Sülfeld

Ausflugsziele Ilkerbruch und Schleuse

Kirche in Sülfeld

Der im Westen von Wolfsburg liegende Ortsteil zählt rund 3.000 Einwohner*innen

Mit seiner Lage am Rand des Naturschutzgebietes Ilkerbruch ermöglicht er ausgiebige Ausflüge in die Natur- und Tierwelt. Neben dem Naturschutzgebiet ist auch die Sülfelder Schleuse ein beliebtes Ausflugsziel. Die angrenzende Schleusensiedlung gehört ebenfalls zum Ortsteil.

Als Wohnort zeichnet sich Sülfeld durch eine gute Infrastruktur aus: ein Supermarkt, eine Kindertagesstätte inklusive Krippe und eine Grundschule sind vor Ort. Auch ein Seniorentreff und zwei Spielplätze ermöglichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Ein beliebtes Ausflugziel in Sülfeld ist die traditionelle Kornbrennerei „Sülfelder Korn“. Hier werden seit 1706 hochwertige Spirituosen hergestellt.

Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist
Stellvertretender Ortsbürgermeister Roman Dettmann
Weitere Informationen zum Ortsrat    Ortsrat Fallersleben/Sülfeld

Sülfeld kann im Jahr 2017 auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken. In der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg aus dem Jahr 1017 wird Sülfeld  erstmalig erwähnt. Er beschreibt dort eine Wundergeschichte, die sich in „Silivellun“ abgespielt haben soll. Die Grundherrschaft lag in verschiedenen Händen und wechselte häufig im Laufe der Zeit. 1756 gehörte Sülfeld zum Amt Fallersleben, ab 1885 zum Kreis Gifhorn. 1972 wurde es nach Wolfsburg eingemeindet.

Zentrum war das Gut, das das dörfliche Leben beherrschte. Es hatte sehr viele Besitzer u. a. die von Bartensleben und von 1547 mit Unterbrechung bis 1805 die Familie von der Wense. Anschließend wurde es von den Sülfelder Bauern aufgekauft. Eng verbunden mit dem Gut ist die Kornbrennerei, denn das Brennrecht gehörte einst zum Gutshof. 1706 wurde der Betrieb gegründet, der heute Spirituosen verfeinert.

Die Herren von Bartensleben besaßen nach einer Urkunde hier eine „Kalkkule“. In dem Sülfelder Kalkberg – heute steht dort das Schützenhaus – wurde bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts Kalkstein abgebaut und zu Baukalk gebrannt. Im 20. Jahrhundert wurde Sülfeld durch die Schleuse, die im Zuge des Mittellandkanalbaus 1938 in Betrieb genommen und 2008 erweitert wurde, bekannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen. Das Arbeitsplatzangebot von Volkswagen steigerte die Einwohnerzahl auf rund 3.000, neue Baugebiete entstanden.

Erwähnenswert ist die Markuskirche, eine im Kern romanische Bruchsteinkirche zwischen 1018 und 1318 erbaut, mit zwei Grabsteinen der Familien von der Wense.  

Quelle: Dr. Karin Luys, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)

Das Wappen von SülfeldSülfeld besitzt unter allen Wolfsburger Ortsteilen das drittälteste Wappen; von den ehemaligen Gemeinden, die nicht Städte waren, sogar das älteste.

Es wurde am 12. April 1929 vom preußischen Staatsministerium verliehen – Sülfeld gehörte damals mit der Provinz Hannover zum Freistaat Preußen – und ist das wieder belebte Wappen des Geschlechtes von Solevelde (Sülfeld), das im 14. Jahrhundert Besitzer des Dorfes und Inhaber des Kirchenpatronats gewesen ist.

Heraldische Beschreibung: In Silber (Weiß) ein blauer Schrägbalken, belegt mit vier paarweise abgewandten, silbernen (weißen) Schwanenköpfen mit goldenen (gelben) Schnäbeln und roten Zungen.

Quelle: Arnold Rabbow: "Wolfsburger Wappenbuch"

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