Vorsfelde

Wolfsburgs größter Ortsteil

Die aktuellen Öffnungszeiten der Verwaltungsstelle finden Sie hier.

Kirche in Vorsfelde


Mit über 12.000 Einwohner*innen ist Vorsfelde der größte Ortsteil der Stadt.

Im Osten gelegen bietet die sogenannte Eberstadt mit ihrer historischen Altstadt den Einwohner*innen eine sehr gute Nahversorgung mit insgesamt sieben Supermärkten. Fünf Kindertagesstätten inklusive Krippe sichern die Kinderbetreuung.

Auch im Bereich Bildung ist das Dorf mit sieben Schulen, von denen drei Grundschulen und vier weiterführende Schulen sind, gut aufgestellt. Passend zur Größe gibt es in Vorsfelde zwölf Seniorenbegegnungsstätten bzw. -treffs und 16 Spiel- und Bolzplätze. Naherholung bietet Vorsfelde durch die Lage am Naturpark Drömling und dem Allersee.

Ortsbürgermeister Günter Lach
Stellvertretender Ortsbürgermeister Karl Haberstumpf
Weitere Informationen zum Ortsrat    Ortsrat Vorsfelde


Sprechstelle VorsfeldeAdresse:

Lange Straße 21
38448 Wolfsburg

Kontakt:

Leitung: N. N.
Telefon: 05363 9718-0
Fax: 05363 9718-17
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten:

Montag: 09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag: 09:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Mittwoch: 09:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 - 12:00 Uhr und 15:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 12:00 Uhr

Bitte beachten Sie Hinweise zu ggf. tagesaktuellen Änderungen der Öffnungszeiten.

Betreuung von Ortsräten

Die Verwaltungsstelle Vorsfelde organisiert und betreut folgende Ortsräte bzw. deren Sitzungen:

  • Vorsfelde, Nordstadt, Stadtmitte und Mitte-West, Barnstorf/Nordsteimke, Brackstedt/Velstove/Warmenau, Hehlingen, Kästorf/Sandkamp und Reislingen/Neuhaus

Folgende Verwaltungsangelegenheiten können Sie bei uns erledigen:

  • Beantragung von Personalausweisen, Reisepässen, Kinderreisepässen sowie vorläufigen Personalausweisen und vorläufigen Reisepässen
  • An- und Ummeldung; Abmeldung ins Ausland / von Nebenwohnungen
  • Melde-/Aufenthalts-/Lebens- und Haushaltsbescheinigung
  • Eheschließungen im Trauzimmer der Verwaltungsstelle Fallersleben und im Schloss Fallersleben
  • Kfz-Zulassungsangelegenheiten (Dieser Service ist Privatkunden vorbehalten. Gewerbliche Zulassungen werden im Rathaus B, Zimmer 015, Porschestraße 49, 38440 Wolfsburg durchgeführt.)
  • Beglaubigung von Unterschriften und Kopien
  • Bestellung von Standesamtsurkunden beim Standesamt Wolfsburg
  • Beantragung von Führungszeugnissen und Gewerbezentralregisterauszügen
  • Untersuchungsberechtigungsscheine für Berufsanfänger bis zum 18. Lebensjahr
  • Antragsaufnahme für Führerscheine, Internationale Führerscheine, An-, Ab- und Ummeldung eines Gewerbes, Fischereischeine, Waffenbesitzkarten, Waffenscheine und Jagdscheine
  • An- und Abmeldung zur Hundesteuer
  • Antragsannahme von Wohngeld- und Elterngeldanträgen
  • Ausgabe von Anträgen auf Ausstellung von Schwerbehindertenausweisen
  • Müllbehälterbestellung und Verkauf von Restmüll- und Grünabfallsäcken im Auftrag der Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung
  • kostenlose Ausgabe von "Gelben Säcken" und Hundekotbeuteln
  • ... und vieles mehr

Die erste urkundliche Erwähnung von Vorsfelde erfolgte im Jahr 1145, als Papst Lucius II. dem Kloster Berge bei Magdeburg seine Rechte und Besitzungen bestätigte, u. a. wird auch „Varesfeld“ erwähnt.

Vorsfelde lag am Zusammentreffen mehrerer Heerstraßen und war der Zentralort des Vorsfelder Werders. Seit seiner Gründung gehörten Vorsfelde und die Burg zum Herrschaftsgebiet der Welfen, wechselten aber im Laufe der Zeit mehrfach die Lehnsbesitzer. Wegen der Grenzlage war Vorsfelde ein Streitobjekt zwischen den Welfen und seinen Nachbarn. Die Herren von Bartensleben hatten die Burg ab 1389 als Lehen, diese wurde 1464 zerstört. Nach dem Aussterben des Geschlechts 1742 fiel das Gebiet an das Herzogtum Braunschweig, das 1742 das Amt Vorsfelde einrichtete.

Feuersbrünste in den Jahren 1604, 1780 und 1798 vernichteten die alten Fachwerkhäuser; die Mehrzahl der heutigen Häuser entstanden durchgehend im 18. und frühen 19. Jahrhundert.

Die Bewohner von Vorsfelde waren vorwiegend Ackerbürger, die Vieh und Landwirtschaft besaßen, aber auch Handwerk und Handel ausübten, daraus wurde dann ein  zentraler Handwerkerort. Da der Flecken Marktrecht besaß, gab es verschiedene Plätze, um Märkte abzuhalten. Auf Anregung des Bürgermeisters Carl Grete wurde 1845 ein Bürgerverein gegründet, in dessen Folge sich Vorsfelde zu einem Brennpunkt der national-liberalen Bewegung im Herzogtum Braunschweig entwickelte. 1871 begann die Industrialisierung, die das ländlich geprägte Vorsfelde entscheidend veränderte.

Im Zuge des Eisenbahnnetzes der Linie Berlin und Hannover entstand etwa 1 km südlich des Ortes der Bahnhof, um den sich Fabriken (Konserven, Molkerei, Brauerei und Kartoffelflocken) ansiedelten. Die Flüchtlinge und Vertriebene erhöhten nach dem Zweiten Weltkrieg die Einwohnerzahl; die Beschäftigung im Volkswagenwerk führte zum Bau von großen Siedlungen. Die Verleihung der Stadtrechte erfolgte im Jahr 1955, bis zur Eingemeindung nach Wolfsburg 1972 war Vorsfelde eine eigenständige Stadt im Landkreis Helmstedt.

Quelle: Dr. Karin Luys, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)

Das Wappen von VosfeldeDas Vorsfelder Wappen ist das zweitälteste unter den heutigen Wolfsburger Ortsteilwappen. Wie das Wolfsburger gibt es den Ortsnamen "redend" wieder, denn es zeigt ein "Vor" auf einem Feld. „Dat Vor" war ein niederdeutscher Ausdruck für "mageres Schwein". Deswegen setzte der damalige Flecken Vorsfelde ein "Vor" in sein seit dem 17. Jahrhundert nachweisbares Siegel. Vielleicht begann die Siegelführung sogar schon im 15. Jahrhundert.

Wissenschaftlich gesehen ist freilich das Vorsfelder Wappen wiederum nicht "redend", denn der Ortsname, dessen älteste, seit 1145 überlieferte Form „Varesfelt" lautete, bedeutet eigentlich "den waldfreien Platz, wo man überfährt oder landet". An dieser Stelle überschritt die von Süden kommende Fernstraße über die "langen Brücken" die Talrinne der Aller zwischen den Sumpfgebieten des Drömlings und des Barnbruchs.

Im Mittelalter kümmerte man sich um wissenschaftliche Ableitungen nicht viel, sondern gestaltete örtliche Wahrzeichen gern "volksetymologisch" redend, das heißt so, wie sie jedermann ohne weitere Erklärungen unmittelbar verstand. Es wäre daher nicht angebracht, das Vorsfelder Wappen für "eigentlich falsch" zu erklären, denn erstens ist es mindestens drei Jahrhunderte alt und zweitens war es gerade in der Hochblüte des Wappenwesens üblich, Namen ganz unbefangen und unmittelbar verständlich in Wappenbilder zu übersetzen.

Der Eber wurde schon bald nicht mehr mager, sondern "gut im Futter" und wehrhaft dargestellt, so wie Wappentiere damals überhaupt. Die Farben des Vorsfelder Wappens haben lange Zeit nicht festgestanden. Ein Siegel hat keine Farben, und wann das Vorsfelder Wappen zum ersten Mal in Farbe gesetzt wurde, ist nicht bekannt. Otto Hupp färbte den Schildgrund in seinem weit verbreiteten Sammelwerk "Deutsche Ortswappen" um 1930 golden, später wurde Silber üblich (so in der Hauptsatzung der Stadt Vorsfelde von 1964). Hupp zeichnete die Zunge des Ebers rot (so auch Stadler 1970 in den "Deutschen Ortswappen"). In den Drucksachen der Stadt erschien der Eber jedoch zuletzt ohne sichtbare Zunge. Seine schwarze Farbe (entsprechend dem hier häufigen Vorkommen von Schwarzwild) und die des Bodens ergaben sich von selbst.

Heraldische Beschreibung: In Silber (Weiß) auf grünem Boden ein springender schwarzer Eber.

Vorsfelde führt (festgelegt in der Hauptsatzung vom 12. März 1964) eine Flagge mit zwei gleich breiten Bahnen Schwarz-Grün und dem auf die Mitte gelegten Wappen (auch ohne dieses).

Quelle: Arnold Rabbow: "Wolfsburger Wappenbuch"

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