Fallersleben

Die Hoffmann-Stadt

Der Geburtsort des berühmten Dichters Hoffmann von Fallersleben beheimatet heute rund 11.000 Einwohner.

Schloss Fallersleben © Jens L. Heinrich

Mit fünf Supermärkten bietet der Ort eine optimale  Nahversorgung. Ein eigener Bahnhof, die gute Busanbindung und die direkte Lage zur A2 sorgen außerdem für eine gute Verkehrsanbindung.

Auch in Sachen Kinderbetreuung ist der Ort mit fünf Kindertagesstätten inkl. Krippen gut aufgestellt. Zwei Grund- und drei weiterführende Schulen, ein Jugendtreff und 13 Spiel- und Bolzplätze garantieren Bildung und Freizeitvergnügung für Kinder und Jugendliche.

Neben dem städtischen Freibad, dem Schwefelbad, dem Brauhaus und der historischen Altstadt zählt das Hoffmann-von-Fallersleben Museum im Schloss Fallersleben zu den touristischen Highlights.

   
Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist

Sprechzeiten im Dezember 2018:

  • 27. Dezember (17:00 bis 18:00 Uhr)

In dringenden Fällen ist Frau Weist auch unter der Telefonnummer 05362 51789 zu erreichen

Stellvertreter Roman Dettmann
Weitere Informationen zum Ortsrat    Ortsrat Fallersleben/Sülfeld

Sprechstelle Fallersleben

Verwaltungsstelle Fallersleben - Treppensanierung abgeschlossen

Die seit Anfang November 2016 durchgeführten Sanierungsarbeiten an der Treppe am Haupteingang der Verwaltungsstelle Fallersleben sind abgeschlossen. 

Der Vorder- und Hintereingang sind wieder nutzbar. Der Hintereingang ist barrierefrei.




Adresse:

Hofekamp 10
38442 Wolfsburg
Leitung: Herr Ehrhoff

Telefon: 05362 9887-0
Fax: 05362 9887-18

E-Mail senden

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag: 09:00 Uhr - 12:00 Uhr

Dienstag: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Donnerstag: 15:00 Uhr - 17:00 Uhr

Bitte beachten Sie Hinweise zu ggf. tagesaktuellen Änderungen der Öffnungszeiten.

Betreuung von Ortsräten

Von der Verwaltungsstelle Fallersleben werden die Ortsräte Fallersleben/Sülfeld, Almke/Neindorf, Detmerode, Ehmen/Mörse, Hattorf/Heiligendorf und Westhagen betreut und die Durchführung der öffentlichen Ortsratssitzungen organisiert.

Folgende Verwaltungsangelegenheiten können Sie bei uns erledigen:

  • Beantragung von Personalausweisen, Reisepässen, Kinderreisepässen sowie vorläufigen Personalausweisen und vorläufigen Reisepässen
  • An- und Ummeldungen; Abmeldungen ins Ausland / von Nebenwohnungen
  • Melde-/Aufenthalts-/Lebens- und Haushaltsbescheinigungen
  • Eheschließungen im Trauzimmer der Verwaltungsstelle Fallersleben und im Schloss Fallersleben
  • Kfz - Zulassungsangelegenheiten (Dieser Service ist Privatkunden vorbehalten - gewerbliche Zulassungen werden im Rathaus B, Porschestraße 49, 38440 Wolfsburg, Zimmer 015 durchgeführt)
  • Beglaubigungen von Unterschriften und Kopien
  • Bestellungen von Standesamtsurkunden beim Standesamt Wolfsburg
  • Beantragung von Führungszeugnissen und Gewerbezentralregisterauszügen
  • Untersuchungsberechtigungsscheine für Berufsanfänger bis zum 18. Lebensjahr
  • Antragsaufnahme für Führerscheine, Internationale Führerscheine, An-, Ab- und Ummeldungen eines Gewerbes, Fischereischeine , Waffenbesitzkarten, Waffenscheine und Jagdscheine
  • An- und Abmeldungen zur Hundesteuer
  • Antragsannahme von Wohngeld- und Elterngeldanträgen
  • Ausgabe von Anträgen auf Ausstellung von Schwerbehindertenausweisen
  • Müllbehälterbestellung und Verkauf von Restmüll- und Grünabfallsäcken im Auftrag der Wolfsburger Abfallwirtschaft (WAS)
  • Kostenlose Ausgabe von „Gelben Säcken“ und Hundekotbeuteln
... und vieles mehr

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Fallersleben in einer Urkunde Ottos des Großen im Jahr 942. Bodenfunde belegen jedoch eine ältere Besiedlung seit etwa 200 v. Chr.  Die Region um Fallersleben hatte eine Vielzahl von wechselnden Herrschaften, gegen Ende des Mittealters gehörte der Ort  für lange Zeit zur „welfischen Welt“.  Eine Blütezeit erlebte er  in der Regierungszeit der Herzogin Clara, die ab 1550 für 27 Jahre im Schloss residierte und u.a. mit dem Erlass einer Marktordnung Wohlstand in den von Ackerbürgern und Handwerkern bewohnten Flecken brachte.  Das 1547 angelegte Ratsbuch  berichtet  vom Wirken dieser Frau.

Ab dem 16. Jahrhundert hatte der Ort die Funktion eines Amtes und bildete aufgrund seiner strategischen Lage das „Einfallstor“ Preußens in die welfischen Lande.  Im weiteren Verlauf der Geschichte gehörte der Ort zum Kurfürstentum und Königreich Hannover, dann wurde er preußisch. August Heinrich Hoffmann, genannt von Fallersleben, wurde hier  am 02. April 1798 geboren.

Im 18. und frühen 19. Jahrhundert waren vor allem Handwerker und Kaufleute ansässig. Der  wirtschaftliche Aufschwung kam nach den landwirtschaftlichen Reformen in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Anschluss  an die Bahnlinie Berlin –  Lehre.   Nach dem Bau des Bahnhofs erfolgte die Errichtung der Zuckerfabrik (1879), sie existierte bis 1994. Die Agrarindustrie hielt Einzug in den ländlichen Raum und veränderte ihn gravierend.

1927 wurde in Fallersleben zur Vorbereitung des Mittellandkanals ein „Kanalbauamt“  errichtet, es folgten der Bau der Schleusen und des Hafens. Obwohl es schon im Mittelalter stadtähnliche Strukturen gab, erhielt Fallersleben erst 1929 offiziell Stadtrechte.  Der Bau des Volkswagenwerkes und die Flüchtlingsströme der Nachkriegszeit ließen eine neue Stadtgesellschaft entstehen, die 1972 in die Großstadt Wolfsburg eingemeindet wurde.  Die mehr als 40 Vereine mit ihren Festen und Umzügen tragen ebenso zur Anziehungskraft  Fallerslebens bei wie die historische Altstadt.

Quelle: Dr. Karin Luys, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)


Das Wappen von FallerslebenDas Fallersleber Wappen - es existiert in zwei Formen - ist von allen Ortsteilwappen im heutigen Wolfsburg das älteste. Seine geschichtlichen Wurzeln reichen bis nach Dänemark. Es stellt eine Variante des Wappens der lüneburgischen Welfen dar, die jahrhundertelang (endgültig seit 1428) die Landesherren Fallerslebens waren. Sie führten im mit roten Herzen bestreuten goldenen Schild einen rot bewehrten blauen Löwen.
Dieser Löwe war aus Dänemark zugewandert, als einer von dreien, die noch heute das dänische Wappen bilden. Da der Welfe Wilhelm, ein Sohn Heinrichs des Löwen, eine dänische Prinzessin geheiratet hatte, nahmen seine Nachkommen, stolz auf die königliche Abkunft, eine "geminderte" Fassung (was nicht Abwertung bedeutet, sondern lediglich Differenzierung) des dänischen Wappens an.

Der Flecken Fallersleben wiederum wandelte das landesherrliche Wappen weiter ab, wahrscheinlich seit ungefähr 1488, als Bürgermeister und Rat erstmals erwähnt werden. Er führte zunächst einen schlichten blauen Löwen im goldenen Feld. Der Löwe ist aus jener Zeit im Flecken-Siegel nachweisbar; die Farben des Wappens ergeben sich analog den landesherrlichen daraus von selbst. Nicht lange nach Beginn der Siegel - und damit auch Wappenführung stellte sich eine eigentümliche Doppelgestalt des Fallersleber Wappens ein, die bis in die Gegenwart angedauert hat. Im 1547 angelegten Fallersleber Stadtbuch, einem Manuskript, befindet sich ein lateinisches Lobgedicht auf den Fallersleber Löwen, 1616 verfasst von dem Lehrer Johannes Christiani. Dieser geht zwar von falschen historischen Voraussetzungen aus (indem er die Spur des Löwen nach England verfolgt, was eine Verwechslung mit den braunschweigischen Löwen darstellt), preist aber den gekrönten blauen Löwen (der in einer farbigen Zeichnung rotgezungt im gelben Herzenfeld, also bis auf die Krone ganz wie der landesherrliche abgebildet ist) in blumigen Wendungen:

"Wie man den Löwen hält für den tapfersten unter den Tieren, welcher die Schwachen jedoch verschonet und die Stolzen zerreißet... / Eben das fordert das Amt des Magistrates, auch er soll /Jene zügeln, die stolz sich und widerspenstig benehmen, / Aber beschützen zugleich die Schwachen, die Unrecht leiden" (so in der Übersetzung von Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahre 1866). Beide Wappenformen existierten nun nebeneinander, wobei die zweite den Nachteil hatte, sich vom landesherrlichen Wappen kaum zu unterscheiden. An Gebäuden in Fallersleben findet man heute ebenfalls beide Formen, jedoch überwiegend den Herzen-Löwen, und zwar mit Krone, was ihn vom welfisch-lüneburgischen unterscheidet. Im städtischen Siegel stand jedoch bis in die sechziger Jahre unseres Jahrhunderts der ungekrönte einfache Löwe im Schild. Seit 1964 aber war die Stadtverwaltung der Auffassung, der gekrönte Herzen-Löwe sei nunmehr der amtliche. Sie erteilte

für das Sammelwerk "Deutsche Ortswappen" eine entsprechende Auskunft, und auch im Stadtsiegel wich der einfache 1968 dem gekrönten Herzen-Löwen. Diese Form ist also als die von der Stadt Fallersleben zuletzt amtlich geführte Fassung anzusehen. Die Anzahl der Herzen, der keine Bedeutung innewohnt, ist entgegen einer neuerdings anzutreffenden Auffassung beliebig, da das Feld historisch lediglich als "mit Herzen bestreut" ohne Zahlenangabe definiert ist. Auch die manchmal zu beobachtende Verdoppelung des Schweifs ist nur eine stilistische Freiheit und nicht sachlich festgelegt. Stadtfarben und jetzige Ortsteilfarben sind (spätestens seit 1927) Blau-Gelb-Weiß. Sie werden in einer Flagge mit gleichbreiten Streifen geführt, und zwar sowohl ohne als auch mit dem in der Mitte aufgelegten Wappenschild mit dem gekrönten Herzen-Löwen.

Heraldische Beschreibung: Im mit roten Herzen bestreuten, goldenen (gelben) Feld ein rot bewehrter, gezungter und gekrönter, blauer Löwe.

Quelle
Arnold Rabbow: "Wolfsburger Wappenbuch"

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