Gleichstellungsreferat

Gleichstellung aller Geschlechter

Logo GleichstellungsreferatHerzlich willkommen auf der Seite des Gleichstellungsreferates der Stadt Wolfsburg!

Das Gleichstellungsreferat setzt sich für die Gleichstellung und Chancengleichheit aller Geschlechter ein – sowohl innerhalb der Verwaltung als auch in der Stadtgesellschaft in Wolfsburg.

Das bedeutet konkret, dass die Gleichstellungsbeauftragte sowie die Mitarbeitenden des Gleichstellungsreferates

  • als Expert*innen bei Fragen zu Gleichstellungsthemen agieren,
  • in verschiedenen Arbeits- und Steuerungsgruppen der Stadtverwaltung, der Stadtgesellschaft und Netzwerkpartner*innen mitarbeiten,
  • durch (Fach-)Veranstaltungen, Projekte, Kooperationen sowie Öffentlichkeitsarbeit wirken und gleichstellungsrelevante Impulse setzen,
  • Mitarbeiter*innen sowie Bürger*innen der Stadt Wolfsburg in Gleichstellungsfragen beraten und ggf. an Fachstellen weitervermitteln.

Die Themen und Schwerpunkte der Gleichstellungsarbeit sind vielseitig und können schnelllebig sein. Entsprechend orientieren wir uns an bundes-, landes- und kommunalrelevanten Themen, um bestmöglich auf die Lebensumstände der Menschen in Wolfsburg positiv einwirken zu können.

Neben weiteren Angelegenheiten befassen wir uns aktuell schwerpunktmäßig mit folgenden Themen:

  • Bekämpfung häuslicher Gewalt
  • Etablierung der geschlechtergerechten (Verwaltungs-)Sprache
  • Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf (bei der Stadt Wolfsburg)
  • Förderung von Frauen in handwerklichen und MINT-Berufen
  • Aufbrechen von Geschlechterstereotypen und Rollenklischees
Außerdem veröffentlichen wir einen Tätigkeitsbericht, um unsere Arbeit für die Wolfsburger Bürger*innen transparent zu halten. Den aktuellen Bericht finden Sie hier (PDF öffnet sich in einem neuen Fenster).

Pressemitteilung vom 14.05.2021

Ein Regenbogenbus für Wolfsburg

Gemeinsame Aktion wirbt für Vielfalt und Toleranz

Als besonderer Hingucker wird ein Regenbogenbus in den nächsten sechs Monaten auf Wolfsburgs Straßen unterwegs sein. Der in Regenbogenfarben beklebte Bus der Wolfsburger Verkehrs-GmbH ist ein Gemeinschaftsprojekt auf Initiative des Gleichstellungsreferats der Stadt Wolfsburg. Es handelt sich hierbei um eine Aktion im Rahmen der Wolfsburger Woche für Vielfalt und Toleranz vom 17. bis zum 23. Mai. Mit dem Bus soll stadtweit für eine offene und tolerante Gesellschaft geworben und das Thema Vielfalt im Alltag sichtbar gemacht werden.

Die Aktionswoche wird von der AIDS-Hilfe Wolfsburg e.V. ausgerufen. Der Regenbogenbus ist eine Aktion, mit der sich die Stadt Wolfsburg, federführend durch das Gleichstellungsreferat, beteiligt. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Wolfsburg AG, der Volkswagen Belegschaftsstiftung, der IG Metall, dem Integrationsreferat und der Jugendförderung umgesetzt worden. „Die Stadt Wolfsburg positioniert sich seit Jahren für Respekt und gegen Diskriminierung. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich so viele verschiedene Partner*innen an dem Regenbogenbus beteiligen“, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Gemeinsam setzen wir so ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und für Offenheit und Toleranz.“

An der Gestaltung des Regenbogenbusses haben Schüler*innen der Eichendorffschule maßgeblichen Anteil. Die Vorlage für den Regenbogenbus wurde auf Grundlage eines digitalen Workshops von und mit den Schüler*innen entworfen. „Es ist toll, dass die Gestaltung des Busses partizipativ mit einer Schulklasse der Eichendorffschule entstanden ist“, so Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. „Die Schüler*innen werben mit ihren Statements für Offenheit, Vielfalt und Respekt in der Stadtgesellschaft und wirken so der Stigmatisierung entgegen.“

Dass der Regenbogenbus die nächsten sechs Monate im Linienbetrieb eingesetzt wird und damit über die Aktionswoche hinaus unterwegs sein wird, freut Antje Biniek, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt: „Mit dem Bus können wir Vielfalt im alltäglichen Stadtbild sichtbar machen. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns gemeinsam für eine respektvolle und bunte Gesellschaft engagieren müssen – dabei sollten wir den Fokus immer auf unsere demokratischen Werte lenken. Mit dem Bus wollen wir auch auf das Thema Vielfalt aus Sicht junger Menschen aufmerksam machen.“

Die Stadt Wolfsburg wird sich neben dem Regenbogenbus noch mit weiteren Aktionen im Rahmen der Woche für Vielfalt und Toleranz beteiligen. Weitere Informationen zu der Aktionswoche und  eine Übersichtkarte mit allen Aktionen sind auf den Seiten der AIDS-Hilfe Wolfsburg e.V. unter https://www.aidshilfe-wolfsburg.de/ zu finden.


Pressemitteilung vom 20.08.2020

Ein Jahr Täterberatung in der Region

Stadt Wolfsburg und die Landkreise Gifhorn und Helmstedt ziehen Bilanz

Ein Jahr Täterberatung - (v.l.) Beate Ulrich (Geschäftsführerin Jugendhilfe Wolfenbüttel e.V.), Monika Müller (Sozialdezernentin der Stadt Wolfsburg), Antje Biniek (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg), Dr. Burkhard Nolte (Kreisverwaltungsdirektor Landkreis Helmstedt), Katrin Morof (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Helmstedt), Christine Gehrmann (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Gifhorn) und Rolf Amelsberg (Kreisrat des Landkreises Gifhorn)
Die Landkreise Gifhorn und Helmstedt sowie die Stadt Wolfsburg haben im Juli 2019 eine gemeinsame Täterberatung für Männer bei häuslicher Gewalt eingerichtet. Das Beratungsangebot hat sich im vergangenen Jahr in der Region sehr gut etabliert und durch die enge Vernetzung und das Engagement zahlreicher Akteur*innen aus Beratungsstellen, Polizei, Politik und Verwaltung schnell eine hohe Akzeptanz erreicht.

Seit dem Start des Angebots haben bis heute insgesamt 151 Personen Kontakt aufgenommen. Bei den Männern, die sich gemeldet haben, kam der Kontakt meist über die Polizei zustande, einzelne wurden durch die Justiz zugewiesen, nach Empfehlung des Jugendamtes vermittelt oder waren sogenannte Selbstmelder. Von den 151 gemeldeten Personen wurden 125 zur Teilnahme kontaktiert.

Die praktische und inhaltliche Umsetzung des Beratungsangebotes wird durch zwei Mitarbeitende der Jugendhilfe Wolfenbüttel e. V., der Trägerin des Angebots, geleistet. Die speziell ausgebildeten Fachkräfte führen Einzelberatungen und Gruppensettings durch. Ziel ist es, den Teilnehmenden Fähigkeiten zu vermitteln, um die Gewaltspirale zu erkennen und zu unterbrechen. Außerdem sollen die teilnehmenden Männer lernen, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen und echte Empathie für ihre Opfer zu entwickeln.

Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten in diesem Jahr mehrere Monate lang keine Gruppenangebote stattfinden. Nach den Sommerferien kann das Angebot unter Einhaltung der gegebenen Hygienevorschriften wieder neu gestartet werden.

Mit der Fachstelle für Täterarbeit im Rahmen häuslicher Gewalt konnte eine Lücke im regionalen Beratungsangebot geschlossen werden. Das Angebot trägt dazu bei, Verhaltensänderungen im partnerschaftlichen Zusammenleben zu ermöglichen. Daher sind sich die Initiator*innen einig, dass das Angebot unter dem Motto "Täterarbeit ist Opferschutz" auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden sollte.



Pressemitteilung vom 19.11.2020

Orange your City: Wolfsburg erstrahlt in Orange

Prominente Mitwirkende positionieren sich gegen Gewalt

Die Stadt Wolfsburg beteiligt sich in diesem Jahr zum zweiten Mal an der weltweiten Aktion "Orange your City" im Rahmen des Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Eine Woche lang, ab Montag, 23. November bis einschließlich Sonntag, 29. November, werden erneut zahlreiche Gebäude in Wolfsburg orange erstrahlen. Die Aktion soll ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen setzen.

"Ich freue mich, dass sich so viele wichtige Institutionen aus Wolfsburg klar positionieren und wir gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen setzen. Das Gleichstellungsreferat nimmt in diesem Kontext eine besondere Rolle ein, da es ein Motor für gleichstellungsrelevantes Engagement ist", sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. In Wolfsburg wird "Orange your City" aufs Neue federführend vom städtischen Gleichstellungsreferat organisiert. "Insbesondere in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen ist das Thema Gewalt von großer Bedeutung und muss als Querschnittsaufgabe angesehen werden. Mit der Aktion soll das gesellschaftliche Bewusstsein der Bürger*innen sowie die Zivilcourage gestärkt werden", verdeutlicht Antje Biniek, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg.

Diverse städtische Einrichtungen und Mitwirkende unterstützen das Vorhaben auch in diesem Jahr und positionieren sich damit gemeinsam, klar – und durch die orange Beleuchtung unübersehbar – gegen alle Formen von Gewalt an Mädchen und Frauen.

Folgende Wolfsburger Institutionen und Einrichtungen unterstützen die Aktion: Die Aids-Hilfe Wolfsburg e.V., die Autostadt, das städtische Bildungshaus, das Hallenbad - Kultur am Schachtweg, die Heilig-Geist-Kirche, die IG Metall, das Kunstmuseum, die Ostfalia Hochschule, das phaeno , das Planetarium, die Polizeiinspektion, das Scharoun Theater, die städtische Jugendförderung, der Geschäftsbereich Kultur, die Stadtwerke AG, der VfL Wolfsburg, die Volkswagen AG, die Volkswagen Group Services GmbH, die WMG, die Wolfsburg AG sowie die Stadt Wolfsburg.
 
Ziel der Beleuchtungsaktion ist es, das Thema "Gewalt gegen Mädchen und Frauen" öffentlich zu machen und zu enttabuisieren. Zudem soll der Stigmatisierung von betroffenen Personen entgegengewirkt werden. Ursprünglich war "Orange your City" von UN-Women als weltweite Aktion mit dem Titel "Orange the World" initiiert. Die Farbe Orange steht dabei für eine "hellere Zukunft" ohne Gewalt gegen Mädchen und Frauen.

Was ist die Interdisziplinäre Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt (iKOST HG)? Die iKost HG stellt einen Zusammenschluss diverser Aktionspartner*innen dar, die aktiv gegen die Tabuisierung von häuslicher Gewalt vorgeht und das Schweigen brechen will. Hierbei kommen Personen aus den verschiedensten Bereichen unserer Gesellschaft zusammen.

Im Rahmen der iKost HG engagieren sich Fachkräfte aus den Beratungs- und Zufluchtsstellen, der freien Trägerschaft aber auch aus der Justiz, der Medizin, der Polizei sowie der (kommunalen) Verwaltungen für die Bekämpfung häuslicher Gewalt. Durch den interdisziplinären Austausch können gemeinsam Maßnahmen der Prävention und Intervention entwickelt werden, die verschiedene Sichtweisen berücksichtigen und somit Betroffene und Fachkräfte besser unterstützen.
Was ist das Ziel der iKOST HG? Neben der Öffentlichkeitsarbeit ist es ein Ziel der iKost HG, bestehende Standards der Prävention und der Intervention stetig zu verbessern und gegenwärtigen Entwicklungen anzupassen. Weiterhin sollen Informationen über bestehende Kontakt- und Beratungsangebote transparenter vermittelt und die Akteur*innen durch bedarfsorientierte Fortbildung geschult werden.

Die Stadt Wolfsburg, vertreten durch das Gleichstellungsreferat, ist ebenfalls Mitglied der iKOST HG. Durch die aktive Teilnahme an Vernetzungstreffen und Fachtagungen soll die Bekämpfung häuslicher Gewalt zielführend und nachhaltig in Wolfsburg begleitet werden. Um einen ganzheitlichen Ansatz der Gewaltprävention und –intervention verfolgen zu können, steht das Gleichstellungsreferat im engen Austausch mit dem Geschäftsbereich Jugend, welcher federführend für das Thema Kinderschutz verantwortlich ist.

Der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss verschiedener Akteur*innen aus dem Raum Wolfsburg, um die Situation Betroffener zu verbessern und aktiv gegen Gewalt in partnerschaftlichen oder familiären Beziehungen vorzugehen.

Durch regelmäßige Treffen soll ein Austausch zwischen den Akteur*innen ermöglicht und aktuelle Bedarfe im Raum Wolfsburg frühzeitig erkannt werden. 


Das 8. März-Bündnis organisiert Projekte und Aktionen rund um den jährlich stattfindenden Internationalen Frauentag.

Derzeitig engagieren sind unter anderem folgende Institutionen im 8. März-Bündnis:

  • Dialog e. V.
  • ProFamilia Wolfsburg
  • die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft
  • die Jugendförderung Wolfsburg
  • das Integrationsreferat der Stadt
  • das Frauenzentrum "Frauen-Zimmer"
  • Vertreter*innen der feministischen Theologie
  • Vertreter*innen der Flüchtlingshilfe
  • Vertreter*innen des VVN-BdA e. V. 

Die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Wolfsburg ist mit den gleichstellungsbeauftragten Personen der umliegenden Städte und Landkreise vernetzt. Außerdem wirkt sie aktiv in der Landesarbeitsgemeinschaft sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten mit.

Im Rahmen des regelmäßigen Austausches werden aktuelle Entwicklungen in Politik und Gesellschaft Recht besprochen sowie die Umsetzung von gesetzlichen Grundlagen diskutiert.

Die Wolfsburger Woche für Vielfalt, unter Führung der Wolfsburger Aids-Hilfe, setzt sich für die Beendigung von Homo- und Transfeindlichkeit ein.

In der Woche vom 11. bis zum 17.05. finden verschiedene Aktionen in Wolfsburg statt, um auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufmerksam zu machen und ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz setzen. 

FrauenOrteWas sind Frauenorte?

Das Leben und Wirken von Frauen ist ein maßgeblicher Teil unserer Kultur. Diesen besonderen Schatz präsentiert „frauenORTE Niedersachsen“, eine Initiative des Landesfrauenrates. Erstmals wird vor Ort in den Städten und Regionen von den großen Leistungen erzählt, die Frauen auf politischem, kulturellem, sozialem, wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Gebiet vollbracht haben und noch immer vollbringen.



Dauerausstellung erinnert an erste Managerin von Volkswagen

In Wolfsburg wird seit heute mit einem frauenORT an die Ingenieurin Dr.-Ing. Sibylle von Schieszl erinnert. Sie war vor mehr als 40 Jahren als erste Frau in den Führungskreis des Volkswagen-Konzerns aufstiegen. Außerdem war sie 1963 auch Mitbegründerin des Soroptimist International Club Wolfsburg.

An der feierlichen Einweihung der Dauerausstellung im phæno nahmen unter anderem Jörg Röhmann (Staatssekretär Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung), Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Cornelia Klaus (Vorsitzende des Landesfrauenrates e.V.), Elke Heitmüller (Leiterin Frauenförderung Volkswagen AG), Dr. Manfred Grieger (Leiter Historisches Kommunikation Volkswagen Aktiengesellschaft), Martina Witkowski (Betriebsrat Volkswagen AG), Michel Junge (Geschäftsführer phæno gGmbH) und Beate Ebeling (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Wolfsburg) teil.

Der frauenORT in der VW Lounge im phæno würdigt das Schaffen von Sibylle von Schieszl mit einer detaillierten Darstellung ihrer Lebensgeschichte und Exponaten zu ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit. Gezeigt werden Ausstellungsstücke, die sich mit der Viskosität von Ölen, dem Thema der Doktorarbeit von Sibylle von Schieszl, beschäftigen. Anhand der Exponate können die Besucher sehen und spüren, wie unterschiedlich sich Öle verhalten. Zwei der drei Ausstellungsstücke wurden extra für den frauenORT von Auszubildenden von Volkswagen gebaut.

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Staatssekretär Jörg Röhmann: „Leider konzentriert sich die Geschichtsschreibung häufig noch zu sehr auf Männer und ihre Leistungen, so dass man nach der „Frauengeschichte“ und ihren herausragenden Figuren manchmal suchen muss. Das Projekt frauenORTE schafft hier Abhilfe und macht auf meist unterhaltsame Weise auf Frauen z. B. aus Kultur, Politik oder Wissenschaft aufmerksam. Ich danke deswegen dem Landesfrauenrat, für die Initiative und für die kreativen Ideen zu den frauenORTEN. Mein Dank gilt aber auch den Kooperationspartnerinnen hier vor Ort, dem Gleichstellungsreferat der Stadt, Frauenförderung, Betriebsrat und Historischer Kommunikation von Volkswagen Wolfsburg und dem Phaeno.“ Die Initiative frauenORTE Niedersachsen wird gefördert durch das Niedersächsische

„Endlich gibt es auch in Wolfsburg einen frauenORT. Sibylle von Schieszl kann gerade jungen Frauen ein tolles Vorbild sein und Mut machen, einen technischen Beruf zu ergreifen. An unserem boomenden Wirtschaftsstandort Wolfsburg benötigen wir die Kompetenzen von Mädchen und Frauen auch in diesen Bereichen“, erklärte Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

„Die Physikerin Dr.-Ing. Sibylle von Schieszl konnte sich bereits in den sechziger und siebziger Jahren als Ingenieurin einen Namen als anerkannte Wissenschaftlerin und Managerin erarbeiten. Also in einer Zeit, in der weder die Berufstätigkeit, noch eine Tätigkeit im naturwissenschaftlichen Bereich oder gar als Führungskraft für Frauen selbstverständlich waren. Mit dem frauenORT Sybille von Schieszl wird damit eine der Pionierinnen in Wissenschaft und Bildung Niedersachsens gewürdigt,“ betonte Beate Ebeling.

Neben dem Hauptstandort im phaeno mit vielen Informationen zum Leben von Sibylle von Schieszl hat das Gleichstellungsreferat der Stadt einen Informationsflyer herausgegeben. Dieser Flyer widmet sich Sibylle von Schieszl, stellt aber auch einen innerstädtischen Spaziergang vor, der Informationen zu weiteren Wolfsburger Frauen aus dem Bereich Technik im weitesten Sinne gibt.

frauenORTE ist eine Initiative des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V., die Leben und Wirken bedeutender historischer Frauenpersönlichkeiten lebendig werden lässt und in der Öffentlichkeit bekannter macht. Ihre Leistungen auf politischem, kulturellem, sozialem, wirtschaftlichem oder wissenschaftlichem Gebiet sollen so herausgehoben und gewürdigt werden.

Der frauenORT Sibylle von Schieszl ist in Kooperation mit dem Landesfrauenrat Niedersachsen e.V., der Volkswagen Aktiengesellschaft, dem interaktiven Erlebnismuseum phaeno, dem Soroptimist Club Wolfsburg, der Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) und dem Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg entstanden.


Gleichstellungsreferat und 8. März Bündnis bieten buntes Veranstaltungsprogramm

Unter dem Motto „Die Würde der Frau ist unantastbar!“ wird der Internationale Frauentag in diesem Jahr in Wolfsburg gefeiert. Das Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg hat gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen des 8. März Bündnis wieder ein vielseitiges Programm zusammengestellt: Filme, Vorträge und Kurse, Ausstellungen, das Frauenfest und vieles mehr sorgen für Abwechslung und laden zum Austausch ein.

Los geht es jeweils mittwochs am 19. und 26. Februar sowie am 11. März im Delphin-Palast, wo das 8. März Bündnis jeweils um 19.30 Uhr Filme zeigt, in deren Mittelpunkt interessante Frauen stehen. Die Ausstellung „CEDAW in Niedersachsen – Gleichstellung sichtbar machen“ ist vom 27. Februar bis 11. März in der BürgerInnenhalle im Rathaus A zu sehen. Das Gleichstellungsreferat möchte damit den Stellenwert der UN-Frauenrechtskonvention verdeutlichen und Bürger*innen die Chance geben, sich zu informieren.

Eine fesselnde Geschichte über die Würde und Stärke von Frauen wird am Sonntag, 1. März, um 15 Uhr in einem Themengottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche dargestellt. „Die Würde der Frauen“ zeigen Wolfsburger Künstlerinnen auch in der gleichnamigen Ausstellung vom 3. März bis 3. April in der Geschäftsstelle der Volksbank BraWo gegenüber vom Rathaus. Zwei Schnupperkurse zum Thema Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen bietet die Beratungsstelle Dialog e.V. am Dienstag, 3. März, um 18 Uhr, und Montag, 9. März, um 16 Uhr im Mädchenzentrum Rote Zora an.

Am Samstag, 7. März, sind Interessierte von 11 bis 13 Uhr unter dem Glasdach am Hugo-Bork-Platz willkommen: Das Frauenzentrum Frauen-Zimmer Goethestraße informiert hier zur Aktion „Brot und Rosen“, während die pro familia Beratungsstelle Wolfsburg und die Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werkes Wolfsburg gemeinsam zum Austausch zum Thema „§ 218 und § 219: Die Würde der Frau muss unantastbar sein“ einladen.

Am Internationalen Frauentag selbst – am Sonntag, 8. März – lädt der Ortsfrauenausschuss der IG Metall Wolfsburg um 11 Uhr zum interaktiven Vortrag „EINFACH.MACHEN“ der Rednerin und Autorin Nicola Fritze ins Gewerkschaftshaus. Abends findet dann das beliebte alljährliche Internationale Frauenfest im Mehrgenerationenhaus statt. Bei der exklusiven Feier nur für Frauen warten ab 18 Uhr Musik, aufgelegt von DJane Soundschwester, Tanz, Geselligkeit sowie ein internationales Buffet.

Der IG-Metall-Chor „Gegenwind“ lädt am Dienstag, 10. März, um 19 Uhr zur offenen Probe ins Gewerkschaftshaus ein. Eine „Hommage an Marlene Dietrich“ erwartet die Besucherinnen beim Frauenfrühstück mit musikalischer Lesung im Restaurant Föhrenkrug am Sonntag, 15. März ab 10 Uhr. Warum Persönlichkeit entscheidet und Statusspiele in der Businesswelt von gestern sind – diese Fragen beantwortet Saskia Hoog im Vortrag „Erfolgreiche Frauen haben Mut zur persönlichen Marke“ am Dienstag, 24. März um 16:30 Uhr. Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft lädt zu dieser Veranstaltung in den Großen Saal des Stadtjugendrings.
Im April wartet noch ein letztes Highlight auf alle Interessierten: Das Gleichstellungsreferat bietet am Samstag, 18. April, eine Busreise nach Celle an. Dort wird im Rahmen einer Schlossführung die Geschichte einer beeindruckenden Frau, Eléonore d’Olbreuse, beleuchtet. Anschließend wird der dazugehörige frauenORT besichtigt und gemeinsam mittaggegessen.

Das Programm mit allen Daten und Zeiten liegt seit Mitte Januar als Leporello in den Rathäusern, der Tourist-Information im Hauptbahnhof, Beratungsstellen, öffentlichen Einrichtungen, dem Frauenzimmer, dem „Weltladen Wolfsburg Pueblo“ und dem Gleichstellungsreferat aus. Auch die Flyer mit dem Kinoprogramm sind im Umlauf.

Meldung vom 29.08.2019

Stadt Wolfsburg, Landkreis Helmstedt und Landkreis Gifhorn starten gemeinsame Fachstelle für Täterarbeit

Dezernentin Monika Müller, Gleichstellungsbeauftragte Beate Ebeling, und Mitarbeiter der TäterberatungsstelleUm Opfer häuslicher Gewalt besser zu schützen, ist ein regionales Projekt gestartet: Die Stadt Wolfsburg hat gemeinsam mit den Landkreisen Helmstedt und Gifhorn die "Fachstelle für Täterarbeit im Rahmen häuslicher Gewalt" ins Leben gerufen. In der Zusammenarbeit mit einem bereits in diesem Bereich etablierten Träger, der Jugendhilfe Wolfenbüttel e.V., kann so eine wichtige Angebotslücke für Familien in der Region geschlossen werden. Dazu unterzeichneten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Partner jetzt den gemeinsamen Kooperationsvertrag.
"Die oft endlos wirkende Spirale häuslicher Gewalt können wir nur dann dauerhaft unterbrechen, wenn wir den Opfern Schutz bieten und uns zugleich darum kümmern, dass die Täter an sich arbeiten. In unserer neuen Fachstelle können gewaltbereite Männer einen gewaltfreien Umgang lernen und einüben, damit Familien und Beziehungen künftig ohne Gewalt und Angst leben. Und Konflikte im Dialog und nicht durch Fausthiebe gelöst werden", begrüßt Sozialdezernentin Monika Müller das neue Angebot.
"Wir freuen uns, mit der Jugendhilfe Wolfenbüttel e. V. einen Träger mit großer Erfahrung an der Seite zu haben", sagt Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg. Der vom Land Niedersachsen geförderte Projektträger hat bereits im Raum Braunschweig, Peine, Salzgitter und Wolfenbüttel erfolgreich Täterberatungsstellen eingerichtet. Ab sofort finden nun auch Männer aus Wolfsburg, Helmstedt und Gifhorn in den Räumen der Täterberatungsstelle Wolfsburg in der Seilerstraße 3 eine Anlaufstelle, um sich mit den eigenen Taten kritisch und nachhaltig auseinander zu setzen. Daneben wird in der Kreisvolkshochschule Helmstedt 14-tägig eine Erstberatung angeboten.
Das Angebot der Täterberatung Häusliche Gewalt versteht sich als wichtige Ergänzung im Hilfesystem bei gewaltbeladenen Paarbeziehungen: Die Zielgruppe bilden erwachsene Männer, die gegenüber ihrer (Ex-)Partnerin körperlich, seelisch oder sexualisiert gewalttätig geworden sind. Primäres Ziel ist es, Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen, entsprechend des Leitsatzes "Täterarbeit ist Opferschutz". Denn nur eine kritische Auseinandersetzung der Täter mit ihrem Gewaltverhalten kann tatsächlich zu dessen Beendigung führen – und damit zu einer nachhaltigen Sicherheit für die Opfer.
Es wird sowohl mit Selbstmeldern, institutionell Vermittelten sowie durch die Justiz zugewiesenen Männern gearbeitet. Doch natürlich kommt nicht jeder gewalttätig gewordene Mann als Teilnehmer infrage: Primäre Voraussetzung zur Teilnahme, die immer in einem persönlichen Vorgespräch geklärt wird, ist die individuelle Veränderungsbereitschaft. Stimmen die Bedingungen, folgt ein sechsmonatiges Training mit wöchentlichen Gruppensitzungen und begleitender Einzelberatung.
Wie hoch die Wichtigkeit des neu geschaffenen Angebots ist, zeigen aktuelle Zahlen: Allein in Wolfsburg wenden sich jährlich über 300 von häuslicher Gewalt Betroffene an die Beratungsstelle Dialog e.V. Das Wolfsburger Frauenhaus ist mit mehr als 70 Frauen im Jahr ebenfalls mehr als gut ausgelastet. Mit diesen Zahlen stellt Wolfsburg keine Ausnahme dar – Gewalt ist und bleibt in unserer Gesellschaft ein Thema, dass aktiv angegangen werden muss, um Familien zu unterstützen.

Kontakt: Stefan Löhmann, Dip. Sozialpädagoge, Telefon: 05331/ 996316, 0172 5852668
Stefan.loehmann@jugendhilfe-woelfenbuettel.de
  
Vanessa Reupke, Erziehungswissenschaften (BA), Telefon: 0173 7564416
Vanessa.reupke@jugendhilfe-woelfenbuettel.de

Die Stadt Wolfsburg will sich am 25., möglichst bis zum 30. November 2019 der Aktion der UN Women-Kampagne „Orange the World“ anschließen und öffentliche Gebäude als Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen orange anstrahlen. 

Neben dem Rathaus sollen weitere Wahrzeichen sowie Privathaushalte Wolfsburgs orange leuchten.

Die Vereinten Nationen wollen mit dem „Orange Day“ auf die fortgesetzte Gewaltanwendung gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Ein weiterer Baustein zu den vielen weiteren welt- und bundesweit durchgeführten  Aktionen, die auf die Thematik „Gewalt gegen Frauen“ aufmerksam machen wollen, denn Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen der Welt. 

In Wolfsburg werden seit vielen Jahren zum Thema ebenfalls  – insbesondere rund um den 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – Veranstaltungen durchgeführt. Denn  auch bei uns findet Gewalt gegen Frauen statt! 

Die Zahlen sprechen für sich: So wenden sich z.B. jedes Jahr mehr als 300 Wolfsburgerinnen hilfesuchend an die Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt (BISS) beim Verein Dialog e.V., mehr als 70 Frauen finden Zuflucht im Wolfsburger Frauenhaus. Dabei ist die Dunkelziffer hoch, denn das Thema ist noch immer für viele Betroffene schambelastet.  

Auch viele der geflüchteten Frauen, die in Wolfsburg leben, haben vor oder auf der Flucht Gewalterfahrungen wie Vergewaltigung und Folter erlebt. Andere wiederum sind von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht. Gewalt kann jede Frau treffen – unabhängig von Alter, sozialem oder kulturellem Hintergrund.
Um immer wieder die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, ist es in unserer schnelllebigen Zeit notwendig,  verschiedenste Formate miteinander zu kombinieren, immer wieder etwas „Neues“ zu machen. Darum soll in 2019 die Aktion „Orange the World“ auch in Wolfsburg umgesetzt und damit ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt werden. 

Weltweit waren in den Vorjahren der Friedenspalast/ Den Haag, die Pyramiden von Gizeh, der Cristo Redentor / Brasilien oder der Borobodur/Indonesien als größte buddhistische Tempelanlage der Welt  und viele andere bekannte Orte mit dabei. Städte wie Braunschweig oder Osnabrück haben ebenfalls bereits mitgemacht.
Neben dem Rathaus werden bisher mitmachen: Kunstmuseum, Phaeno, Christuskirche, St. Annen Kirche, Autostadt, Amtsgericht, Tischlerei HvM, LSW, Planetarium, VFL, das Sharoun-Theater, Schloss Wolfsburg. Je nach Möglichkeiten werden einige lediglich die Nacht vom 25. auf den 26.11. mitmachen, einige im Zeitraum vom 25. – 30.11. Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger werden noch über die Medien eingeladen mitzumachen.

Außerdem wollen wir mit Wolfsburger Persönlichkeiten Postkarten/Plakate gestalten, auf der das jeweilige Konterfei mit der Aussage „Ich sage bzw. Wir sagen Nein zur Gewalt gegen Mädchen und Frauen“ verknüpft wird und die auch von den Beteiligten genutzt werden können. Die Postkarten werden als Citycards in Wolfsburgs Lokalitäten verteilt.

Frau Macht Demokratie SchriftzugMentoring-Programm „FRAU.MACHT.DEMOKRATIE.“

Im Vorfeld der Kommunalwahlen 2021 hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung das Mentoring-Programm „FRAU.MACHT.DEMOKRATIE.“ aufgelegt. Frauen sollen die Gelegenheit erhalten, in die Kommunalpolitik hinein zu schnuppern und durch eine Kandidatur für einen Ortsrat oder Stadtrat einen Einstieg zu finden. Auch erfahrene Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker sind aufgerufen, als Mentorinnen und Mentoren im Programm dabei zu sein, die Nachwuchspolitikerinnen in die Politik einzuführen, sich über die Schulter schauen zu lassen, ihre eigenen Erfahrungen weiterzugeben und die Neueinsteigerinnen auf dem Weg zur Kandidatur zu unterstützen. 

Gruppenfoto der Gleichstellungsbeauftragten und Mentoren aus der Kommunalpolitik bei der Veranstaltung am 06. September 2019Foto: Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Das Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg beteiligt sich an dem Programm. Weitere Informationen finden sich auch unter www.frau-macht-demokratie.de.

Folgende Dokumente stehen im PDF-Format zum Download bereit und öffnen sich in einem neuen Fenster: