hüller (Referatsleiter Repräsentation, Internationale Beziehungen) deutlich.
„Die Kinotage sind nicht dazu da, mit erhobenem Zeigefinger an das schlechte Gewissen zu appellieren. Im Gegenteil: Es geht uns um einen positiven Blick nach vorn. Wir möchten Filme anbieten, die auf eine positive Art und Weise zum Nachdenken und Austausch anregen“, erklärt Karine Husson vom Kino im Hallenbad - Kultur im Schachtweg. „Deshalb haben wir uns auch für den Titel entschieden: HEUTE FÜR MORGEN ist ein motivierender Aufruf dazu, zu reflektieren, aktiv zu werden, eben einfach heute schon an morgen zu denken! Wir leben alle in einer Welt und hinterlassen zukünftigen Generationen unsere Spuren“, ergänzt die Wolfsburger Koordinatorin, Nora Mühling.
Weitere Informationen zu den Kinotagen und Filmen sind im Kinoprogramm des Hallenbades sowie unter wolfsburg.de/entwicklungspolitik zu finden. Der Eintritt ist an den Kinotagen kostenfrei.

Zusatzinformation
Die Kinotage sind Bestandteil des Projekts „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“, gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).


Pressemitteilung vom 04.07.2019

Südafrikanische Delegation in Wolfsburger Ratsgymnasium

Juli 2019: Südafrikanische Delegation zum Fachbesuch in Wolfsburg 
Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte kürzlich eine südafrikanische Delegation der Dr. Nkosazana Dlamini Zuma Municipality. Die 118.000 Einwohner-Gemeinde liegt in der Provinz KwaZulu Natal. Seit 2006 engagiert sich der Wolfsburger Verein BE YOUR OWN HERO in der überwiegend ländlichen Region zugunsten der Bildungs-, und Unterbringungsmöglichkeiten benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Aufgrund der Erfolge innerhalb der Projektarbeit sowie der vielseitigen Unterstützung von Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern wurden auch seitens der Stadt Wolfsburg erste Kontakte im Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit geknüpft. 
Der Aufenthalt der Gäste aus Südafrika konzentrierte sich auf Fachbesuche in Bereichen, die für die südafrikanische Gemeinde aktuell große Herausforderungen in der kommunalen Entwicklung darstellen: die Stärkung von Wirtschaft und Tourismus, den Ausbau der Infrastruktur und die damit verbundene strategische Planung. Vor diesem Hintergrund konnten Treffen mit Vertretern der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) sowie des Referats Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Wolfsburg arrangiert werden. Verwaltungdirektor Vezi zeigte sich besonders beeindruckt über das Wachstum Wolfsburgs in den vergangenen zwanzig Jahren. „Es gibt viele Dinge, die wir in unserer Gemeindeentwicklung lernen müssen und wollen. Die Fachaustausche in Wolfsburg sind für uns deshalb besonders wertvoll“, ergänzte Bürgermeisterin Mncwabe in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Mohrs im Rathaus dankbar.
Südafrikanische Delegation in der Wolfsburger Schulwerkstatt
Aufgrund einer hohen Zahl an Schulabgänger, wenigen Ausbildungsmöglichkeiten und der alarmierenden Arbeitslosenquote von rund fünfzig Prozent (insbesondere bei jungen Menschen) zeigte die Delegation zudem großes Interesse an Maßnahmen und Möglichkeiten zur Förderung der Kinder und Jugendlichen durch Sport- und (Aus-)Bildungsangebote. In diesem Bereich besteht eine enge Verbindung zu den Projekten des Wolfsburger Vereins. Mit dem sog. Future Compass wird das Engagement des BE YOUR OWN HERO e.V. seit Kurzem um einen weiteren Baustein ergänzt: Zugunsten der Persönlichkeitseinwicklung ist eine gemeinschaftliche Begegnungsstätte mit Sport- und Kulturangeboten unter Berücksichtigung von Bildungs- und Integrationsansätzen zur Lebens- und Berufsorientierung von  Kindern und Jugendlichen entstanden.
In Wolfsburg lernte die Delegation die Schulwerkstatt (Geschäftsbereich Jugend in Kooperation mit der Hauptschule Vorsfelde) kennen. Hier werden Jugendliche, die den Schulbesuch aus unterschiedlichen Gründen verweigern in kleinen Gruppen betreut und beschult, um den Hauptschulabschluss zu erlangen. Das pädagogische Konzept beinhaltet u.a. einen hohen Praxisanteil im Bereich Holztechnik sowie Hauswirtschaft/Kochen. Weiterhin gewährte die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH Einblicke zu Projekten im Bereich Integration und der sozialen Verantwortung. Einen weiteren besonderen Empfang organisierte das Ratsgymnasium mit der Projektgruppe „Partnerschule Südafrika“. Das Ratsgymnasium pflegt eine Verbindung mit der Reichenau Mission School in der Gemeinde. Für die dreiköpfige Delegation wurde durch die Schüler eine englischsprachige Schulführung organisiert. Während einer anschließenden Fragerunde in einem eigens geschmückten Raum konnten Informationen zum Schul- und Lebensalltag in beiden Ländern ausgetauscht werden. Zum Abschluss überreichten die Schüler Fotoalben, die Bürgermeisterin Mncwabe der Partnerschule übergeben wird.

Zusatzinformation:
Der Aufenthalt der Delegation in Wolfsburg ist Bestandteil des Projekts „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“. Das Projekt wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).



Pressemitteilung vom 08. April 2019

Viertes Forum für international Aktive 



Pressemitteilung vom 14.03.2019

Delegationsbesuch aus Jendouba


Delgation aus Jendouba im Entsorgungszentrum
Neben einer Einführung der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) zu Abwasser- und Entwässerungsprozessen konnten wichtige Informationen zu Hochwasserschutzmaßnahmen durch Dr. Gerhard Meier (Vorstand WEB) und die Verantwortlichen vermittelt werden. Bei dieser Gelegenheit lernte die tunesische Delegation auch den Hochwasserschutzbau am Bahndamm Ehmen, den Einsatz einer 3D-Kamera und das Klärwerk kennen. Ebenfalls besucht wurde der Geschäftsbereich Informationstechnologie der Stadt Wolfsburg, welcher der Gruppe das Geographische Informationssystem der Stadtverwaltung vorstellte. Außerdem erhielt die Delegation von Dr. Herbert Engel (Vorstand WAS) eine Einführung zur Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS). Mit einer Besichtigung des Entsorgungszentrums der WAS wurde der Besuch abgerundet.


Pressemitteilung vom 11.01.2019

Kommunales entwicklungspolitisches Engagement

Stadt erhält Folgeförderung vom Bundesministerium

Von einer Folgeförderung der Initiative „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ profitiert jetzt die Stadt Wolfsburg als eine der ersten fünf Kommunen in Deutschland. Dank der Bewilligung eines Zuschusses für Personalressourcen kann das entwicklungspolitische Engagement der Stadt für weitere zwei Jahre vertieft werden. Die Förderung erfolgt durch die Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Als eine von insgesamt inzwischen 66 Koordinatoren in Kommunen, kommunalen Verbände und kommunalen Unternehmen, ist Nora Mühling bis Ende 2020 im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen im Einsatz. „Die hohe Resonanz innerhalb der Initiative ist darauf zurückzuführen, dass Kommunen, wie Wolfsburg, zwar zunehmend als Akteure in der Entwicklungspolitik gefordert werden, dies aber mit den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen nicht zusätzlich leisten können. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass uns die Folgeförderung gewährt wurde“, erklärt Referatsleiter Manfred Hüller.

Als Kommunale Entwicklungspolitik werden Maßnahmen der Kommunalverwaltung und -politik verstanden, die sowohl die nachhaltige Entwicklung vor Ort als auch in Entwicklungsländern fördern. Wichtig ist dabei, dass erst die spezifische Kombination von Inlands- und Auslandsarbeit die kommunale Entwicklungspolitik wirksam werden lässt.

Neben der Initiierung des halbjährlich stattfindenden „Forums Entwicklungszusammenarbeit“ für entwicklungspolitisch interessierte und aktiv Akteure aus Wolfsburg und der erfolgreichen Ausgestaltung der „Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft“ mit der Freundschaftsstadt Sarajevo, konnten während der Erstförderung (2017/18) unter anderem die Kontakte in die tunesische Freundschaftsstadt Jendouba sowie nach Südafrika intensiviert werden.

Während der Folgeförderung wird der Schwerpunkt nun auf projektbasierten Entwicklungspartnerschaften in Tunesien und Südafrika liegen, deren Umsetzung vor allem in Form von Fachaustauschen ermöglicht werden kann. Ergänzt werden die Vorhaben durch Bildungs- und Informationsveranstaltungen sowie Vernetzungsformate zur Förderung des entwicklungspolitischen Engagements vor Ort.

„Es ist sehr beeindruckend, was innerhalb der Initiative bereits umgesetzt werden konnte und wie vielfältig das Engagement in Wolfsburg ist“, resümiert Nora Mühling. „Wir profitieren inzwischen von einem sehr wertvollen Netzwerk, das sich während der ersten zwei Jahre sowohl hier in Wolfsburg als auch mit den anderen Koordinatoren, Projektpartnern und in Zusammenarbeit mit Engagement Global entwickelt hat. Im Rahmen der Folgeförderung werden wir dieses Potential nutzen und streben weitere Beiträge zur Stärkung des lokalen Verantwortungsbewusstseins für globale Entwicklungen an.“

Damit handelt die Stadt zugleich im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Weitergehende Informationen zu dem Thema sind im Internet zu finden unter www.wolfsburg.de/entwicklungspolitik.

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