Entwicklungspolitik

Kommunale Entwicklungszusammenarbeit

Mit dem Bereich „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ verfügt das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen über ein neues und weiteres Standbein kommunaler internationaler Zusammenarbeit. 

Manfred Hüller, Nora Mühling, Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Seit dem 1. Januar 2017 verfügt die Stadt Wolfsburg über eine Personalstelle zugunsten des entwicklungspolitischen Engagements der Stadt. Diese wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit ist Nora Mühling seit Beginn des Jahres im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen tätig. 

Zeichnung einer grünen Glühbirne

Weiterführende Informationen zur Initiative „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik: Initiative zur Förderung einer Personalstelle zur Koordination und Umsetzung entwicklungspolitischen Engagements in Kommunen“

Logos von Engagement Global, Kommunen in der einen Welt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung


Ratsbeschluss über „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“

In der Ratssitzung vom 7. Februar 2018 beschloss der Rat mehrheitlich die Anerkennung  der „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ als Aufgabengebiet der Stadt Wolfsburg im Sinne einer Querschnittsaufgabe unter Federführung des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen. Damit wurde ein besonders wichtiger Meilenstein für folgende Schritte im Bereich der entwicklungspolitischen Projektarbeit und ein Zeichen zugunsten des internationalen Engagements gesetzt.

Die gesamte Ratsvorlage finden Sie hier.


Ankündigung

„Global – Lokal – Nachhaltig?“

Poetry Slam Schnupper-Workshop
mit Berliner Spoken-Word-Künstlerin Jessy James LaFleur

Die Berliner Spoken-Word-Künstlerin Jessy James LaFleurFoto: Jessy James LaFleur (Matthias Naumann)

Im Rahmen der Beteiligung an der Initiative „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ lädt die Stadt Wolfsburg  unter dem Motto „Global - Lokal - Nachhaltig?“ am 28. August 2018 Neugierige von 16 bis 19 Uhr zu einem Poetry Slam Schnupper-Workshop in das Rathaus A (Sitzungszimmer 5) ein.

Im Workshop lernen die Teilnehmenden alles über "Spoken Word" und das Phänomen Poetry Slam. Alles dreht sich um Sprachspiel, Rhythmik sowie die Mehrdeutigkeit von Wörtern und Sätzen im Zusammenspiel mit individueller Performance,  Körpersprache und einer Prise Extra-Selbstvertrauen. Thematisch orientiert sich der Workshop an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

Geleitet wird der Workshop von der professionellen Spoken-Word-Künstlerin und Rapperin Jessy James LaFleur aus Berlin. Seit über 16 Jahren tritt die in Aachen geboren und in Belgien aufgewachsene Künstlerin auf nationalen und internationalen Bühnen auf.

Die Teilnehmerzahl zu dem kostenfreien Workshop ist begrenzt. Anmeldungen sind unter nora.muehling@stadt.wolfsburg.de bzw. 05361/28 2851 möglich.

Poetry Slam „Wolfsburg und die Welt“

Kietzpoeten Jessy James LaFleur, Dominik Bartels und Matti Linke 
slamen nachhaltig in der Stadtbibliothek

Logo Kiezpoeten

Drei Poetry Slammer der Kietzpoeten liefern sich am 28. August 2018 ab 19:45 Uhr unter dem Motto „Wolfsburg und die Welt. Global - Lokal - Nachhaltig?“ in der Wolfsburger Stadtbibliothek eine literarischen Auseinandersetzung.

Im Mittelpunkt des Slams stehen dabei die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, welche von den Künstlern in ihrer individuellen Art in kreativen und unterhaltsamen Texten verarbeitet werden und zum Nachdenken über unser Handeln und eine bessere Welt anregen sollen. Die Kietzpoeten werden an diesem Abend hochkarätig durch Jessy James LaFleur aus Berlin, Dominik Bartels aus Helmstedt und Matti Linke aus Celle vertreten.

Die Veranstaltung ist Bestandteil der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeitspartnerschaft der Stadt Wolfsburg mit Unterstützung der Stadtbibliothek. Der Einlass erfolgt ab 19 Uhr bei freiem Eintritt. Um Anmeldung an nora.muehling@stadt.wolfsburg.de bzw. 05361/28 2851 wird gebeten. 


Mit neuen LernBoxen das Prinzip Cradle to Cradle (C2C) verstehen

Plakat Cradle to Cradle

Präsentation und Fortbildung für Lehrkräfte

Zum Abschluss unserer Pilotmaßnahme innerhalb der „Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft“ mit unserer Freundschaftsstadt Sarajevo laden wir Sie ganz herzlich zur
Präsentation und Fortbildung für Lehrkräfte „Ist ein positiver ökologischer Fußabdruck möglich? Mit neuen LernBoxen das Prinzip Cradle to Cradle (C2C) verstehen“ am 19. September 2018, 16:00 bis 18:00 Uhr in die NaturErkundungsSTation Wolfsburg ein, um Ihnen unser neues Unterrichtsmaterial für die Klassenstufen 10 bis 13 zu präsentieren.

Die LernBoxen stellen Produkte der Denkschule Cradle to Cradle in den Vordergrund. Eine unterrichtliche Anbindung kann zum Thema „nachhaltige Entwicklung“ z. B. in den Fächern Erdkunde, Politik oder Chemie, in Technik oder in einem Seminarfach erfolgen. 

Um Anmeldung wird bis zum 10. September 2018 an Frau Birgit Dybowski (NaturErkundungsSTation Wolfsburg) unter info@nest-wob.de gebeten. 


Aktuell

Podiumsgespräch zu Flüchtlingspolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Plakat PodiumsgesprächBei einem Podiumsgespräch zwischen Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Bundestagsabgeordnetem Falko Mohrs sowie Ethnologin Dr. Susanne Epple und Sophie Görling aus dem 11. Jahrgang des Ratsgymnasiums wurden in der vergangenen Woche zentrale und tagesaktuelle Fragen zur Asylpolitik in Europa erörtert. Moderator Moritz Müller, zugleich der amtierende "Jugend debattiert"- Regionalsieger und Schüler des Ratsgymnasiums, moderierte durch die Abendveranstaltung nach der Eröffnung durch Schulleiterin Jennifer Voß.

Das Podiumsgespräch wurde auf Initiative des Wolfsburger Oberbürgermeisters vom Referat für Internationale Beziehungen der Stadt in Kooperation mit dem Ratsgymnasium ausgerichtet. Auf diesem Weg konnte ein Austausch über die Chancen und Grenzen der europäischen Flüchtlingspolitik sowie Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven angestoßen werden. Die Veranstaltung knüpfte zugleich an die Aktionen Weltflüchtlingstag an und wurde mittels digitalem Graphic Recording dokumentiert. (...)

Die gesamte Pressemitteilung können Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen lesen.

Zahlreiche Wolfsburger Akteure, Vereine, Einrichtungen und Unternehmen engagieren sich bereits weltweit zugunsten eines gerechten Zugangs zu Ressourcen, für Bildungschancen, den Wiederaufbau nach Katastrophen, im Gesundheitsbereich oder für grenzüberschreitende Austausche und Umweltbewusstsein. Die Bandbreite der Aktivitäten und des Engagements ist sehr groß und bewundernswert! 

Mit Ihrer Unterstützung können wir ein Forum ins Leben rufen, um Erfahrungsaustausche anzustoßen und gemeinsame Aktionen zu ermöglichen.

Das erste Netzwerk- und Kennenlerntreffen des Wolfsburger Forums Entwicklungszusammenarbeit fand am 10. Oktober 2017 im Ratssitzungssaal der Stadt Wolfsburg statt. Die Pressemitteilung dazu finden Sie unter dem Reiter "Presseberichte und Publiktationen".

Zukünftig wird das Forum halbjährlich zusammenfinden.

Sie haben Interesse an einem Netzwerktreffen, um Erfahrungen aus Ihren Projekten zu teilen oder möchten sich Tipps anderer Akteure holen? Oder würden Sie sich gern in einem der Wolfsburger Projekte engagieren? 

Wenden Sie sich bei Interesse jederzeit an:

Nora Mühling
E-Mail: nora.muehling@stadt.wolfsburg.de

Telefon: 05361 - 28 2851


Aktuell

Oktober 2017: Wolfsburger Forum Entwicklungszusammenarbeit ins Leben gerufen

Gruppenbild vom ersten Forum Entwicklungszusammenarbeit

Zum ersten Forum Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg trafen sich jetzt rund 40 Interessenten im Rathaus. Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte die Teilnehmer im Rahmen der Auftaktveranstaltung im gut gefüllten Ratssitzungssaal. Das Forum bildete die Grundlage, um ein erstes Kennenlernen entwicklungspolitisch bereits aktiver und interessierter Wolfsburger zu ermöglichen.

Von den Teilnehmern wurde begrüßt, dass auf dieser Basis weitere Kontakte geknüpft, Erfahrungsaustausche angestoßen und Mitstreiter gewonnen werden können. „Das vielseitige und breit gestreute Engagement, das von Wolfsburg aus bereits in die Welt hinausstrahlt, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen mit diesem Forum Transparenz schaffen und gemeinsam ins Gespräch kommen“, fasste Manfred Hüller, Leiter des Referates Internationale Beziehungen zusammen.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen.


März 2018: Zweites Forum für international Aktive

Deckblatt zur Präsentation für das 2. Forum EntwicklungszusammenarbeitRund 30 Interessenten kamen jetzt zum zweiten Forum Entwicklungsammenarbeit auf Einladung der Stadt Wolfsburg zusammen. (…) Als Projektkoordinator stellte Julian Cordes den Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) vor. Mit Unterstützung des VEN können Angebote im Bereich der entwicklungspolitischen Beratungs- und Bildungsarbeit wahrgenommen werden. Während der allgemeinen Vorstellungs- und Fragerunde wandten sich alle Beteiligten mit ihren aktuellen Interessen und Fragestellungen an den Teilnehmerkreis. Ergänzt wurden diese durch Kurzberichte von Professor Christian Kouam mit Projekten in Kamerun sowie Dr. Susanne Epple, welche ihr Engagement in Äthiopien und die damit einhergehenden Herausforderungen schilderte. 

Im letzten Teil des Forums waren alle Beteiligten aufgerufen sich mit möglichen folgenden Aktionen auseinanderzusetzen. Gemeinsam wurde an Aktivitäten zur Stärkung entwicklungspolitischen Engagement gefeilt, die der weiteren Vernetzung dienen. Insbesondere die Einladung eines Referenten für einen Überblick über die breit gefächerte Förderlandschaft stieß auf großes Interesse.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen.

Hier finden Sie die Präsentation zum zweiten Forum für international Aktive.

Entwicklungspartnerschaften der Stadt Wolfsburg

Umrisse von Menschen vor einer Grünweißen Weltkarte

Neben den Städtepartnerschaften und -freundschaften nimmt die Bedeutung kommunaler Entwicklungspartnerschaften zu. Diese neue Kooperationsform kommunaler internationaler Beziehungen ermöglicht eine bedarfsorientierte und zeitlich begrenzte Zusammenarbeit. Die globalen Partnerschaften stehen für Austausche, Kooperationen und gegenseitige Lernprozesse auf Augenhöhe.

Bei allen Aktivitäten werden die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) der Agenda 2030 mitgedacht. Denn Entwicklungspartnerschaften verfolgen zugleich die Absicht, eine gemeinsame Herangehensweise für nachhaltige Entwicklung zu finden und Lösungen für globale und lokale Probleme zu erarbeiten. 

Mit der Kombination von lokalen und internationalen Aktivitäten sowie aufgrund der fachübergreifenden Zusammenarbeit handelt es sich bei den Projektpartnerschaften auch in Wolfsburg um eine Querschnittsaufgabe, die auf die Mitwirkung von Engagierten und Fachleuten angewiesen ist.

Bis zum Sommer 2018 kooperiert die Stadt Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt Jendouba innerhalb des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“. Dieses wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt und finanziert. Mit dem Ziel, den kommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch in Form von Entwicklungspartnerschaften zu fördern, werden bis zu 25 Kleinprojekte in Tunesien, Marokko und Algerien im Bereich der Kommunalentwicklung unterstützt, Maßnahmen gemeinsam konzeptualisiert und im Maghreb umgesetzt. 

Wolfsburg begleitet Jendouba innerhalb des insgesamt zweijährigen Vorhabens bei der Planung und Konstruktion eines Stadtteilparks unter Beteiligung der AnwohnerInnen. Die Projektidee und Kooperation wurde auf Eigeninitiative Jendoubas aufgrund mangelnder Jugendtreffpunkte und im Rahmen der kommunalen Reformprozesse angestoßen.

Seit einem gemeinsamen Treffen während der Auftaktkonferenz in Bamberg im September 2016 stehen beide Kommunen in Kontakt. Regelmäßige Projektgruppentreffen in Wolfsburg, unter Beteiligung der städtischen Fachbereiche, ermöglichen die Erfahrungsaustausche und Entwicklung des Vorhabens.

Hintergrund: „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“

Die tunesischen Kommunen befinden sich nach dem Arabischen Frühling im Aufbau kommunaler und demokratischer Strukturen. Mit Hilfe des Wissenstransfers können sie von den Erfahrungen der deutschen Kommunen in der Stadtentwicklung – zugunsten effizienter Dienstleistungen, verbesserter Lebensbedingungen, zusätzlicher Arbeitsplätze und neuer Strukturen, die eine Beteiligung der Zivilbevölkerung ermöglichen – profitieren. 

Bürgernahe integrative Ansätze werden verfolgt, um die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu steigern und Anreize für junge Menschen zu schaffen, ihre Zukunft im eigenen Land verantwortungsbewusst mitzugestalten. Auf diesem Weg kann dem hohen Urbanisierungsgrad ebenso wie Fluchtursachen und Kriminalisierungstendenzen entgegengewirkt werden. 

Gleichzeitig ist der Lerneffekt auf deutscher Seite sehr groß. Die internationale Zusammenarbeit, die Fortbildung durch länderspezifische Workshops und Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure kommen den Integrationsmaßnahmen vor Ort und der Stärkung interkultureller Kompetenzen aller Beteiligten zugute.

Zeichnung einer grünen Glühbirne



Frühjahr 2017: Fachaustausch in Wolfsburg

Projektgruppe der Stadt Wolfsburg mit den Mitarbeitenden der Stadt Jendouba

Vom 14. bis 17. März wurden zwei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung Jendouba im Rathaus willkommen geheißen. Die tunesischen KollegInnen erhielten im Rahmen der Projektarbeit zum Bau des Stadtteilparks in Jendouba einen Einblick in die Wolfsburger Verwaltungsstrukturen. Der Fachaustausch in Wolfsburg wurde durch die Projektkoordinatoren von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien (GIZ) und der Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt (SKEW) begleitet. 
In Form von Hospitationen lernten sie die Aufgaben und Prozesse der Abteilungen Grün/Flächenplanung, Integration, Internationale Beziehungen, Bürger- und Jugendbeteiligung kennen. Bei dem Besuch zahlreicher Spielflächen und Jugendorte sowie der Wolfsburg AG mit dem Allerpark konnten viele Eindrücke gewonnen und Ideen gesammelt werden. Kulturell wurde das Besuchsprogramm durch den Internationalen Freundeskreises Wolfsburg e.V. mit dem Tunesischen Kultur- und Jugendverein e.V. gestaltet. (...)

Die gesamte Pressemitteilung zum Fachaustausch finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen.


Herbst 2017: Fachaustausch in Jendouba

Anwohner nehmen am Graffiti Workshop im entstehenden Stadtteilpark Ennour in Jendouba teil

Nachdem im Frühjahr 2017 zwei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung Jendouba einen Einblick in die Wolfsburger Verwaltungsstrukturen erhielten und sich mit den am Projekt beteiligten Abteilungen Grün und Flächenplanung, Integration, Internationale Beziehungen, Bürger- und Jugendbeteiligung austauschten, besuchten Mitarbeiter aus den Geschäftsbereichen Grün, Jugend und Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg im Rahmen des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ die Freundschaftsstadt Jendouba vom 25. bis 29. Oktober 2017 während einer technischen Projektreise.

Die Fachaustausche zur Planung und Konstruktion eines Stadtteilparks in Jendouba unter Beteiligung der Anwohner wurde von den Projektkoordinatoren der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien und Deutschland (GIZ) begleitet. 

Vor Ort besichtigte die Delegation den Platz im Stadtviertel „Ennour“, überarbeitete in mehreren Sitzungen mit den tunesischen Kollegen die Baupläne und tauschte sich mit Vertretern von Bürgerinitiativen und Vereinen zu den Vorhaben aus. Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, das alle Zielgruppen im Stadtviertel berücksichtigt. Neben einer Ballspielfläche, einem Skate- sowie kleinen Fitnessbereich werden Spielplatz- und Aufenthaltselemente integriert. Die Bauarbeiten am Platz sollen im Frühjahr 2018 beginnen. Den Höhepunkt des Besuches bildete ein Graffiti-Workshop, den die Stadt Jendouba für die Anwohner organisierte.

Die gesamte Pressemitteilung zum Fachaustausch finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen.


Kommunale Entwicklungszusammenarbeit im Erdkunde-Unterricht des THG

Teilnehmer des Netzwerktreffens

Auf Einladung von Frau Dybowski, Erdkundelehrerin des 12. Jahrgangs am Theodor-Heuss-Gymnasium Wolfsburg, stellten Referatsleiter Manfred Hüller und Nora Mühling (Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit) am 28. November 2017 das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg und das dort angesiedelte Aufgabengebiet „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ vor. Anhand der Projektbeteiligung „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ zwischen Wolfsburg und Jendouba wurden Kooperationsfelder in Nordafrika und deren Hintergründe erläutert und den SchülerInnen als besonderes Tätigkeitsfeld näher gebracht. 

Weitere Informationen dazu finden Sie hier: http://www.thg-wob.de/faecher/erdkunde



Aktuell

„Netzwerktreffen für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika“ im phaeno

Entwicklungspartnerschaften im nordafrikanischen Raum im Fokus

Teilnehmer des Netzwerktreffens © Engagement Global/Martin Magunia

Im Rahmen des zweitägigen Netzwerktreffens für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika kamen jetzt rund 30 kommunale Mitarbeiter aus ganz Deutschland in Wolfsburg zusammen. Die Veranstaltung richtete sich an alle deutschen Akteure, die im Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ zurzeit konkrete Projekte mit nordafrikanischen Städten durchführen sowie an alle Kommunalakteure, die im Rahmen von Städte- oder Projektpartnerschaften Beziehungen in die Region pflegen oder ausbauen möchten. Die Stadt Wolfsburg fungierte dabei als Kooperationspartner der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH. (…)

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide wies zu Beginn der Veranstaltung auf die Bedeutung des Treffens hin: „Dieses Netzwerktreffen ist so besonders, weil alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland ein gemeinsames Interesse und Ziel verfolgen: Auf kommunaler Ebene internationale Austausche und Projektpartnerschaften im nordafrikanischen Raum zu ermöglichen. Der Mehrwert von Partnerschaften ist ganz eindeutig, dass Wissen fachübergreifend weitergegeben wird, dass Erfahrungsaustausche und grenzüberschreitende Kooperationen auf Augenhöhe aufgebaut und stets neue Erfahrungen gesammelt werden können.“ (…)

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen.


Gruppenbild der Auftaktkonferenz Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften in Gelsenkirchen © Barbara Frommann

Eine weitere Entwicklungspartnerschaft entsteht mit der Freundschaftsstadt Sarajevo. Als eine von aktuell zwölf Projektpartnerschaften zwischen deutschen Kommunen und Kommunen aus Südosteuropa (Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo) engagiert sich die Stadt Wolfsburg innerhalb des Pilotprojektes „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“, das von Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt und gefördert wird. Innerhalb einer zweijährigen Projektlaufzeit setzen sich die Partnerkommunen systematisch mit den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030 auseinander, um diese innerhalb der kommunalen Prozesse zu verankern. 

Sowohl Austausche und Entsendungen als auch die Umsetzung einer Projektmaßnahme im Sinne der SDGs in beiden Städten werden gemeinsam verfolgt. Jede Projektpartnerschaft definiert eigene Schwerpunkte und konzentriert sich neben den Nachhaltigkeitszielen Nr. 17 „Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ sowie Ziel Nr. 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ auf ein weiteres Nachhaltigkeitsziel: Wolfsburg und Sarajevo haben sich für Ziel Nr. 4 „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ entschieden. Als Projektmaßnahmen soll bis Ende 2018 ein Bildungsangebot zum Thema „Nachhaltigkeit“ in beiden Städten entwickelt werden.


Auftaktkonferenz „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ in Gelsenkirchen

Vertreter aus Wolfsburg und Sarajevo auf der Auftaktkonferenz in Gelsenkirchen © Barbara Frommann

Erste bilaterale Gespräche zwischen den Projektverantwortlichen der Internationalen Beziehungen von Wolfsburg und Sarajevo konnten während der zweitägigen Auftaktkonferenz geführt werden. Die SKEW begrüßte rund 100 kommunale VertreterInnen aus Deutschland, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo im Januar 2017 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. 

Die Auftaktkonferenz fungierte als Grundlage für die gemeinsame Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Sinne der Agenda 2030 mit den SDGs –  für eine nachhaltige Kommunalentwicklung. Mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele wurde der Dialogprozess zwischen den Partnerkommunen angestoßen und nach Ansatzpunkten zur Umsetzung der SDGs auf kommunaler Ebene gesucht. Wolfsburg und Sarajevo einigten sich auf die Erarbeitung eines Bildungsangebotes zum Thema „Nachhaltigkeit“ als Pilotmaßnahme in beiden Städten. In Workshops und Entsendungen werden Austausche zur Entwicklung und Umsetzung dieser Maßnahme folgen.


Dialogworkshop in Wolfsburg

Schaubild der Projektbedingungen aus dem Dialogworkshop in Wolfsburg

Bürgerinnen und Bürger sowie Interessenten aus Politik und Verwaltung waren am 13. Juli 2017 zu einem Dialogworkshop eingeladen, um sich über die Städtefreundschaft sowie Agenda-Aktivitäten der Stadt zu informieren und das Pilotprojekt kennenzulernen. Ideen für Austausche und die Entwicklung eines Bildungsangebotes zum Thema „Nachhaltigkeit“ in Wolfsburg und Sarajevo wurden bei dieser Gelegenheit eingebracht und anhand der vorgegebenen Rahmenbedingungen diskutiert! 
Neben dem Vorschlag in Wolfsburg eine LernBox „Kreislaufführung von Ressourcen“ entsprechend des Ansatzes von „Cradle to Cradle“ zu entwickeln, wurde u.a. die Vernetzung von Reparaturangeboten und -akteuren angeregt. Weitere Ansätze fanden sich z.B. im Bereich Papierrecycling, Wasserkreislaufwirtschaft und Müll. 
Zeitgleich werden in Sarajevo Maßnahmen für eine Projektarbeit geprüft, die den dortigen Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechen. Beide Projektmaßnahmen werden dann aufeinander abgestimmt und zeitgleich umgesetzt. Dabei nehmen die Städte gegenseitig eine beratende Rolle ein und können von den Erfahrungen und Ideen zur nachhaltigen Entwicklung profitieren.

Die Pressemitteilung zum Dialogworkshop finden Sie unter dem Reiter "Presseberichte und Publikationen"


Netzwerktreffen „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ in Offenbach am Main

Teilnehmer des Netzwerktreffens © Hans-Jürgen Herrmann

Ende September 2017 nahmen drei Mitarbeiterinnen der Stadt Wolfsburg am Netzwerktreffen der deutschen Kommunen innerhalb des Programms „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“ in Offenbach am Main teil. Während der zweitägigen Veranstaltung erfolgten Beratungen sowie Fachaustausche zur lokalen und internationalen Agenda-Arbeit der Städte sowie bezüglich der weiteren Ausgestaltung der Partnerschaftsprojekte mit den Kommunen aus Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo. Allen deutschen Kommunen stellt sich nun die Herausforderung der Antragstellung zur Mittelbewilligung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsprojekte. Das Netzwerktreffen der südosteuropäischen Kommunalakteure findet Ende November in Sarajevo statt.


Fachaustausch mit Sarajevo in Wolfsburg

Delegation aus Sarajevo vor dem NaturschutzzentrumVom 08. bis 12. Januar besuchte eine kleine Delegation aus Sarajevo im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft“ die Stadt Wolfsburg. An dem Fachaustausch nahmen seitens der Stadt Sarajevo Dragana Solaković (Assistenz des Bürgermeisters für Selbstverwaltung und Stadtentwicklung) und Mustafa Handžić (Fachmann für Tourismus) sowie Rijad Tikveša als Präsident der Umweltorganisation Ekotim teil. (…)

Der aktuelle Fachaustausch diente einerseits der gemeinsamen Konkretisierung und Weiterentwicklung der jeweiligen Bildungsprojekte zur Steigerung des Nachhaltigkeitsbewusstseins in täglichen Arbeitssitzungen im Rathaus. Andererseits wurde die Gelegenheit genutzt, um lokale Nachhaltigkeitsinitiativen kennenzulernen. Neben den Vorstellungen von Umweltprojekten in der NaturErkundungsSTation (NEST), im Naturschutzzentrum (BUND-Kreisgruppe) und im Theodor-Heuss-Gymnasium lernten die Gäste die Arbeit des Referates für Internationale Beziehungen, des Agendabüros der Stadt und der Regionalgruppe Cradle to Cradle kennen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs empfing die Delegation am vergangenen Mittwoch (10.01.2018) weiterhin zu einem Gespräch und begrüßte die Zusammenarbeit beider Städte unter Beteiligung junger Menschen sowie in Hinblick auf zukünftige Kooperationsmöglichkeiten.

Auf großes Interesse stieß weiterhin das Engagement des Modehaus‘ Hempel sowie Coworking Space Schiller40, das der Delegation vor Ort vorgestellt wurde. Abschließend erhielten die Gäste einen Einblick zum verantwortungsvollen, nachhaltigen Handeln der Autostadt und konnten an verschiedenen Exponaten zur nachhaltigen Stadtentwicklung in der Level Green- Ausstellung aktiv werden.

Für 2018 sind weitere Schritte geplant: Von April bis September sollen die Projektmaßnahmen in Form unterschiedlicher Workshops mit Schülern in Wolfsburg und Sarajevo umgesetzt. Der Gegenbesuch der Projektgruppe aus Wolfsburg findet in diesem Zeitraum statt. Im Herbst werden die Ergebnisse abschließend präsentiert.

Die Pressemitteilung zum Dialogworkshop finden Sie unter dem Reiter "Presseberichte und Publikationen"


Aktuell

Erfolgreicher Schülerworkshop in der Volkshochschule

Viele Schüler in einem KlassenraumIn einem ganztägigen Schülerworkshop unter dem Titel „Neue Denkkonzepte für eine nachhaltige Entwicklung und ihre praktische Umsetzung – Cradle to Cradle und Design Thinking“ setzten sich über 50 Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Kreislaufführung von Ressourcen“ auseinandersetzen. Im Rahmen der Aktivitäten zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg haben das Ratsgymnasium, das Phoenix Gymnasium Wolfsburg-Vorsfelde und das Theodor-Heuss-Gymnasium an dem Workshop teilgenommen.
Der Schülerworkshop vom vergangenen Freitag, 13. April, in der Volkshochschule gehört zu dem Pilotprojekt „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“. (...)

Manfred Hüller, Referatsleiter Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg, erklärt während der Begrüßung zum Workshop: „Jeder einzelne ist aufgefordert auch schon im Alltag seinen Umgang mit Ressourcen zu überdenken, sein Konsumverhalten zu hinterfragen und auf die Umwelt zu achten – um sie zu erhalten. Während es in Sarajevo darum geht, mit zwei Schulen Projekttage im Bereich Wasser- und Energieverbrauch auszurichten, wollen wir LernBoxen entwickeln, die das Prinzip der „Kreislaufführung von Ressourcen“ nach dem Denkansatz „Cradle to Cradle“ erfassen. Daran wollen wir gemeinsam arbeiten und das ist uns durch die sehr gute Kooperation mit der NaturErkundungsSTation (NEST) und der Cradle to Cradle e.V. Regionalgruppe Wolfsburg sowie mit Unterstützung des Bildungsbüros der Stadt gelungen.“ (...)

Die gesamte Pressemitteilung können Sie unter dem Reiter Presseberichte und Publikationen lesen.

Reise zur Projektentwicklung

Wandgraffiti mit Schriftzug: Clouds of Hope

Zur Weiterentwicklung von Unterstützungsmöglichkeiten innerhalb der Projekte des BYOH in der Region um Underberg begleitete Nora Mühling als Koordinatorin im Februar 2018 eine kurze Projektreise. Gemeinsam mit Uwe Cohrs und Gustav Achtermann, beide im Vorstand des BYOH Südafrika, wurden zahlreiche Gespräche geführt und die Bestandsaufnahme vor Ort fortgesetzt, um Kooperationsmöglichkeiten anhand der Voraussetzungen und Bedürfnisse vor Ort zu identifizieren.

Während des Projektbesuchs wurden unter anderem Termine zu den laufenden und folgenden Baumaßnahmen des Vereins in der Reichenau Schule sowie auf dem Gelände des Waisenhauses (Clouds of Hope) arrangiert. Sport und kulturelle Aktivitäten bilden wichtige Komponenten, um die Talente der Kinder und Jugendlichen zu fördern und Kontakte zwischen dem Waisenhaus und der Gemeinden zu stärken. Auch ein Besuch der Low-Cost-Areas in Underberg und Himeville stand auf dem Programm. Hier unterstützt der Verein Safe-Häuser, die Bedürftigen in Notsituation wichtigen Schutz bieten. 

Weiterhin gab es die Gelegenheit die Zusammenarbeit mit der Underberg Farmers Association für den Projektbaustein „Landscaping“ und zu den Verantwortlichen des Family Literacy Project für die Weiterentwicklung des Bereichs „Ausbildung und Natural Skills“ zu vertiefen. Die Anlage von Gartenflächen wird eine nächste Herausforderung sein, um den House Moms mit den Kindern am Waisenhaus einerseits mehr Möglichkeiten zur Selbstversorgung zu schaffen und andererseits einen Schulgarten anzulegen, der in die Unterrichtsaktivitäten integriert werden kann.

Basierend auf dem Beschluss des Rates der Stadt vom 7. Februar 2018 wird die Entwicklung einer Projektpartnerschaft mit dem BYOH in Südafrika angestrebt. Damit wird das grundlegende Ziel verfolgt, den Kindern und Jugendlichen in ihrer Region eine Zukunft zu geben. Der Beitrag der Stadt wird sich auf fachliche Austausche konzentrieren.


Oberbürgermeister Klaus Mohrs informiert sich über Projekte des BE YOUR OWN HERO e.V. in Südafrika

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (links) überreicht die Urkunde zur Schulpartnerschaft an Schulleiterin Nombuso Mkhize (3.v.r.) in Anwesenheit von Bischof Pius Mlungisi Dlungwane (rechts)Foto: © Be your own hero e.V. Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Projektreise besuchten Unterstützer und Vorstandsmitglieder des BE YOUR OWN HERO e.V. gemeinsam mit Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs das Kwa Sani-Projekt des Vereines in Südafrika. Als Schirmherr der Initiative „Wolfsburg baut ein Klassenhaus“ informierte sich das Stadtoberhaupt vor Ort über die aktuelle Situation, die Projektbestandteile und bevorstehende Maßnahmen. Das Projekt des Vereins widmet sich seit mehr als zehn Jahren der Unterbringung und Bildung benachteiligter Kinder einer sehr ländlichen Region Südafrikas.

“Es ist hoch spannend wie sich die ursprüngliche Idee entwickelt hat. Neben der anfänglichen Bereitstellung von Notunterkünften werden inzwischen Projekte bis hin zur Ausbildung der Kinder und Jugendlichen erfolgreich umgesetzt. Wenn das entsprechende Engagement vorhanden ist, kann mit wenig Geld sehr viel erreicht werden“, erläutert Oberbürgermeister Klaus Mohrs nach der Reise beeindruckt.

Einen Baustein des Projekts bildet der inzwischen dringend notwendige Um- und Neubau der Reichenau Mission Primary School. Die Schule befindet sich in einem desolaten, zum Teil baufälligen Zustand, hat zu wenige Klassenräume und lediglich eine provisorische Schulküche. Dass keine Heizung vorhanden ist, erschwert den Unterricht in den wirklich kalten Wintern sehr. Mit Hilfe privater Wolfsburger Spendengelder soll das Gebäude saniert und in zwei Etagen ausgebaut werden. Im Februar 2018 ist der Baustart geplant, sodass bis zur Jahresmitte die Maßnahmen abgeschlossen werden können. Auch die Neuanlage eines Schulgartens sowie dessen nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung soll im Verlauf des Jahres konkretisiert werden. Hier ist eine Kooperation mit der Stadt Wolfsburg sehr gut denkbar. Mit einer Beschlussfassung des Rates im Februar 2018 ließe sich die kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt durch ein weiteres projektbasiertes Vorhaben mit dem BE YOUR OWN HERO e.V. bereichern – um beispielsweise mit Hilfe der vorhandenen kommunalen Expertise Gartenbauvorhaben zu entwickeln, Fachaustausche zu ermöglichen oder den Kindern mit Bildungsangeboten Anbau, Nutzung und Wert von Natur und Umwelt von klein auf näherzubringen.

Einen wichtigen Meilenstein legte Oberbürgermeister Klaus Mohrs dazu während des Schulbesuchs, indem er die Schulpartnerschaft für die fünften bis siebten Klassen des Ratsgymnasiums Wolfsburg mit der Reichenau Mission School in Südafrika besiegelte. Die Schulleiterinnen Nombuso Mkhize und Jennifer Voß hatten im Vorfeld die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Die Zusammenarbeit wird mit dem gemeinsamen Projekt „Ich und meine Umwelt“ starten.

Nicht minder wichtig gestaltete sich das arrangierte Treffen mit Dr. Enock Vusumuzi Nzama als stellvertretendem Direktor der Ausbildungsbehörde von KwaZulu Natal. Er zeigte sich sehr dankbar über das Wolfsburger Engagement. Insbesondere, weil es sich um ein ländliches Einsatzgebiet handelt, ist das nicht selbstverständlich. Viele Herausforderungen gehen damit einher. Dazu gehört die unzureichende Berufsausbildung in der Region, welche ein großes Thema in den Gesprächen war, um gemeinsame Lösungsansätze zu finden. Zur Freude aller durfte die Besuchergruppe während eines eigens organisierten Gottesdienstes in der Reichenau Mission außerdem die Bekanntschaft des südafrikanischen Bischofs der Diozöse Mariannhill machen, der die nachhaltige Unterstützung des Schulprojektes durch die Diozöse zusagte.

Hier finden Sie Pressemitteilungen, Publikationen und weiterführende Informationen:

Publikationen:


Pressemitteilungen:

Pressemitteilung vom 31.07.2018

Poetry Slam „Wolfsburg und die Welt“

Kietzpoeten Jessy James LaFleur, Dominik Bartels und Matti Linke in der Stadtbibliothek

Drei Poetry Slammer der Kietzpoeten liefern sich am 28. August ab 19.45 Uhr unter dem Motto „Wolfsburg und die Welt. Global - Lokal - Nachhaltig?“ in der Wolfsburger Stadtbibliothek eine literarische Auseinandersetzung.

Im Mittelpunkt des Slams stehen dabei die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, welche von den Künstlern in ihrer individuellen Art in kreativen und unterhaltsamen Texten verarbeitet werden und zum Nachdenken über unser Handeln und eine bessere Welt anregen sollen. Die Kietzpoeten werden an diesem Abend hochkarätig durch Jessy James LaFleur aus Berlin, Dominik Bartels aus Helmstedt und Matti Linke aus Celle vertreten.

Die Veranstaltung ist Bestandteil der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeitspartnerschaft der Stadt Wolfsburg mit Unterstützung der Stadtbibliothek. Der Einlass erfolgt ab 19 Uhr bei freiem Eintritt. Um Anmeldung an nora.muehling@stadt.wolfsburg.de bzw. 05361/28 2851 wird gebeten. Weitere Informationen unter wolfsburg.de/entwicklungspolitik.

Spoken-Word-Künstlerin Jessy James LaFleur gibt darüber hinaus am selbigen Nachmittag von 16 bis 19 Uhr einen Poetry Slam Schnupper-Workshop zum Thema „Global - Lokal - Nachhaltig?“. Interessierte können sich über die oben angegebene E-Mail-Adresse anmelden.


Pressemitteilung vom 24.07.2018

„Global – Lokal – Nachhaltig?“

Poetry Slam Schnupper-Workshop mit Berliner Spoken-Word-Künstlerin Jessy James LaFleur

Als Bestandteil ihrer kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeitspartnerschaft lädt die Stadt Wolfsburg  unter dem Motto „Global - Lokal - Nachhaltig?“ am 28. August Neugierige von 16 bis 19 Uhr zu einem Poetry Slam Schnupper-Workshop ins Rathaus A (Sitzungszimmer 5) ein.

Im Workshop lernen die Teilnehmenden alles über "Spoken Word" und das Phänomen Poetry Slam. Alles dreht sich um Sprachspiel, Rhythmik sowie die Mehrdeutigkeit von Wörtern und Sätzen im Zusammenspiel mit individueller Performance,  Körpersprache und einer Prise Extra-Selbstvertrauen. Thematisch orientiert sich der Workshop an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Angestoßen werden soll ein Diskurs über unsere lokale und globale Verantwortung für eine bessere Welt und nachhaltigeres Handeln.

Geleitet wird der Workshop von der professionellen Spoken-Word-Künstlerin und Rapperin Jessy James LaFleur aus Berlin. Seit über 16 Jahren tritt die in Aachen geborene und in Belgien aufgewachsene Künstlerin auf nationalen und internationalen Bühnen auf. Im Anschluss an den Workshop performt Jessy James LaFleur im Namen von Kietzpoeten gemeinsam mit Dominik Bartels (Helmstedt) und Matti Linke (Celle) ihr Können ab 19:45 Uhr in der Stadtbibliothek.

Die Teilnehmerzahl zu dem kostenfreien Workshop ist begrenzt. Anmeldungen sind unter nora.muehling@stadt.wolfsburg.de bzw. 05361/28 2851 möglich. Weitere Informationen unter wolfsburg.de/entwicklungspolitik.


Pressemitteilung vom 27.06.2018

Podiumsgespräch zu Flüchtlingspolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Teilnehmer des PodiumgesprächesBei einem Podiumsgespräch zwischen Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Bundestagsabgeordnetem Falko Mohrs sowie Ethnologin Dr. Susanne Epple und Sophie Görling aus dem 11. Jahrgang des Ratsgymnasiums wurden in der vergangenen Woche zentrale und tagesaktuelle Fragen zur Asylpolitik in Europa erörtert. Moderator Moritz Müller, zugleich der amtierende "Jugend debattiert"- Regionalsieger und Schüler des Ratsgymnasiums, moderierte durch die Abendveranstaltung nach der Eröffnung durch Schulleiterin Jennifer Voß.

Das Podiumsgespräch wurde auf Initiative des Wolfsburger Oberbürgermeisters vom Referat für Internationale Beziehungen der Stadt in Kooperation mit dem Ratsgymnasium ausgerichtet. Auf diesem Weg konnte ein Austausch über die Chancen und Grenzen der europäischen Flüchtlingspolitik sowie Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven angestoßen werden. Die Veranstaltung knüpfte zugleich an die Aktionen Weltflüchtlingstag an und wurde mittels digitalem Graphic Recording dokumentiert.

Neben persönlichen Wahrnehmungen zum Fluchtgeschehen in Wolfsburg, in Deutschland, bei Auslandsaufenthalten und aus Sicht der Ethnologie wurden zahlreiche kritische Fragen zur aktuellen Entwicklung in Europa und Deutschland aufgeworfen. Während Falko Mohrs, Mitglied des Bundestages, unter anderen für den Umgang mit Begrifflichkeiten sensibilisierte und die Notwendigkeit einer humanitären Politik betonte, verwies Oberbürgermeister Klaus Mohrs noch einmal auf die europäischen Grundwerte und Berücksichtigung der Fluchtursachen bei Diskussionen um Lösungsmöglichkeiten. Dr. Susanne Epple berichtete zudem von ihren beruflichen Erfahrungen und Engagement in Äthiopien. In ihren Abschluss-Statements riefen die Podiumsteilnehmer zu mehr Bewusstsein und Engagement für die Eine Welt auf. Im Anschluss an das Gespräch nutzen die über fünfzig Zuhörer die Möglichkeit ebenfalls Kommentare und Fragen einzubringen.

Die Veranstaltung fungierte als Bestandteil der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg, gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.


Pressemitteilung vom 07.06.2018

Europäische Flüchtlingspolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Podiumsgespräch im Ratsgymnasium

Fluchtbewegungen kennen keine Grenzen weder europäische noch kommunale. Seit 2015 ist diese Erkenntnis auch in Wolfsburg ein weiteres Mal bewusst geworden. Die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen in der Öffentlichkeit und Politik zeigen, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, dieser Situation zu begegnen und mit ihr umzugehen.

In Anbetracht der aktuellen europäischen Entwicklungen erörtert das Podiumsgespräch "Europäische Flüchtlingspolitik & Entwicklungszusammenarbeit – Grenzen & Chancen" am Donnerstag, 21. Juni, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit Migrationsbewegungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Welche Verantwortung kommt der internationalen Gemeinschaft, Deutschland und Wolfsburg in diesem Zusammenhang zu? Was kann und muss getan werden? Und was können Integrationsmaßnahmen und Entwicklungszusammenarbeit leisten?

Veranstaltet wird das Podiumsgespräch vom Referat Repräsentation, Internationale Beziehung der Stadt Wolfsburg mit Unterstützung des Ratsgymnasiums. In Anlehnung an den diesjährigen Weltflüchtlingstag sprechen von 18 bis 20 Uhr Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs, Ethnologin Dr. Susanne Epple sowie Sophia Görling und Moritz Müller aus dem 11. Jahrgang des Ratsgymnasiums miteinander. Durch die Veranstaltung, die in der neuen Lounge (1.OG, Trakt S) des Ratsgymnasiums stattfindet, führt Moritz Müller.

Da die Teilnehmerzahl am Podiumsgespräch begrenzt ist, wird im Vorfeld um eine Anmeldung gebeten. Angemeldet werden kann sich bis zum 18. Juni per Mail an nora.muehling@stadt.wolfsburg.de. Weitere Informationen können unter wolfsburg.de/entwicklungspolitik eingesehen werden.


Pressemitteilung vom 19.04.2018

Für eine nachhaltige, lokale und globale Entwicklung

Erfolgreicher Schülerworkshop in der Volkshochschule

Plakat Cradle to CradleIn einem ganztägigen Schülerworkshop unter dem Titel „Neue Denkkonzepte für eine nachhaltige Entwicklung und ihre praktische Umsetzung – Cradle to Cradle und Design Thinking“ setzten sich über 50 Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Kreislaufführung von Ressourcen“ auseinandersetzen. Im Rahmen der Aktivitäten zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg haben das Ratsgymnasium, das Phoenix Gymnasium Wolfsburg-Vorsfelde und das Theodor-Heuss-Gymnasium an dem Workshop teilgenommen.

Der Schülerworkshop vom vergangenen Freitag, 13. April, in der Volkshochschule gehört zu dem Pilotprojekt „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“. Gefördert wird das Pilotprojekt durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Innerhalb einer zweijährigen Entwicklungspartnerschaft kooperiert die Stadt Wolfsburg mit ihrer Freundschaftsstadt Sarajevo mit dem Ziel, bis zum Herbst 2018 in beiden Städten ein schulisches Bildungsangebot in Anlehnung an die globalen Nachhaltigkeitszielen zu entwickeln. Dabei steht das Stärken des Bewusstseins für eine nachhaltige Lebensweise im Mittelpunkt.

Manfred Hüller, Referatsleiter Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg, erklärt während der Begrüßung zum Workshop: „Jeder einzelne ist aufgefordert auch schon im Alltag seinen Umgang mit Ressourcen zu überdenken, sein Konsumverhalten zu hinterfragen und auf die Umwelt zu achten – um sie zu erhalten. Während es in Sarajevo darum geht, mit zwei Schulen Projekttage im Bereich Wasser- und Energieverbrauch auszurichten, wollen wir LernBoxen entwickeln, die das Prinzip der „Kreislaufführung von Ressourcen“ nach dem Denkansatz „Cradle to Cradle“ erfassen. Daran wollen wir gemeinsam arbeiten und das ist uns durch die sehr gute Kooperation mit der NaturErkundungsSTation (NEST) und der Cradle to Cradle e.V. Regionalgruppe Wolfsburg sowie mit Unterstützung des Bildungsbüros der Stadt gelungen.“

Die Denkschule „Cradle to Cradle“ (C2C) fordert ein konsequentes Wiederverwerten eingesetzter Materialien. Dabei soll das Produkt nicht nur bis zum Ende seines Lebens geplant, sondern die Rückgewinnung eingesetzter Ressourcen von Anfang an mitkonzipiert werden. Ein Team Wolfsburger Pädagogen hatte für den Workshop Prototypen kommunikativer C2C-LernBoxen entwickelt. „Wir haben in der Regionalgruppe Wolfsburg des Vereins „Cradle to Cradle“ bereits unterschiedliche Projekte angestoßen. Mit Hilfe der LernBoxen können Interessierte erfahren, wie das Denkprinzip C2C funktioniert und weshalb der Nachhaltigkeitsdiskurs einen neuen Impuls setzt. Zum Umgang mit den Boxen brauchen wir die kritische Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler.“, erklärt Angelika Frank (C2C Wolfsburg). Anhand der Workshopergebnisse werden die LernBoxen weiterentwickelt und können ab Herbst 2018 über das NEST ausgeliehen werden. Birgit Dybowski (NEST) lobt: „Die Schülerinnen und Schüler haben bis zum Freitagnachmittag sehr gewissenhaft mitgearbeitet und viele wichtige Impulse gesetzt.“

Die interdisziplinäre Teammethode „Design Thinking“ war Thema eines zweiten Teilworkshops. Hier wurden die Teilnehmenden aufgerufen, einen Lieblingsschuh zu entwerfen. „Design Thinking als Innovationssprosses und C2C als Qualitätskonzept haben wichtige gemeinsame Nenner: Sie denken in Kreisläufen, im Sinne von Material, aber auch, um aus Fehlern zu lernen und das Produkt oder die Dienstleistung weiter zu verbessern. Ich war begeistert davon, wie die Schülerinnen und Schüler gezeigt haben, dass jeder kreativ sein kann. Sie haben nicht nur ihren Lieblingsschuh für ihren Teampartner maßgeschneidert entworfen, sondern auch überlegt, wie dieser niemals Müll wird.“, resümiert Susanne Mira Heinz vom Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der TU Hamburg-Harburg.

Wolfsburg und Sarajevo tauschen sich während der gesamten Zeit über die Entwicklung der Projektarbeit und die Ergebnisse aus, um von den Erfahrungen des jeweils anderen zu profitieren. Dazu werden Ende April projektbeteiligte Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichen Bereichen zu den Projektpartnern nach Sarajevo reisen.


Pressemitteilung vom 16.03.2018

Zweites Forum für international Aktive

Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. präsentiert sich

Zweites Forum für international AktiveRund 30 Interessenten kamen jetzt zum zweiten Forum Entwicklungsammenarbeit auf Einladung der Stadt Wolfsburg zusammen. Der Referatsleiter für Internationale Beziehungen bei der Stadt, Manfred Hüller, wies zu Beginn des Treffens auf die aktuelle politische Entfaltung des Themas hin: „Es ist eine sehr positive Entwicklung, dass der Ausbau des entwicklungspolitischen Engagements – auch in Bezug auf die Kommunen – sowohl seitens der Bundesregierung als auch des Landes Niedersachsen Bestandteil der Koalitionsverträge ist. Wenngleich wir uns hier eine Vertiefung gewünscht hätten, sind wir sehr zuversichtlich, was zukünftige Fördermöglichkeiten betrifft. Dass Wolfsburg den Handlungsbedarf und Mehrwert des Engagements auch auf politischer Ebene längst erkannt hat, spiegelt sich nicht zuletzt in dem Mehrheitsbeschluss des Rates zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg vom Februar 2018 wider.“

Mit dabei war Gastreferent Julian Cordes aus Hannover, um die Wolfsburger Akteure und Projekte kennenzulernen. Als Projektkoordinator stellte er den Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) vor. Mit Unterstützung des VEN können Angebote im Bereich der entwicklungspolitischen Beratungs- und Bildungsarbeit wahrgenommen werden.

Während der allgemeinen Vorstellungs- und Fragerunde wandten sich schließlich alle Beteiligten mit ihren aktuellen Interessen und Fragestellungen an den Teilnehmerkreis. Ergänzt wurden diese durch Kurzberichte von Professor Christian Kouam mit Projekten in Kamerun sowie Dr. Susanne Epple, welche ihr Engagement in Äthiopien und die damit einhergehenden Herausforderungen schilderte.

Im letzten Teil des Forums waren alle Beteiligten aufgerufen sich mit möglichen folgenden Aktionen auseinanderzusetzen. Gemeinsam wurde an Aktivitäten zur Stärkung entwicklungspolitischen Engagement gefeilt, die der weiteren Vernetzung dienen. Insbesondere die Einladung eines Referenten für einen Überblick über die breit gefächerte Förderlandschaft stieß auf großes Interesse.

Das nächste Forum ist für Herbst 2018 vorgesehen. 


Pressemitteilung vom 16.01.2018

Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft

Kooperationspartner aus Sarajevo zu Gast in Wolfsburg

Gäste aus Sarajevo mit Vertretern der Stadt WolfsburgVom 08. bis 12. Januar besuchte eine kleine Delegation aus Sarajevo im Rahmen des gemeinsamen Projektes "Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft" die Stadt Wolfsburg. An dem Fachaustausch nahmen seitens der Stadt Sarajevo Dragana Solaković (Assistenz des Bürgermeisters für Selbstverwaltung und Stadtentwicklung) und Mustafa Handžić (Fachmann für Tourismus) sowie Rijad Tikveša als Präsident der Umweltorganisation Ekotim teil. Das Pilotprojekt von Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) findet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) statt und umfasst aktuell zwölf zweijährige Nachhaltigkeitspartnerschaften zwischen deutschen und südosteuropäischen Kommunen. Dabei wird das Ziel verfolgt, mit Hilfe von Entwicklungspartnerschaften das lokale Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu stärken und Maßnahmen im Sinne der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 umzusetzen. In Wolfsburg erfolgt die Koordination des Projekts durch das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen innerhalb der Vorhaben zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. Der aktuelle Fachaustausch diente einerseits der gemeinsamen Konkretisierung und Weiterentwicklung der jeweiligen Bildungsprojekte zur Steigerung des Nachhaltigkeitsbewusstseins in täglichen Arbeitssitzungen im Rathaus. Andererseits wurde die Gelegenheit genutzt, um lokale Nachhaltigkeitsinitiativen kennenzulernen. Neben den Vorstellungen von Umweltprojekten in der NaturErkundungsSTation (NEST), im Naturschutzzentrum (BUND-Kreisgruppe) und im Theodor-Heuss-Gymnasium lernten die Gäste die Arbeit des Referates für Internationale Beziehungen, des Agendabüros der Stadt und der Regionalgruppe Cradle to Cradle kennen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs empfing die Delegation am vergangenen Mittwoch weiterhin zu einem Gespräch und begrüßte die Zusammenarbeit beider Städte unter Beteiligung junger Menschen sowie in Hinblick auf zukünftige Kooperationsmöglichkeiten.

Auf großes Interesse stieß weiterhin das Engagement des Modehaus‘ Hempel sowie Coworking Space Schiller40, das der Delegation vor Ort vorgestellt wurde. Abschließend erhielten die Gäste einen Einblick zum verantwortungsvollen, nachhaltigen Handeln der Autostadt und konnten an verschiedenen Exponaten zur nachhaltigen Stadtentwicklung in der Level Green- Ausstellung aktiv werden. Für 2018 sind weitere Schritte geplant: Von April bis September sollen die Projektmaßnahmen in Form unterschiedlicher Workshops mit Schülern in Wolfsburg und Sarajevo umgesetzt. Der Gegenbesuch der Projektgruppe aus Wolfsburg findet in diesem Zeitraum statt. Im Herbst werden die Ergebnisse abschließend präsentiert.


Pressemitteilung vom 05.01.2018

Oberbürgermeister Klaus Mohrs informiert sich über Projekte des BE YOUR OWN HERO e.V. in Südafrika

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (links) überreicht die Urkunde zur Schulpartnerschaft an Schulleiterin Nombuso Mkhize (3.v.r.) in Anwesenheit von Bischof Pius Mlungisi Dlungwane (rechts)Foto: © Be your own hero e.V. Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Projektreise besuchten Unterstützer und Vorstandsmitglieder des BE YOUR OWN HERO e.V. gemeinsam mit Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs das Kwa Sani-Projekt des Vereines in Südafrika. Als Schirmherr der Initiative „Wolfsburg baut ein Klassenhaus“ informierte sich das Stadtoberhaupt vor Ort über die aktuelle Situation, die Projektbestandteile und bevorstehende Maßnahmen. Das Projekt des Vereins widmet sich seit mehr als zehn Jahren der Unterbringung und Bildung benachteiligter Kinder einer sehr ländlichen Region Südafrikas.

“Es ist hoch spannend wie sich die ursprüngliche Idee entwickelt hat. Neben der anfänglichen Bereitstellung von Notunterkünften werden inzwischen Projekte bis hin zur Ausbildung der Kinder und Jugendlichen erfolgreich umgesetzt. Wenn das entsprechende Engagement vorhanden ist, kann mit wenig Geld sehr viel erreicht werden“, erläutert Oberbürgermeister Klaus Mohrs nach der Reise beeindruckt.

Einen Baustein des Projekts bildet der inzwischen dringend notwendige Um- und Neubau der Reichenau Mission Primary School. Die Schule befindet sich in einem desolaten, zum Teil baufälligen Zustand, hat zu wenige Klassenräume und lediglich eine provisorische Schulküche. Dass keine Heizung vorhanden ist, erschwert den Unterricht in den wirklich kalten Wintern sehr. Mit Hilfe privater Wolfsburger Spendengelder soll das Gebäude saniert und in zwei Etagen ausgebaut werden. Im Februar 2018 ist der Baustart geplant, sodass bis zur Jahresmitte die Maßnahmen abgeschlossen werden können. Auch die Neuanlage eines Schulgartens sowie dessen nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung soll im Verlauf des Jahres konkretisiert werden. Hier ist eine Kooperation mit der Stadt Wolfsburg sehr gut denkbar. Mit einer Beschlussfassung des Rates im Februar 2018 ließe sich die kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt durch ein weiteres projektbasiertes Vorhaben mit dem BE YOUR OWN HERO e.V. bereichern – um beispielsweise mit Hilfe der vorhandenen kommunalen Expertise Gartenbauvorhaben zu entwickeln, Fachaustausche zu ermöglichen oder den Kindern mit Bildungsangeboten Anbau, Nutzung und Wert von Natur und Umwelt von klein auf näherzubringen.

Einen wichtigen Meilenstein legte Oberbürgermeister Klaus Mohrs dazu während des Schulbesuchs, indem er die Schulpartnerschaft für die fünften bis siebten Klassen des Ratsgymnasiums Wolfsburg mit der Reichenau Mission School in Südafrika besiegelte. Die Schulleiterinnen Nombuso Mkhize und Jennifer Voß hatten im Vorfeld die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Die Zusammenarbeit wird mit dem gemeinsamen Projekt „Ich und meine Umwelt“ starten.

Nicht minder wichtig gestaltete sich das arrangierte Treffen mit Dr. Enock Vusumuzi Nzama als stellvertretendem Direktor der Ausbildungsbehörde von KwaZulu Natal. Er zeigte sich sehr dankbar über das Wolfsburger Engagement. Insbesondere, weil es sich um ein ländliches Einsatzgebiet handelt, ist das nicht selbstverständlich. Viele Herausforderungen gehen damit einher. Dazu gehört die unzureichende Berufsausbildung in der Region, welche ein großes Thema in den Gesprächen war, um gemeinsame Lösungsansätze zu finden. Zur Freude aller durfte die Besuchergruppe während eines eigens organisierten Gottesdienstes in der Reichenau Mission außerdem die Bekanntschaft des südafrikanischen Bischofs der Diozöse Mariannhill machen, der die nachhaltige Unterstützung des Schulprojektes durch die Diozöse zusagte.


Pressemitteilung vom 01.12.2017

Netzwerktreffen im Phaeno

Entwicklungspartnerschaften im nordafrikanischen Raum im Fokus

Teilnehmer des Netzwerktreffens © Engagement Global/Martin MaguniaIm Rahmen des zweitägigen Netzwerktreffens für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika kamen jetzt rund 30 kommunale Mitarbeiter aus ganz Deutschland in Wolfsburg zusammen. Die Veranstaltung richtete sich an alle deutschen Akteure, die im Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ zurzeit konkrete Projekte mit nordafrikanischen Städten durchführen sowie an alle Kommunalakteure, die im Rahmen von Städte- oder Projektpartnerschaften Beziehungen in die Region pflegen oder ausbauen möchten. Die Stadt Wolfsburg fungiert dabei als Kooperationspartner der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH, um Austauschen über aktuelle Herausforderungen und Chancen in der Projekt- und Partnerschaftsarbeit mit Kommunen in Nordafrika ein Forum zu bieten. Neben der Vernetzung und Partnerschaftsarbeit werden während des Netzwerktreffens aktuelle regionale Informationen sowie Förderinstrumente vorgestellt.

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide wies zu Beginn der Veranstaltung auf die Bedeutung des Treffens hin: „Dieses Netzwerktreffen ist so besonders, weil alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland ein gemeinsames Interesse und Ziel verfolgen: Auf kommunaler Ebene internationale Austausche und Projektpartnerschaften im nordafrikanischen Raum zu ermöglichen. Der Mehrwert von Partnerschaften ist ganz eindeutig, dass Wissen fachübergreifend weitergegeben wird, dass Erfahrungsaustausche und grenzüberschreitende Kooperationen auf Augenhöhe aufgebaut und stets neue Erfahrungen gesammelt werden können.“

Der Blick über die kommunalen und nationalen Grenzen hinweg ermöglicht es dabei, globale Zusammenhänge und Herausforderungen nicht nur besser verstehen, sondern auch im alltäglichen Handeln mitdenken zu können. Gerade auf lokaler Ebene besteht die Chance, die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitzunehmen. Der weitere Ausbau der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit bedarf dabei Unterstützungsinstrumente personeller und finanzieller Art. Um das Thema auch als Querschnittsaufgabe in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft zu tragen, Bewusstsein zu bilden und lokal aktiv zu werden, bedarf es ebenfalls umfangreicher Förderung. Mit der Initiative wird genau an diesem Punkt angesetzt.

Bis zum Herbst 2018 kooperiert die Stadt Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt Jendouba innerhalb der Initiative „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“. Diese wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Hilfe der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt und finanziert. Mit dem Ziel, den kommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch in Form von Entwicklungspartnerschaften zu fördern, werden Kleinprojekte in Tunesien, Marokko und Algerien im Bereich der Kommunalentwicklung unterstützt, Maßnahmen gemeinsam konzeptualisiert und im Maghreb umgesetzt.

Zuletzt waren Fachexperten aus Wolfsburg in Jendouba, um den weiteren Projektfortschritt zur Gestaltung eines Stadtteilparks mit Bürgerbeteiligung während einer technischen Reise mit den tunesischen Kollegen zu besprechen. „Wir sind sehr stolz darauf, gemeinsam mit unserer Freundschaftsstadt Jendouba in Tunesien Teil dieses Programms zu sein und die Themen „Stadtentwicklung“ und „Bürgerbeteiligung“ aus beiden Perspektiven und mit unterschiedlichen Fachbereichen kennenlernen und weiterentwickeln zu können. Die Vernetzung in Wolfsburg, in Deutschland und darüber hinaus nimmt für uns einen hohen Stellenwert ein“, so Hirschheide.


Pressemitteilung vom 02.11.2017

Wolfsburger Fachexperten für Entwicklungsprojekt zu Gast in Jendouba

Empfang durch den Gouverneur von Jendouba, Herrn Akram Sebri, zum Stadtfest in Jendouba

Vom 25. bis 29. Oktober besuchten Mitarbeiter der Stadt Wolfsburg im Rahmen des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ die tunesische Stadt Jendouba. Die Fachexperten aus den Geschäftsbereichen Grün und Jugend sowie aus dem Referat Repräsentation und Internationale Beziehungen nahmen an der technischen Reise zur Planung und Konstruktion eines Stadtteilparks in Jendouba unter Beteiligung der Anwohner teil. 

Die Projektidee zum Bau eines Stadtteilparks unter Bürgerbeteiligung wurde auf Eigeninitiative Jendoubas aufgrund mangelnder Jugendtreffpunkte und im Rahmen der kommunalen Reformprozesse angestoßen. Der Fachaustausch vor Ort wurde durch die Projektkoordinatoren von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien und Deutschland (GIZ) begleitet. 

Vor Ort besichtigte die Wolfsburger Delegation den Platz im Stadtviertel „Ennour“, überarbeitete in mehreren Sitzungen und unter Anwesenheit einer Architektin mit den tunesischen Kollegen die Baupläne und tauschte sich mit Vertretern von Bürgerinitiativen und Vereinen zu den Vorhaben aus. Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, das alle Zielgruppen im Stadtviertel berücksichtigt. Neben einer Ballspielfläche, einem Skate- sowie kleinen Fitnessbereich werden Spielplatz- und Aufenthaltselemente integriert. Die Bauarbeiten am Platz sollen im Frühjahr 2018 beginnen. Den Höhepunkt des Besuches bildete ein Graffiti-Workshop, den die Stadt Jendouba für die Anwohner organisierte. Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligten sich an der kreativen Aktion an einem Trafohaus auf der Anlage. 

Im Rathaus der Stadt Jendouba hieß Interims-Bürgermeister Ghodhbeni die Wolfsburger Delegation herzlich willkommen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 130. Jahrestag der Kommune Jendouba begrüßte auch Gouverneur Sebri die Gäste und unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Zusammenarbeit beider Kommunen mit Hilfe der Entwicklungspartnerschaft. 

Des Weiteren konnten kommunale Einrichtungen, wie das im Vorjahr geschaffene Bürgerbüro, der städtische Bauhof, das Sportstadion sowie das am Stadtrand gelegene Industriegebiet ‘Ertiah’ besichtigt werden. Kulturell wurde das Programm mit einem Besuch der antiken römischen Ausgrabungsstätte „Bella Regia“ abgerundet. 

Nachdem im Frühjahr 2017 zwei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung Jendouba einen Einblick in die Wolfsburger Verwaltungsstrukturen erhielten und sich mit den am Projekt beteiligten Abteilungen Grün und Flächenplanung, Integration, Internationale Beziehungen, Bürger- und Jugendbeteiligung austauschten, stellte die aktuelle Reise nach Tunesien den Gegenbesuch dar. 

Bis zum Sommer 2018 kooperiert die Stadt Wolfsburg im Rahmen des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ mit Jendouba. Das Programm wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und der GIZ durchgeführt. Mit dem Ziel, den kommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu fördern, werden ca. 30 Kleinprojekte in Form von Entwicklungspartnerschaften in Tunesien, Marokko und Algerien im Bereich der Kommunalentwicklung unterstützt. 

Bürgernahe integrative Ansätze werden dabei verfolgt, um die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu steigern und Anreize für junge Menschen zu schaffen, ihre Zukunft im eigenen Land verantwortungsbewusst mitzugestalten. Zugleich profitieren die deutschen Mitwirkenden von den Maßnahmen: Durch die internationale Zusammenarbeit zu Fachthemen, die Wahrnehmung landesspezifischer Qualifizierungsangebote und vor allem beidseitige Entsendungen wird das interkulturelle Verständnis geschult. Die Eindrücke und Erfahrungen kommen lokalen Prozessen und Integrationsmaßnahmen zugute. 

Ende November 2017 findet das „Netzwerktreffen für deutsche Kommunalakteure mit Partnerschaften in die Region Nordafrika“ der SKEW statt. Während der zweitägigen Veranstaltung fungiert die Stadt Wolfsburg als Kooperationspartner und Ausrichtungsort, um mit kommunalen Vertretern aus ganz Deutschland zu Herausforderungen und Chancen in der Projekt- und Partnerschaftsarbeit in Austausch zu treten.


Pressemitteilung vom 12.10.2017

Erstes Forum Entwicklungszusammenarbeit

Auftaktveranstaltung im Rathaus: 40 Interessenten nahmen teil

Zum ersten Forum Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg trafen sich jetzt rund 40 Interessenten im Rathaus. Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte die Teilnehmer im Rahmen der Auftaktveranstaltung im gut gefüllten Ratssitzungssaal. Das Forum bildete die Grundlage, um ein erstes Kennenlernen entwicklungspolitisch bereits aktiver und interessierter Wolfsburger zu ermöglichen.

Von den Teilnehmern wurde begrüßt, dass auf dieser Basis weitere Kontakte geknüpft, Erfahrungsaustausche angestoßen und Mitstreiter gewonnen werden können. „Das vielseitige und breit gestreute Engagement, das von Wolfsburg aus bereits in die Welt hinausstrahlt, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen mit diesem Forum Transparenz schaffen und gemeinsam ins Gespräch kommen“, fasste Manfred Hüller, Leiter des Referates Internationale Beziehungen zusammen.

Innerhalb des Themenfeldes der Entwicklungszusammenarbeit ist die Stadt Wolfsburg seit Beginn des Jahres verstärkt tätig. Mit einer Entwicklungspartnerschaft im tunesischen Jendouba und einer Nachhaltigkeitspartnerschaft mit Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) werden bereits kommunale Entwicklungsprojekte verwirklicht. Zugleich wird das Ziel verfolgt, innerhalb der Stadtgesellschaft eine Vernetzungsmöglichkeit durch regelmäßige Treffen zu bieten.

„Zahlreiche Initiativen, Vereinsaktivitäten und Benefizveranstaltungen teilen das gleiche Interesse, in Wolfsburg und von Wolfsburg aus Verantwortung für diese eine Welt zu übernehmen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die meisten Akteure wenig voneinander wissen. Dabei haben sie so viele Schnittpunkte und Erfahrungswerte zu teilen“, erklärte Nora Mühling, Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit.

Das Vernetzungsangebot und Austauschformat wurde von den Teilnehmern sehr positiv angenommen und mit Anregungen versehen. Gemeinschaftlich wurden halbjährliche Zusammenkünfte beschlossen. Das nächste Forum wird im Frühjahr 2018 stattfinden. Aktuelle Informationen sind stets unter wolfsburg.de/entwicklungspolitik abrufbar.


Pressemitteilung vom 14.07.2017

Dialogworkshop

Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft Wolfsburg-Sarajevo

Bild aus dem Dialogworkshop Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft Wolfsburg-SarajevoAm Donnerstag begrüßten Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Referatsleiter Manfred Hüller ca. 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung zu einem Dialogworkshop. Mit dem Pilotprojekt „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“, welches Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt, engagiert sich Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) seit Beginn des Jahres als eine von insgesamt zwölf Entwicklungspartnerschaften. Ziel der zweijährigen Kooperationen zwischen deutschen Kommunen und Kommunen in Serbien, Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina ist es, lokale und interkommunale Dialoge und Maßnahmen zu den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) der Agenda 2030 zu etablieren. Dazu können die Städte auf gegenseitige Entsendungen, Erfahrungsaustausche, Vernetzungstreffen und Qualifizierungsangebote zurückgreifen, um letztlich in jeder Stadt eine geförderte Projektmaßnahme im Sinne der SDGs zu entwickeln. Während des Dialogworkshops in Wolfsburg berichteten die Verantwortlichen aus dem Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen und dem Umweltamt anfangs über die Aktivitäten im Bereich der Partnerschaft- und Agenda-Arbeit der Stadt.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs verdeutlichte: „Wir haben uns ganz bewusst für diese zweijährige Entwicklungspartnerschaft mit unserer Freundschaftsstadt Sarajevo entschieden. Wir erhoffen uns davon, die Beziehung zu Sarajevo zu vertiefen und das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln in beiden Städten zu stärken.“ Neben der Teilnahme der Projektverantwortlichen aus Wolfsburg und Sarajevo an der Auftaktkonferenz in Gelsenkirchen erfolgte in beiden Städten im Frühjahr bereits die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit. Darüber hinaus konnten die Wolfsburger Mitarbeiterinnen bereits von der Qualifizierungsmaßnahme „Partnerschaftliche Zusammenarbeit im interkulturellen Kontext (Südosteuropa)“ an der Akademie für Internationale Zusammenarbeit profitieren. Gemeinsam mit den Projektkoordinatorinnen der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) aus Bonn konnten schließlich Vorschläge und Ideen für die Entwicklung einer Projektmaßnahme unter Berücksichtigung der SDGs eingebracht werden. Wolfsburg und Sarajevo richten ihren Fokus auf das Nachhaltigkeitsziel Nr. 4: In jeder Stadt soll ein Bildungsangebot zum Thema „Nachhaltigkeit“ geschaffen werden.

Großen Anklang fand der Vorschlag gemeinsam mit der Wolfsburger NaturErkundungsSTation eine LernBox zum Thema „Kreislaufführung von Ressourcen“ entwickeln, die an die Bedarfe von Schulen angepasst wird und auch für Projektarbeiten ausgeliehen werden könnte. Vorschläge, dieses Projekt an das Konzept von „Cradle to Cradle“ anzuknüpfen, die jeweiligen Zielgruppen partizipativ in die Projektentwicklung einzubinden und zusätzlich ggf. digital Informationsmaterial bereitzustellen, wurden von der Gruppe eingebracht. Als weitere Projektidee wurde Bedarf bei der Vernetzung von Reparaturangeboten (Repair Cafés) gesehen, um gegenseitig Knowhow z.B. zur Reparatur von Alltagsgegenständen weiterzugeben. Von Seiten der SKEW wurde weiterhin darauf hingewiesen, dass bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt werden müssen, um die Finanzierung sicherzustellen. Unter anderem ist die Förderung rein investiver Maßnahmen schwierig während die Vermittlung von Wissen und Bildung für nachhaltige Entwicklung unter Einbindung kommunalspezifischen Fachwissens sehr vielversprechend ist.

In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse des Dialogworkshops in Wolfsburg mit den Projektideen in Sarajevo abgeglichen, um eine Maßnahme in jeder Stadt festzulegen, die im weiteren Verlauf der kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft gemeinsam weiterentwickelt und umgesetzt wird. Nora Mühling, Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg, resümiert: „Es ist sehr schön zu sehen, dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dialogworkshops weiterhin in die Projektarbeit einbringen möchten und dabei großen Wert auf die Berücksichtigung der unterschiedlichen Grundvoraussetzungen und Bedürfnisse in Wolfsburg und Sarajevo legen. Das ist eine ganz wichtige Basis für die weitere Partnerschaftsarbeit, um gewinnbringende Erfahrungsaustausche und nachhaltige Maßnahmen auf beiden Seiten zu verwirklichen.“


Pressemitteilung vom 07.04.2017

Kommunale Entwicklungszusammenarbeit

Erweiterung der internationalen Aktivitäten

Manfred Hüller, Nora Mühling, Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Seit dem 1. Januar 2017 verfügt die Stadt Wolfsburg über eine Personalstelle zugunsten des entwicklungspolitischen Engagements der Stadt. Diese wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit ist Nora Mühling seit Beginn des Jahres im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen tätig. Innerhalb des Bewilligungszeitraumes von zwei Jahren wird das Ziel verfolgt im Sinne der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 die kommunalen internationalen Beziehungen in Form von Entwicklungspartnerschaften und entwicklungspolitischen Aktivitäten zu erweitern. Mit dem Ausbau des entwicklungspolitischen Engagements leistet die Stadt zugleich einen Beitrag entsprechend des Ratsbeschlusses zur Wolfsburger Agenda 21.

Als Kommunale Entwicklungspolitik werden Maßnahmen der Kommunalverwaltung und -politik verstanden, die sowohl die nachhaltige Entwicklung vor Ort als auch in Entwicklungsländern fördern. Wichtig ist dabei, dass erst die spezifische Kombination von Inlands- und Auslandsarbeit die kommunale Entwicklungspolitik wirksam werden lässt. Dazu zählen lokale Aktivitäten wie Informations- und Bildungsarbeit ebenso wie international ausgerichtet Projektpartnerschaften mit Fachaustauschen.

Zunehmend werden Kommunen als Akteure in der Entwicklungspolitik aktiv und gefordert. Neben der Agenda 2030, die mit dem globalen Nachhaltigkeitsziel Nr. 17 „Globale Partnerschaften zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele“ für  einen „neuen Geist internationaler Zusammenarbeit“ und gemeinsames Handelns wirbt, rufen Bund und Länder durch Initiativen und Beschlüsse vermehrt zu kommunalem entwicklungspolitischen Engagement auf. Denn Kommunen, wie Wolfsburg, haben die Möglichkeit ihren Bürgerinnen und Bürgern globale Prozesse und deren Folgen näherzubringen. Herausforderungen wie Flüchtlingsbewegungen, der Klimawandel, Ressourcenmangel oder auch soziale Ungerechtigkeit betreffen die gesamte Weltgemeinschaft. Oberbürgermeister Klaus Mohrs erläutert: „Zunehmend erfahren wir spürbar, dass globale Probleme weder vor kontinentalen noch kommunalen Grenzen halt machen. Deshalb müssen wir einen Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten – gemeinsam. Mehr denn je wird uns heute bewusst, dass unser Verhalten – gegenüber der Umwelt oder beispielsweise unser Konsumverhalten – globale Entwicklungen auch beeinflusst. Dieses Bewusstsein müssen wir stärken und mit Solidarität und Verantwortung reagieren. Entwicklungspartnerschaften können dazu einen grundlegenden Beitrag leisten.“ Als neue, fortschrittliche Art kommunaler, projektbezogener Kooperationen handelt es sich bei Entwicklungspartnerschaften im Gegensatz zur ursprünglichen Entwicklungshilfe um eine Kooperation auf Augenhöhe. 

In Wolfsburg liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau von Projektpartnerschaften mit Sarajevo und Südafrika. Außerdem soll u.a. Netzwerk entwicklungspolitisch interessierter und aktiver Akteure entstehen, um bestehende Aktivitäten transparent zu machen und Beratungs- sowie Unterstützungsleistungen für Entwicklungsprojekte auszutauschen.


Pressemitteilung vom 17.03.2017

Fachaustausch zwischen Wolfsburg und Jendouba

Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“

v.l.: Manfred Hüller (Leiter Internationale Beziehungen), Christin Eckstein (Referat Internationale Beziehungen), Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Nadja Bonarius (SKEW), Aida Ghazouani (Stadt Jendouba), Amine Khazri (Stadt Jendouba), Jerome Kuchejda (GIZ), Nora Mühling (Referat Internationale Beziehungen)

Die Stadt Wolfsburg beteiligt sich mit der Freundschaftsstadt Jendouba am entwicklungspolitischen Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“. Vom 14. bis 17. März sind zwei Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung Jendouba zu Gast im Rathaus. Die Hospitanten erhalten im Rahmen der Projektarbeit zum Bau einer Parkanlage für Jugendliche unter Bürgerbeteiligung in Jendouba einen Einblick in die Verwaltungsstrukturen der Stadt und lernen die Aufgaben der Abteilungen Flächenplanung, Integration, Bürger- und Jugendbeteiligung kennen. 

Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte die Gäste Aida Ghazouani, Projektverantwortliche zur Gestaltung öffentlicher Räume und Amine Khazri, Ingenieur im Bereich der Bau- und Stadtplanung, aus der Stadt Jendouba im Rathaus. Begleitet werden die Hospitanten von den Projektkoordinatoren Jerome Kuchejda von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien (GIZ) und Nadja Bonarius von der Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt (SKEW). 

Bis zum Sommer 2018 kooperiert die Stadt Wolfsburg mit der Freundschaftsstadt innerhalb der Entwicklungspartnerschaft „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“. Diese wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt und finanziert. Mit dem Ziel, den kommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch in Form von Entwicklungspartnerschaften zu fördern, werden bis zu 25 Kleinprojekte in Tunesien, Marokko und Algerien im Bereich der Kommunalentwicklung unterstützt, Maßnahmen gemeinsam konzeptualisiert und im Maghreb umgesetzt. 

Die tunesischen Kommunen befinden sich nach dem Arabischen Frühling im Aufbau kommunaler und demokratischer Strukturen. Mit Hilfe des Wissenstransfers können Sie von den Erfahrungen der deutschen Kommunen in der Stadtentwicklung – zugunsten effizienter Dienstleistungen, verbesserter Lebensbedingungen, zusätzlicher Arbeitsplätze und neuer Strukturen, die eine Beteiligung der Zivilbevölkerung ermöglichen – profitieren. 

Wolfsburg unterstützt seine Freundschaftsstadt Jendouba bei der Planung und Konstruktion einer Parkanlage für Jugendliche unter Beteiligung der AnwohnerInnen des Stadtteils. Das gemeinsame Projektvorhaben in Jendouba basiert auf einem Mangel an Jugendtreffpunkten, die für die Freizeitgestaltung Jugendlicher von großer Bedeutung sind.

Bürgernahe integrative Ansätze werden verfolgt, um die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu steigern und Anreize für junge Menschen zu schaffen, ihre Zukunft im eigenen Land verantwortungsbewusst mitzugestalten. Auf diesem Weg kann dem hohen  Urbanisierungsgrad ebenso wie Fluchtursachen und Kriminalisierungstendenzen entgegengewirkt werden. 

Seit Oktober 2016 begleitet eine Projektgruppe, bestehend aus MitarbeiterInnen der beteiligten Fachbereiche der Stadt Wolfsburg, das Vorhaben. Das Kennenlernen der Projektbeteiligten sowie der Erfahrungsaustausch stehen während des Aufenthalts der tunesischen Fachkräfte in Wolfsburg im Mittelpunkt. Kulturell wird das Besuchsprogramm durch einen gemeinsamen Abend des Internationalen Freundeskreises Wolfsburg e.V. mit dem Tunesischen Kultur- und Jugendverein e.V. gestaltet.

Langfristig leisten die Kleinprojekte einen Beitrag für den sozialen Frieden und tragen zur Stabilisierung im Maghreb bei. Oberbürgermeister Mohrs unterstreicht: „Parallel können sich die deutschen Beteiligten Wissen über Strukturen, Ressourcen und Herausforderungen im Maghreb aneignen und ihre Erfahrungen in Wolfsburger Vorhaben anwenden.“ Damit leistet das Projekt einen aktiven Beitrag zugunsten der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Agenda 2030.