Vorstandsbereich V

Dezernat für Soziales und Gesundheit, Klinikum, Sport

Dezernentin Monika Müller

Stadträtin Monika Müller

Aufgaben und Ziele

Soziales und Gesundheit, Klinikum und Sport sind Aufgabenfelder, in denen es darum geht, das Zusammenleben und Leben in Wolfsburg zu gestalten - gemeinsam mit den Bürger*innen und der Politik. 

Voraussetzung dafür ist, herauszufinden und umzusetzen, wie wir in Wolfsburg miteinander leben wollen. Dazu braucht es die Offenheit vieler Partner*innen - Wohlfahrtsverbände, Wirtschaft, unsere Sportvereine und das Ehrenamt insgesamt, Arbeitnehmer*innenvertretungen und Kirchen, Bildungseinrichtungen und Kultur und natürlich jeden, der sich in die Zukunftsentwicklung der Stadt einbringen möchte.

Über allem steht das Ziel, den sozialen Zusammenhalt in Wolfsburg zu stärken und die Politik immer wieder neu danach auszurichten, um auf gesellschaftliche Veränderungen nicht nur zu reagieren, sondern diese zu begleiten und zu gestalten. Sozialer Zusammenhalt nimmt dabei nicht nur diejenigen in den Blick, die unserer besonderen Fürsorge bedürfen, sondern umfasst alle Menschen in unserer Stadt: Die soziale Balance gelingt nur dann, wenn alle "mitgenommen" werden, wir unsere Nachbar*innen kennen und Verständnis für andere Lebenslagen und Bedürfnisse entwickelt und gefördert wird.

Die Lebenslagen der Menschen in unserer Stadt stehen im Mittelpunkt und müssen Grundlage für einen Sozialentwicklungsplan bilden, der Politik und Bürgerschaft als Grundlage für sozialpolitische Diskussionen und Bewertungen dienen kann und soll. Daher ist mein erklärtes Ziel, eine gesamtstädtische Sozialentwicklungsplanung auf den Weg zu bringen, in der wichtige sozialpolitische Daten, vor allem aber Ziele und Prioritäten benannt werden. Diese Planung muss weiterentwickelt und fortgeschrieben werden, sie muss wie unsere Gesellschaft selbst dynamisch und flexibel sein, andererseits verlässlich und nachvollziehbar.

Arbeitssuchende, Arbeitslose und deren Familien brauchen unsere gemeinsame Unterstützung. Daher ist mir der Ausbau der Angebote gerade auch für Menschen, die schon sehr lange von SGB II Leistungen leben müssen, wichtig. Mit dem bis Ende 2018 hoffentlich in Kraft tretenden neuen Bundesprogramm für mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt und die Schaffung eines "Sozialen Arbeitsmarktes" können wir dazu deutlich vorankommen. Unser Augenmerk gilt Menschen "im besten Alter", aber natürlich auch ganz besonders jungen Menschen, allein erziehenden Müttern und Vätern oder Menschen mit besonderen persönlichen Herausforderungen oder Problemstellungen. 

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Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit - es geht darum, Menschen jeden Alters dabei zu unterstützen, gesund zu leben. Vorsorge und Beratung sind dabei besonders wichtig und umfassen die Schwangerenvorsorge ebenso wie Angebote für Menschen mit schweren Erkrankungen psychischer oder körperlicher Art. Gesundheit ist dabei nicht nur für jeden Einzelnen das höchste Gut, sondern auch Voraussetzung für eine wirtschaftlich erfolgreiche Stadt. Umfassende Gesundheitsvorsorge - beginnend beim städtischen Gesundheitsamt bis hin zu einem guten Angebot an ärztlicher, zahnärztlicher und therapeutischer Versorgung – ist dazu eine wichtige Voraussetzung. Wichtig ist aber auch, bei allen kommunalen Vorhaben stets zu fragen, ob diese gesundheitsverträglich, im besten Fall sogar gesundheitsförderlich sind. Stadtentwicklung, Digitalisierung, Verkehrsplanung, Natur- und Gewässerschutz müssen stets die Gesundheit der Bevölkerung im Blick haben, damit in Wolfsburg ein gesundes Leben möglich ist.
Zu einer guten Versorgung der Menschen in und um Wolfsburg gehört das städtische Klinikum mit seinen rund 1.800 Mitarbeitern, die sich tagtäglich für die Versorgung vor Ort einsetzen. Das Klinikum ist ein wesentlicher Baustein im Bereich der Öffentlichen Daseinsvorsorge, bei dem es um die Gesundheit und eine möglichst optimale Versorgung von kranken Menschen geht. Ziel ist also nicht die Gewinnmaximierung, sondern optimale Qualität für unsere Patienten. Mit dem Klinikum reagieren wir auch stets auf veränderte Anforderungen - so soll die Notaufnahme so umgestaltet werden, dass Wartezeiten reduziert werden, die Angebote für Menschen mit psychosomatischen oder psychischen Erkrankungen werden aufgrund der steigenden Bedarfe ausgebaut und unsere Kinderklinik neu errichtet, um auch im Bereich der Krankenversorgung eine kinderfreundliche und familiengerechte Umgebung zu schaffen. Die Möglichkeiten der Digitalisierung wollen und müssen wir noch stärker nutzen, soweit es dem Interesse unserer Patienten dient. 

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Wolfsburg ist eine großartige Sportstadt mit mehreren Bundesligavereinen, aber auch einem tollen Breitensportangebot. Für die Vereine ist die Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund, die Förderung des Vereinssports und die Bereitstellung guter Sportstätten selbstverständlich. Das Hallensanierungsprogramm, durch das insbesondere die zahlreichen "in die Jahre gekommenen" Hallendecken saniert werden, ist ein wichtiger Beitrag dazu. Aber es muss auch immer wieder neu gebaut werden, wobei es mir ein wichtiges Anliegen ist, dabei Sport als wichtigen Bildungsfaktor zu stärken. Denn Sport dient nicht nur der körperlichen und motorischen Entwicklung in jedem Alter und ist daher Bestandteil aller Bildungspläne von der Kita bis zum Schulabschluss, sondern Sport leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung: Ziele setzen und darauf hinarbeiten, im Team arbeiten, Niederlagen annehmen und daraus lernen, Toleranz mit anderen und damit Integration und Inklusion fördern und fordern, eigene Grenzen erkennen und Hürden überwinden, Erfolge genießen ohne allzu selbstzufrieden zu werden… all das bringt der Sport uns näher, ganz nebenbei. Und Spaß macht Sport natürlich auch (meistens). Sport ist nebenbei auch Gesundheitsprävention. Sport und Bewegung sollte daher auch im Alltag mehr Raum und Zeit finden, daher möchte ich nicht nur für das Drittel der im Verein engagierten Wolfsburger das Thema Sport vertreten, sondern ebenso für die zwei Drittel, die nicht im Vereinssport organisiert sind. Bewegungsanreize im Stadtgebiet, leicht zugängliche Angebote im Öffentlichen Raum und eine bewegungsfreundliche, möglichst bewegungsfördernde Stadtentwicklung sind daher wichtig und müssen ausgebaut werden.

Werdegang und Zuständigkeiten

seit 04/2018
Dezernentin für Soziales und Gesundheit, Klinikum, Sport, Stadt Wolfsburg 

2011-2018
Dezernentin für Soziales, Jugend, Bildung und Sport, Stadt Pforzheim

2005-2011
Referentin für Soziales, Bildung, Gesundheit, Sport und Kommunalrecht, Bundes-SGK (Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland e. V.), Berlin 

2002-2004
Koordinierende Referentin im Büro der Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD Fraktion im Deutschen Bundestag, Nicolette Kressl für die Bereiche Familie, Senioren, Frauen, Jugend und Bildung, Berlin 

2001-2002
Büroleiterin im Büro der Bundestagsabgeordneten Nicolette Kressl mit Schwerpunkt Finanz- und Steuerpolitik, Berlin

2001
Geschäftsführerin der Geschäftsstelle Ost, ABVP (Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege e. V.), Hannover und Berlin 

1998-2000
Rechtsreferendariat, Ulm, Speyer, Offenburg 

1993-1998
Studium der Rechtswissenschaften, Universität in Konstanz 

1984-1993
Gymnasium, Rastatt

1980-1984
Grundschule, Muggensturm