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Pressemitteilung vom 26.02.2019

Clusterwohnen Plus und Energiespar-Tutorials 

Sieben Projektvorschläge zum Abschluss des Wettbewerbs Zukunftsstadt

Die Stadt Wolfsburg beteiligte sich mit dem Förderprojekt "ViWoWolfsburg2030+" von 2015 bis 2018 an dem bundesweiten Städtewettbewerb Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Kooperationspartner während des Förderzeitraums waren die TU Braunschweig und die TU Berlin, die das Forschungsprojekt wissenschaftlich begleitet haben.

Zum Abschluss des Wettbewerbs gehen sieben Projektvorschläge aus den Themenfeldern Wohnvielfalt, Mobilität und Energie als Ergebnisse hervor. Durch ihren Reallabor-Charakter bieten die Projekte gute Anwendungsfelder zur Erprobung neuer Ansätze und Konzepte. Folgende Projektvorschläge wurden generiert:

Themenfeld Wohnvielfalt:

  • Projektvorschlag 1: Clusterwohnen Plus – Gemeinschaftliches und flexibles Wohnen mit Vernetzung im Quartier
  • Projektvorschlag 2: Vernetzung, Sicherheit und Unterstützung im Alltag – Digitale und smarte Produkte und Services für das Leben zu Hause
  • Projektvorschlag 3: Die digitale Haustafel – Zu jeder Zeit integriert, vernetzt und informiert

Themenfeld Energie:

  • Projektvorschlag 1: 100% E-Mobilität-Parkpalette mit Lastmanagement und nachhaltiger Stromerzeugung aus eigener Photovoltaikanlage
  • Projektvorschlag 2 : Energiespar-Tutorials
  • Projektvorschlag 3: Die modulare, multimodale und energetisch nachhaltige Mobilitäts- und Sharing-Station

Themenfeld Mobilität:

  • Projektvorschlag: Neue Ansätze zur Förderung von Multimodalität über ein innovatives Sharing-Angebot

Die Stadt Wolfsburg strebt an, die Projektvorschläge aufzugreifen und zur Verwirklichung Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten. Gemeinsam mit Umsetzungspartnern wie dem kommunalen Wohnungsbauunternehmen NEULAND werden Projekte wie die digitale Haustafel und das Cluster-Wohnen am Kurt-Schumacher-Ring in Detmerode mit dem Neubau des Stufenhochhauses bereits geplant und alsbald erprobt.

"Auch das Thema Wohnen verändert sich mit der steigenden Digitalisierung. So wird es in großen Unternehmen immer mehr Projektarbeit geben, für die die Experten nur für einen kürzeren Zeitraum nach Wolfsburg kommen. Dies ist unter anderem unsere Zielgruppe für das Cluster-Wohnen im neu geplanten Stufenhochhaus in Detmerode. Anschluss finden die Bewohner der modernen Apartments mit eigenem Schlafraum, Bad und kleiner Kitchenette in den großzügigen Gemeinschaftsräumen – das wird dann eine Art Co-working und Co-living. Wir sind mit dieser Wohnform Vorreiter in Wolfsburg und starten mit dem Cluster-Wohnen in knapp zwei Jahren, sobald der Neubau fertiggestellt ist", erläutert Hans-Dieter Brand, Geschäftsführer der NEULAND.

Im Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit der Stadt Wolfsburg beschäftigt man sich in der Sozialplanung bereits mit der Unterstützung von älteren Menschen im Umgang mit Hilfssystemen für ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben im eigenen Zuhause und hat ein Modellprojekt für Haushalte in der Nordstadt ins Leben gerufen.

"Für die zukunftsfähige Weiterentwicklung unserer Stadt ist es elementar, die Bedürfnisse der Menschen zu kennen und mit ihnen nach Lösungen zu suchen. Der Wettbewerb Zukunftsstadt war hierfür ein breiter Ansatz der viele spannende Projektideen hervorgebracht hat. Auch wenn sich nicht alle Projekte sofort umsetzen lassen, werden die Ideen in künftige Planungen einfließen. Den Dialog mit den Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern werden wir weiter führen", ergänzt Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Ziel des Wettbewerbs war es, Zukunftsvisionen und Projektvorschläge für das zukünftige Leben und Wohnen in Wolfsburg zu erarbeiten. In einem umfangreichen Partizipationsprozess wurden neben den Bürgern auch Fachexperten eingebunden. Kernelemente des Dialogs waren es, praktische Mehrwerte und Vernetzungen im Wohn- und Lebensalltag zu bieten, moderne Technologien sinnvoll zu nutzen sowie ressourceneffizient und klimaschonend zu leben und flexibel mobil zu sein.

Ausführliche Informationen zum Wettbewerb Zukunftsstadt sind unter wolfsburg.de/zukunftsstadt einsehbar. Zudem werden alle Projekte auch in der Abschlussbroschüre veranschaulicht. Diese liegt im Rathaus A zur kostenlosen Mitnahme aus.


Pressemitteilung vom 08.02.2019

Rat stellt Mittel für Markthalle bereit

Kooperationspartner unterzeichnen Mietverträge

Wolfsburg bekommt seinen digitalen Hot-Spot. Nach dem Beschluss des Rates der Stadt Wolfsburg sind auch die Mietverträge durch die Stadt und Volkswagen für das Kooperationsprojekt "Markthalle – Raum für digitale Ideen" mit der Neuland unter Mitwirkung des Mietvertragsmanagements von Volkswagen Immobilien unterschrieben worden. Mit der Stadt Wolfsburg, Volkswagen und dem VfL Wolfsburg gehen die beteiligten Projektpartner jetzt in die Umbauphase.

"Wir freuen uns, dass die Markthalle nun ihrer neuen Nutzung als digitalem Dreh- und Angelpunkt in Wolfsburg zugeführt wird. In dieser exponierten Lage entsteht ein Ort der Begegnung und der Innovation. Als NEULAND sind wir stolz darauf, einen Teil beizutragen", freut sich Hans-Dieter Brand, Geschäftsführer der NEULAND, über den positiven Ratsbeschluss.

Die städtische Fläche wird zukünftig im Erdgeschoss der Markthalle zu finden sein und neben dem Coworking Space Schiller40 und dem Jugendzentrum Haltestelle auch ein Broadcastingstudio für Film- und Audioaufnahmen sowie ein Virtual- und Augmented Reality Studio/Lab beinhalten. Zugang zu diesem "digitalen Wohnzimmer" besteht dabei für Jedermann. Sowohl Startups, Schulen als auch Privatpersonen können die einzelnen Studios mieten und nutzen.

"Die Markthalle – Raum für digitale Ideen zeigt als Kooperationsprojekt von Volkswagen, dem VfL Wolfsburg und der Stadt Wolfsburg die Innovationskraft und den Gestaltungswillen aller Partner in Punkto Digitalisierung. Gemeinschaftlich einen Ort zu entwickeln, wo Digitalisierung erlebbar, diskutierbar und gestaltbar wird, ist eine große Errungenschaft für Wolfsburg", führt Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur, aus.

Die Einrichtungen sorgen dabei für nutzbare Synergien. Neben der Vielfältigkeit an Angeboten durch verschiedene Studios, Veranstaltungsflächen und Kooperationspartner bekommen vor allem Jugendliche durch das Zentrum Haltestelle einen direkten Zugang auf digitale Angebote. Weiterhin wird die Markthalle zur zentralen Anlaufstelle für Digitalisierung, in welcher digitale Themen für Bürger erlebbar gemacht werden. Daneben entsteht auch ein wirtschaftlicher Vorteil durch die Bündelung von Ressourcen und Angeboten in der Markthalle. Startups, Beschäftigte des IT-Sektors und Interessierte bekommen ein Ort zum Netzwerken und Austausch und können darüber hinaus ihre Ideen und Ansätze vor Ort selbst generieren.

"Die Markthalle – Raum für digitale Ideen ist eines der Leuchtturmprojekte von #WolfsburgDigital, die die Bürger und gerade auch die junge Generation sehr direkt einbeziehen - nicht nur als Nutzer von Services, sondern als Mitgestalter und –entwickler von Dienstleistungen, die einen echten Mehrwert schaffen", unterstreicht Julius von Ingelheim, Leiter Regionalstrategie und Standortentwicklung der Volkswagen AG.

"Der Startschuss für den Umbau der Markthalle, ermöglicht durch den nun erfolgten Ratsbeschluss, ist ein Meilenstein für die digitale Weiterentwicklung des Standorts Wolfsburg. Die starken Partner Volkswagen, die Stadt und der VfL Wolfsburg setzen damit ein klares Zeichen und eine echte Benchmark im Ausbau der digitalen Infrastruktur Wolfsburgs. Wir werden als Bundesliga-Klub unseren Beitrag zum Erfolg des Projekts "Markthalle" beitragen und freuen uns schon sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Partnern", ergänzt Dr. Tim Schumacher, Geschäftsführer VfL Wolfsburg.

Neben den Einzelflächen der Kooperationspartner wird es auch mehrere Gemeinschaftsflächen geben, die gleichermaßen durch die Stadt Wolfsburg, Volkswagen und den VfL Wolfsburg genutzt werden.


Pressemitteilung vom 14.01.2019

Für ein umweltfreundliches Verkehrskonzept

Wolfsburger Schüler stellte seine App im Rathaus vor

Paul Obernolte ist Schüler am Theodor-Heuss-Gymnasium, gewann bereits vier Mal den Wettbewerb Jugend forscht und wurde zudem 2016 Wolfsburger des Jahres. Gemeinsam mit seinem jungen Kollegen aus Göttingen, Simeon Keske, entwickelt er aktuell eine App für ein umweltfreundliches Verkehrskonzept und stellte diese jüngst Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Digitalisierungsdezernent Dennis Weilmann vor. Dabei wurden alle Inhalte, Features und technischen Hintergründe von den Schülern selbst entwickelt und programmiert. Kennengelernt haben sich die beiden 15-jährigen Entwickler bei Jugend forscht im Februar 2018 und arbeiten seither an ihrem Projekt.

Die App mit dem Namen Desti arbeitet unter der Verwendung von Live-GPS-Tracking und unter Einbezug unterschiedlicher Verkehrsmittel. Dazu zählen die öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Elektro-Mobilität, aber auch Strecken, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Durch das Tracking des Nutzers entwickelt Desti Routen, die direkt auf diesen zugeschnitten sind, und schlägt auch die zu verwendenden Verkehrsmittel vor. Wesentlicher Bestandteil ist dabei auch das "Drivesharing", eine Form der Mitfahrgelegenheit. Ein auf die Analyse der Fahrrouten ausgelegter Algorithmus befindet sich aktuell in der Entwicklung.

Desti verbaut darüber auch Mittel der Gamifikation, setzt also auf die spielerische Nutzung der App. Nach dem Zurücklegen einer Strecke wird der Nutzer mit sogenannten Desti Coins belohnt, die ab einer gewissen Summe gegen verschiedene Gutscheine eingetauscht werden können. Das Interessante dabei: Die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wird bei gleicher Route mit mehr Desti Coins belohnt. Vor allem durch den Wettbewerb mit Freunden und anderen Nutzern versprechen sich Obernolte und Keske eine hohe Verbreitung.

"Eine unglaubliche Leistung", findet Oberbürgermeister Klaus Mohrs. "In solch jungen Jahren aktuelle Problematiken zu erkennen und professionell an Lösungen zu arbeiten, verdient höchsten Respekt." Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur, zeigt sich ebenso beeindruckt: "Zukünftige Mobilität ist für Wolfsburg ein spannendes und zentrales Thema. Um dieser Thematik auch gerecht zu werden, ist eine Zusammenarbeit mit aufstrebenden Experten unerlässlich. Aus diesem Grund ist es uns wichtig mit Paul Obernolte und Simeon Keske im Austausch zu bleiben und sie bei der Entwicklung von Desti zu unterstützen."

Zurzeit befindet sich Desti noch in der Entwicklungsphase, soll aber nach Einschätzung der Entwickler zeitnah in die erste Beta-Phase gehen. Mehr zur Desti-App gibt es auf der von Obernolte und Keske selbst entwickelten Homepage: https://desti.io/